Intel "Sandy Bridge": Vierkern-CPUs Core iX 2000 im Test

Prozessoren | HT4U.net | Seite 22

1. Zwischenfazit: CPU-Leistung



Bevor wir uns nun von dem "eigentlichen" Prozessor abwenden und unsere Fokus der integrierten Grafikeinheit schenken, ist es Zeit für unser erstes Zwischenfazit. Dieses beschäftigt sich mit der CPU-Leistung, also der Performance des Prozessors ohne die integrierte Grafikeinheit. Auf den vorangegangenen Seiten haben wir sowohl die Pro-MHz-Leistung im Vergleich zur Vorgängergeneration als auch die Technologien Hyperthreading und Turbo Boost sowie die Auswirkungen des Last-Level-Caches auf die CPU-Leistung untersucht. Die gewonnenen Erkenntnisse wollen wir hier noch einmal kurz zusammenfassen, und in einem Übersichts-Diagramm anschaulich darstellen.


Pro-MHz-Leistung


Die Pro-MHz-Leistung von "Sandy Bridge" hat sich ohne Berücksichtigung von Hyperthreading, Turbo Boost, AVX sowie dem gesteigerten Takt des Last-Level-Caches im Vergleich zur Vorgänger-Architektur "Nehalem" um rund 8 Prozent verbessert. In der Zukunft sollte sich dieser Vorsprung sogar noch vergrößern, denn AVX verspricht noch einen zusätzlichen Leistungsschub.


Hyperthreading


Die Nutzung von Hyperthreading führt bei "Sandy Bridge" bei gut parallelisierter Software zu einen mittleren Leistungsplus von etwa 18 Prozent. Ist die Applikation eher auf eine hohe Single-Thread-Leistung ausgelegt, so gewinnt man hingegen durch Hyperthreading nichts hinzu. Allerdings führt Hyperthreading auch nicht mehr zu den in der Vergangenheit oft reklamierten Performance-Einbußen, was jedoch auch am besseren Thread-Management von Windows 7 liegen kann. Somit bleibt festzuhalten: Wer Windows 7 einsetzt und viel mit gut parallelisierter Alltags-Software arbeitet sollte zu einem Core-i7-Prozessor mit Hyperthreading-Support greifen. Spieler fahren mit den Core-i5-Modellen ohne Hyperthreading allerdings nicht minder schlecht. Im wissenschaftlichen Umfeld sieht die Sache hingegen etwas anders, wie der Linpack-Benchmark aufzeigt. Hier bedarf es einer sehr genauen Analyse der eingesetzten Programme. Mit unter ergibt diese, dass Hyperthreading zu Leistungsverlusten – siehe Linpack – führt.


Last-Level-Cache (LLC)


Der Last-Level-Cache – vormals L3-Cache – bzw. dessen interne Optimierungen sind sicherlich eine der bedeutendsten Änderungen der "Sandy Bridge"-Architektur. So wird der LLC nun mit Kerntaktfrequenz betrieben und besitzt selbst taktbereinigt einen deutlich verbesserten Durchsatz gegenüber der Vorgängergeneration. Dies führt dazu, dass unsere Messungen kaum einen Profit durch die gesteigerte Taktfrequenz gegenüber der ersten Core-i-Generation aufzeigen. Durchaus messbar ist allerdings der Einfluss der LLC-Größe auf die CPU-Leistung und dies bereits beim Einsatz einer diskreten Grafikkarte. So bringt der Umstieg von 6 MByte LLC auf 8 MByte LLC einen Performancezuwachs von rund 3 Prozent mit sich.


Turbo Boost


Während der TurboMode der ersten Core-i-Generation häufig den Eindruck erweckte einfach ein geflanschtes Feature zu sein, zeigt sich der neue, überarbeitete TurboMode deutlich homogener. Zwar ist er – je nach Modell – nicht mehr ganz so wirkungsvoll wie bei dem ein oder anderen Modell der ersten Core-i-Generation, doch dafür arbeitet er deutlich effizienter, da die Spannungszugaben nun wesentlich geringer ausfallen. Einen immensen Leistungsschub sollte man allerdings angesichts der ohnehin schon hohen Taktraten der "Sandy Bridge"-Modelle nicht erwarten. Im Falle des Core i7 2600K ergibt sich im Mittel ein Leistungszuwachs von rund 4 bis 5 Prozent, bei einem zusätzlichen Energieverbrauch in der gleichen Region. Darüber hinaus wird nun auch die iGPU mit in den TurboMode einbezogen und dank "Burst Mode" kann das thermische Budget der CPU nun deutlich besser als früher ausgeschöpft werden.

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Performance-Index
Alle Tests
Core i7 2600K
[3,4 GHz, mit Turbo, mit HT]
100
Core i7 2600K
[3,4 GHz, ohne Turbo, mit HT]
97
Core i7 2600K
[3,3 GHz, mit Turbo, ohne HT]
96
Core i5 2500K
[3,3 GHz, mit Turbo]
94
Core i7 2600K
[3,4 GHz, ohne Turbo, ohne HT]
94
Core i7 2600K
[2,8 GHz, ohne Turbo, ohne HT]
83
Core i7 860
[2,8 GHz, ohne Turbo, ohne HT]
76
Core i7 2600K
[2,4 GHz, ohne Turbo, ohne HT]
75
Core i7 860
[2,4 GHz, ohne Turbo, ohne HT]
69
Prozent
Benchmark-Übersicht ein-/ausblenden


AVX


AVX ist aktuell – das zeigten die Recherchen rund um diesen Artikel deutlich – noch ein unbeschriebenes Blatt. Keine Endanwendersoftware ist heute auf dem Markt, die von den AVX-Erweiterungen und der damit verbundenen höheren Rechenleistung profitiert. Es wird wohl ähnlich wie damals mit SSE/SSE2 seine Zeit brauchen, bis die Entwickler AVX in ihre Produkte einpflegen. Bis dahin wird AVX vor allem im High-Performance-Computing-Segment eine Rolle spielen. Dort können dann jedoch Leistungszuwächse von bis zu 95 Prozent erzielt werden, was man durchaus als beeindruckend bezeichnen darf.


 

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