Giada i50 im Test - Mini-PC mit Core i5 im Herzen

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Installation & Praxiseinsatz



Die Inbetriebnahme des Giada i50 gestaltet sich schwieriger als der Anwender erwarten mag. Laut der knappen Anleitung muss beim Start-Logo lediglich F12 gedrückt werden und schon kann man das Laufwerk auswählen, von welchem gebootet werden soll. In der Praxis funktioniert dies jedoch nicht und auch andere Tasten lassen das besagte Menü nicht aufkommen. Stattdessen geht man über F2 ins BIOS und wählt das passende Boot-Laufwerk aus. Gleichzeitig sollte man auch prüfen, ob die Festplatte im AHCI-Modus genutzt wird, ansonsten erkennt das Windows-Setup diese nicht. Die letzte Hürde kommt dann, wenn das Windows-Setup den ersten Neustart durchführt. Hier sollte dringlichst das Boot-Laufwerk im BIOS wieder auf die verbaute Festplatte umgestellt werden, ansonsten startet das Windows-Setup nochmal von vorne.

Bild: Giada i50 im Test – Mini-PC mit Core i5 im Herzen


Nach diesem kurzen Hürdenlauf geht der Rest der Installation leicht von der Hand. Die notwendigen Treiber finden sich sowohl auf der CD, als auch im Internet und auch das weitere Einrichten des Systems ist unproblematisch.

Interessant wird es wieder bei der täglichen Nutzung. Gerade bei Anwendungen, welche die GPU fordern, stößt der verbaute Core i5-430UM schnell an seine Grenzen, weshalb große Schritte in die Spielewelt schlicht unmöglich sind. Dies ist allerdings auch nicht wirklich verwunderlich, denn Giada setzt auf die integrierte GPU eines Arrendale-Prozessors, welche mit 166 MHz Basis-Takt noch ein ganzes Stück langsamer sein dürfte als das Clarkdale-Pendant. Der von uns getestete Core i5-661 bietet immerhin einen GPU-Takt von 900 MHz. Doch als wirkliche Gaming-Plattform sind die kompakten Mini-PCs sowieso nicht gedacht.

Störend dürfte sich im Alltag die Tatsache bemerkbar machen, dass der Giada i50 ein konstantes Geräusch durch den Lüfter abgibt. Dies ist auch noch aus einem Meter gut hörbar, insbesondere wenn man in der Nähe des Computers sitzt. Ein Wermutstropfen ist jedoch, dass das System auch unter Last kaum lauter wird. Wer also einen Film vom Sofa aus schaut oder Musik genießt, der lässt sich durch den Lüfter weniger stören.

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Die hörbare Lüftung bringt allerdings den positiven Effekt mit sich, dass die Temperaturen stets sehr niedrig aufallen. So kommt man unter Last auf Spitzenwerte von bis zu 60 °C und im Idle sind es rund 37 °C. Auch die Festplatte ist mit einer Temperatur von rund 35 °C fernab des Grenzbereichs.

Letztlich haben wir uns auch einmal angeschaut, was passiert wenn man ein HD-Video mit Hilfe von XMBC von einem anderen Computer streamt: Die Wiedergabe des Videos ist hier leider nur mit spürbaren Rucklern möglich.