Flotter Dreier: ASUS HD 6950 DirectCU II - die außergewöhnliche Radeon HD 6950?

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Bild: Flotter Dreier: ASUS HD 6950 DirectCU II – die außergewöhnliche Radeon HD 6950?

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Und in der Tat, schraubt man den Kühler ab, erkennt man doch einige Unterschiede, welche der Referenz gegenüberstehen. Dabei muss man dennoch festhalten, dass der Grundaufbau der Platine sehr nah an der Referenzumsetzung agiert.

An dieser Stelle will ASUS vermutlich die Übertakter überzeugen, denn immerhin bietet man mit der eigenen Software auch den von ASUS getauften "Voltage-Tweak", welcher es erlaubt, dass die Spannungen von GPU und Speicher erhört werden, wodurch natürlich gerade die Leistungsaufnahme deutlich über 225 Watt steigen könnte.

Bild: Flotter Dreier: ASUS HD 6950 DirectCU II – die außergewöhnliche Radeon HD 6950?
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Stromversorgung Steuerchip


Dazu erklärt der Hersteller, dass man sehr hochwertige Bauteile bei der Stromversorgung eingesetzt habe, welche nicht nur eine hohe Lebenserwartung mit sich bringen, sondern eben auch bei Übertaktungen Glanzpunkte setzen könnten. Klar festhalten muss man aber, dass die Referenzumsetzung keinesfalls mit günstigeren Bauteilen agiert – möglicherweise gar auch mit Bauteilen, welche preislich höher anzusiedeln sind. Die dortige Volterra gesteuerte 6-Phasen-Stromversorgung sieht sich hier der 6-Phasen-Wandlung von ASUS gegenüber, welche über den "SHE-Steuerchip" umgesetzt wird. Dabei stellt SHE nicht die Abkürzung für den Chiphersteller dar – dieser bleibt im Verborgenen. Vielmehr steht SHE für einen Marketingträchtigen Begriff: Super Hybrid Engine. Diese wiederum soll ein geschicktes (intelligentes) Umschalten zwischen den verschiedenen Lastzuständen erlauben, damit scheinbar offenbar nichts anderes, als das was der Steuerchip der Referenz eigentlich ebenfalls tut.

Beim Speicher sei dann noch zu erwähnen, dass die ASUS-Ingenieure an diesem Punkt mit einer 1-Phasen-Wandlung agieren – die Referenz sieht an dieser Stelle zwei Phasen vor. Das tut der Sache aber keinen Abbruch. Schon in der Vergangenheit durften wir erleben, dass es durchaus gut entwickelte Eigenkreationen gab, mittels welchen die Boardpartner ein genauso funktionstüchtiges Grafikboard mit weniger Bauteilaufwand kreierten.

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Apropos RAM: AMD sieht auf der Referenz ebenfalls Hynix-Speicherchips mit einer spezifizierten Taktrate von 1250 MHz vor – diesem Vorbild folgt ASUS mit seiner Umsetzung. Von Hause aus taktet die Radeon HD 6950 allerdings bereits mit 1250 MHz Speichertakt, was auf den ersten Blick ein gewisses Limit für ein Enthusiasten-Produkt darzustellen scheint. Aber der Schein kann trügen und wir konnten bereits bei den Referenzumsetzungen feststellen, dass einiges an OC-Potential in diesen Chips stecken "kann".

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Enden wird unsere Betrachtung heute mit einem Blick auf den Kühler. Die Vorderseite mit seinen beiden wuchtigen Ventilatoren hatten wir bereits vorgestellt, auf die Rückseite des Konstrukts sind wir bislang noch nicht eingegangen.

DirectCU soll übersetzt für direkten Kupfer-Kontakt stehen, was aber faktisch jede GPU-Kühllösung mit Kupferbodenplatte ebenfalls bietet. Die Besonderheit hier ist allerdings, dass (nicht mehr so neu im Kühlermarkt), sich der direkte Kontakt auf die in Kupfer gefertigten Heatpipes bezieht. So hat ASUS bislang auch schon mit seinen kleineren DirectCU-Lösungen agiert. Die Variante II sieht auf dem heutigen Testkandidaten drei CU-Heatpipe-Rohre vor, welche mit ihren 8-mm-Durchmesser dicker sind und natürlich ebenfalls wieder direkten Kontakt zur GPU bieten. Dazu ist der Kühler in zwei Grundkonstrukte aus Aluminium verteilt, welche die Wärme der Rohre aufnehmen und ableiten sollen und dazu durch die beiden Lüfter unterstützt werden.