Cooler Master Vortex Plus - Downblower ächzt im Testparcours

Gehäuse & Kühlung | HT4U.net | Seite 14

Gesamtwertung und Fazit



Unsere nachfolgende Gesamtwertung spiegelt eine festgelegte Kategorisierung wieder, die für alle folgenden Artikel gleich bleibt. Die angeführten Punkte werden von "--" also ganz schlecht bis "++" sehr gut bewertet.

Testwertung Cooler Master Vortex Plus
Lieferumfang +
Kompatibilität Prozessoren ++
Montage +
Kühlleistung o
Lautstärke (Intel-Plattform) +
Lautstärke (AMD-Plattform) -
Preis o


Fazit

Nach Abschluss der Tests bleibt ein eher getrübtes Bild des Cooler Master Vortex Plus zurück. Aber um ihn fair zu bewerten muss zuerst einmal festgehalten werden, dass er als einziger Kandidat auf die klassische Kühlerform setzt. Dadurch ergibt sich ein wesentlicher Vorteil – er ist wesentlich niedriger als die Tower-Kühler. Dies ist es dann jedoch schon gewesen, was den Kühler besonders auszeichnet.

Fakt ist, dass er zwar im Stande ist, selbst die High-End-Prozessoren aus unserem Parcours zu bewältigen, jedoch muss der Lüfter dazu zum Teil in hohe Drehzahlbereiche vorstoßen. Damit einhergehend liegt die Lautstärke recht hoch. Und hier werden dem Testkandidaten die beiden Testplattformen zum Verhängnis. Die PWM-Regelung unserer Intel-Platine nimmt für eine bessere Geräuschkulisse eben höhere Temperaturen in Kauf, wodurch der Vortex Plus dort im Lautstärke-Bereich durchaus zu gefallen weiß. Allerdings: Auf unserem Intel-System konnte sich der Vortex Plus immerhin gegen sein Bauform-Pendant durchsetzen und zeigt sich leiser und leistungsfähiger als der boxed Kühler. Dafür sind jedoch zusätzlich mindestens 21 Euro fällig. Somit also nicht sinnvoll.

Bild: Cooler Master Vortex Plus – Downblower ächzt im Testparcours

Auf der AMD-Plattform bleibt nur das Bild des Verlierers. Durchweg bildet der Tastkandidat das Schlusslicht der Kühler. Auch bei der Lautstärke spielt der Kühler stets ganz oben mit – leider in negativer Weise. Lediglich im Idle-Betrieb macht der Kühler eine sehr gute Figur. Wird der Prozessor jedoch gefordert, kann sich der Vortex Plus nur durch höhere Drehzahlen und somit höhere Lautstärke beweisen. Auch hier ist das Verhalten eben auf die PWM-Steuerung der Hauptplatine zurückzuführen. Würden dort höhere CPU-Temperaturwerte für ein leiseres Lüfterdrehzhalverhalten in Kauf genommen werden, könnte sich dort vielleicht ein Bild, ähnlich der Intel-Testplattform zeigen.

Ungeachtet dessen – preislich liegt der ebenfalls vermessene Cooler Master Hyper 212 gleichauf, kann sich jedoch in Punkto Kühlleistung und Lautstärke deutlich besser positionieren. Selbst der kleine Hyper TX3, schlägt den Vortex Plus, bei deutlich günstigerem Preis. Am Ende sind wir wieder am Anfang und es bleibt nur ein Argument, damit der Testkandidat bestehen kann: die Bauhöhe. Wer platztechnisch zu keinem Tower-Kühler greifen kann, bekommt mit dem Cooler Master Vortex Plus einen zuverlässigen Kühler. Jedoch sollte dem Käufer von vornherein bewusst sein, dass die Lautstärke – wie zuvor beschrieben – deutlich variieren kann und nur im Lastfreien Betrieb wohl als sehr leise zu bezeichnen ist.

[bb], 12. Januar 2011


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