Cooler Master CM Storm Enforcer im Gehäuse-Test

Gehäuse & Kühlung | HT4U.net | Seite 6

Montage, Kompatibilität und Praxiseinsatz



Da das Enforcer im Inneren sich nicht vom HAF-912 unterscheidet, werden wir nur auf zwei Besonderheiten eingehen, die das CM Storm Enforcer mit sich bringt.


Bild: Cooler Master CM Storm Enforcer im Gehäuse-Test
Bild: Cooler Master CM Storm Enforcer im Gehäuse-Test
Stormguard Front Panel Verbindungen



Der erste Unterschied ist die Storm Guard Blende, in dieser kann ein USB-Kabel eingefädelt werden, was verhindert, dass auf einer großen LAN-Party des nachts plötzlich die Maus verschwindet. Der zweite Unterschied ist der native Pfostenstecker für die Anbindung von USB 3.0. Das Storm Enforcer ist das erste Gehäuse in unserem Labor, welches mit diesem Kabel ausgestattet ist. Da sich die Schnittstelle am Markt aber gerade erst etabliert, werden viele Benutzer mit älteren Mainboards damit noch nicht viel anfangen können und mangels eines Adapters auf USB 2.0 zwei tote Schnittstellen in der Front haben. Hier sollte Cooler Master noch einmal nachbessern.

Die komplette Montage sowie Kompatibilitätstest können entsprechend im Artikel zum baugleichen Cooler Master HAF-912 nachgelesen werden.

Optische Besonderheiten im Betrieb



Wurde die Powertaste betätigt, scheint aus dem Inneren das rote Leuchten des LED-Lüfters der Front. Weiter taucht ein kleiner Mangel auf: Der Powertaster des Storm Enforcer bleibt ab und zu beim Betätigen in seiner Führung stecken. Dieses lässt sich durch einen erneuten Druck aber wieder lösen.


Bild: Cooler Master CM Storm Enforcer im Gehäuse-Test
CM Storm Enforcer im Betrieb



Lautstärke


Den objektiven Eindruck der Geräuschkulisse eines gesamten Gehäuses in Zahlen wiederzugeben stellt sich nicht ganz einfach dar. Je nach dem wo die Lüfter positioniert sind, kann sich eine mehr oder minder starke Lautstärke einstellen. Zusätzlich spielt in der Praxis die Position eines Gehäuses eine entscheidende Rolle. Wird ein Midi-Tower auf einem Schreibtisch gestellt, ist das Geräuschempfinden in Abhängigkeit zu den verbauten Lüftern wieder ein ganz anderes, als wenn es beispielsweise unter einem Schreibtisch steht und damit alleine schon Arbeitsplatte, aber auch die Distanz das Empfinden der Lautstärke verändert.

Ein weiterer, wesentliche Punkt kann sich in der Praxis gegenüber Messungen des Schalldrucks bemerkbar machen: In vielen Fällen sind Gehäuse meist mit ihrer Rückseite nah vor einer Wand positioniert. Und in aller Regel finden sich auf der Rückseite der Netzteillüfter und nicht selten ein zusätzlicher Gehäuselüfter, welche die Luft nach Außen transportieren. Durch das Auftreffen des Schalls auf der Wand, kann sich die Geräuschkulisse gegenüber einer freistehenden Messung noch einmal deutlich verändern – auch wieder in Abhängigkeit der zum Einsatz kommenden Lüfter und deren Drehzahlen.

Um solche Probanden annähernd Praxisnah zu vermessen, müsste man eigentlich mit mehreren Mikrofonen – positioniert rund um das Gehäuse – Messungen vornehmen. Einen solchen Messaufbau nimmt beispielsweise Heise in einem konzipierten, schalltoten Raum vor. Da uns diese Methode nicht möglich ist, werden wir nachfolgend drei verschiedene Messungen aufzeigen.

Um ein möglichst objektiven Eindruck der Lärmentwicklung der Gehäuseläufter wiedergeben zu können, arbeiten wir mit einer fast lautlosen Testumgebung, welches einen Eigengeräuschpegel von ca. 15 dB aufweist.

Wir ermitteln die Geräuschkulisse auf der Front, der linken Gehäuseseite und der Gehäuserückseite. Dabei verwenden wir das kalibrierte, digitale Messgerät Greisinger AZ-8922. Die Messungen erfolgen dabei nicht im simulierten schalltoten Raum und sind damit nicht direkt vergleichbar mit unseren Messwerten der DAAS-USB-Anlage. Die Werte in den folgenden Tabellen stellen natürlich normierte Angaben dar, d.h. in Bezug auf 1 Meter Abstand zum Testkandidaten, sind allerdings, bedingt durch die Abweichungen zur Norm (Freifeldmessung) lediglich als Geräuschkennzahl zu verstehen.

normierter Geräuschpegel in dB(A)
Seitenwand
Gehäusefront
Rückseite
Lüfter auf 12V
29,0
29,9
28,4
db(A)


Bei der Lautstärke kann das CM Storm Enforcer keinerlei Punkte gewinnen, mit einer Lautstärke von knapp 29 dB egal an welcher Stelle das Mikro steht, ist das Gehäuse hier als störend zu bezeichen.

Der rückwärtige Lüfter ist das gleiche Modell wie auch im Coolermaster HAF-912 und produziert auch im Enforcer ein undefinierbares Lagergeräusch. Der in der Front verbaute 200-mm-Lüfter wurde im Enforcer aber durch einen Stärkeren ersetzt, was direkt nach dem Einschalten auch durch ein lautes Rauschen deutlich hörbar wird.