EVGA GeForce GTX 550 Ti OC im Test

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Wie zu erwarten ist die EVGA GeForce GTX 550 Ti OC eher unspektakulär, da auf Basis des Referenzdesigns kaum Überraschungen zu erwarten waren. Als erster Kandidat dieser Bauart bleibt die Grafikkarte dennoch interessant im Vergleich zu den individuellen Konstruktionen der Wettbewerber.

Bild: EVGA GeForce GTX 550 Ti OC im Test

Das Plastikcover des Kühlers umschließt NVIDIA-typisch das gesamte Platinen-Design. Zum Lüfter hin fällt das Cover etwas ein, was damit einen besseren Luftansaugstrom ermöglichen soll. Damit verteilt sich die Frischluft besser im Kunststoffgehäuse und damit über den Kühlkomponenten. Die Abluft soll dabei zum überwiegenden Teil über die Slot-Blende das Gehäuse verlassen.

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Auf der Board-Rückseite finden wir durchkontaktierte Spulen und Kondensatoren sowie den Steuerchip der Stromversorgung, welcher aus dem Hause On Semiconductors stammt. Erst nachdem man den Kühler abnimmt finden sich weitere Detail-Informationen.

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Neben der typischen Puls-Weiten-Modulation für den Lüfter finden wir einen 6-Pin-Stromanschluss, sechs GDDR5-Speicherchips und die GPU. Die Spannungsversorgung ist im NVIDIA-Referenzdesign genügsam.

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Drei Phasen werden für die GPU zur Verfügung gestellt, in diesem Fall von Teil-vergossenen-Drosseln. Eine Phase ist ausreichend für den Speicher. ASUS hatte in ihrer eigenen Darbietung auf insgesamt vier Drosseln bei der GPU gesetzt, es beim Speicher aber ebenfalls bei einer Drossel belassen. Die Bauteile auf dem EVGA-Produkt, hier insbesondere bei den verwendeten Spulen wirken "altbacken" und nicht standesgemäß. Dabei können wir aber nicht beurteilen, ob dies eben genau der Weg ist, welchen NVIDIA seinen Partnern so aufbieten wollte. Günstig, funktionell und zu lukrativen Preisen zu verkaufen.

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Günstig scheint dabei auch die von NVIDIA gewählte Kühllösung. Hatte man bei hochwertigeren GPU-Modellen noch Heatpipe-Kühler oder gar Vapor-Chamber-Lösungen angetroffen, so blicken wir nun bei der GTX-550-Ti-Referenz auf eine Voll-Aluminium-Lösung. Die radial ausgelegten Lamellen aus Aluminium sollen dabei die angesogene Luft des Ventilators auf die zu kühlenden Bauteile ablenken. Wir erblicken also ein altbekanntes Kühldesign, welches durchaus günstig zu fertigen ist, aber von den meisten Board-Partnern komplett verschmäht wurde. Unsere folgenden Seiten werden aufzeigen, ob diese Schmäh zurecht erfolgte, oder eben schlicht dem Umstand geschuldet wird, dass der wenig aufgelegte Referenzkühler schlicht teurer für die Partner ist, als deren Massenkäufe.

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Abschließend bleibt noch ein Wort zu den bereits angesprochenen GDDR5-Speicherchips. Auf dem EVGA-Board stammen diese – wie auf dem ASUS-Design – aus dem Hause Hynix. Der Hersteller selbst spezifiziert diese eingesetzten Chips auf eine maximale Taktrate von 1250 MHz. Das ist aber nicht gleichbedeutend zu stellen, dass diese Chips auf dem einen oder anderen Boarddesign sich tatsächlich auf solche Taktregionen manuell übertakten lassen. Bei den NVIDIA-Fermi-GPUs im Vollausbau, insbesondere den High-End-Modellen, haben wir bereits häufig erleben dürfen, dass diese Taktraten schlicht nicht mit GPU und Boarddesign umzusetzen sind.