Intel "Sandy Bridge": Vierkern-CPUs Core iX 2000 im Test

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2. Zwischenfazit: GPU-Leistung


Nachdem wir nun die integrierte Grafikeinheit kennengelernt haben und deren Leistung in den Bereichen der Bildqualität, Spieleperformance und Video-Beschleunigung untersucht haben, ist es auch hier an der Zeit an Zwischenfazit zu ziehen.


Allgemeines


Die heute vorgestellten "Sandy Bridge"-Vierkern-Modelle wird es mit zwei unterschiedlichen Grafikeinheiten geben. Zum einen die HD 3000 mit 12 Execution Units (EUs) und zum andere die HD 2000 mit nur 6 EUs. Erstere gibt es dabei jedoch nur in den K-Modellen, die sich explizit an Übertakter richten und wohl vornehmlich zusammen mit dem P67-Chipsatz eingesetzt werden. Dieser unterstützt jedoch nicht die iGPU. Alles in allem also eine eher unverständliche Produktpolitik. Aber nicht nur hier muss Intel unserer Meinung nachbessern. Während der Tests zur Prozessorleistung lief eigentlich alles wie geschmiert, doch ab dem Zeitpunkt als wir uns mit der integrierten Grafikeinheit befasst haben, gab es ständig irgendwo ein Problem. Mal funktionierte jene Funktion nicht, mal eine andere, mal startete der Treiber nicht oder lies sich nicht installieren und ebenfalls häufig beobachtet haben wir Programmabstürze auf Grund fehlerhafter Grafiktreiber. Kurzum, in unseren Augen gibt es beim Grafiktreiber noch großen Nachholbedarf, aktuell machte er bei uns einen sehr unausgereiften Eindruck.


Bildqualität


Auch bei der Bildqualität missfielen uns die gesetzten Treibereinstellungen. So gibt es drei verschiedene Qualitätseinstellungen "Performance", "Balanced" und "Quality". Sowohl die erste als auch die letzte Einstellung ist dabei in unseren Augen absoluter Humbug, da sich die Bildqualität in beiden Fällen signifikant verschlechtert (Bildflimmern), ohne eine wirkliche Mehrperformance zu bieten. In der "Balanced"-Einstellung ist die Bildqualität ohne die Verwendung eines anisotropen Filters in etwa mit jener von AMDs Radeon HD 5450 vergleichbar, wenn man diese mit "AI on" verwendet. Der anisotrope Filter selbst ist hingegen nicht konkurrenzfähig, was vor allem der sehr starken Winkelabhängigkeit geschuldet ist.


Spieleperformance


Die Spieleperformance kann sich im Vergleich zur Vorgängergeneration in den Clarkdale-Prozessoren durchaus sehen lassen. So liefert eine HD 3000 mehr als die doppelte Leistung und selbst die kleinere HD 2000 kann sich vor die alte GMA HD schieben. Allerdings bietet die schnellste Intel-Lösung somit gerade einem die Performance einer ein Jahr alten Radeon HD 5450. Eine Radeon HD 5550 ist somit mehr als doppelt so schnell. Erschwerend kommt hinzu, dass trotz des Leistungssprungs die gezeigte Performance eben nur für die geringsten Qualitätseinstellungen in den meisten Spielen ausreicht. Wer sich erhofft hat, nun auf eine diskrete MidRange-Karte zu verzichten, wird somit enttäuscht.

Performance-Index
Alle Tests
AMD Radeon HD 5550
239
Intel GMA HD 3000
[1350 MHz, 8 MByte]
100
AMD Radeon HD 5450
100
Intel GMA HD 3000
[1100 MHz, 6 MByte]
88
AMD Radeon HD 4350
82
Intel GMA HD 2000
[1100 MHz, 6 MByte]
63
AMD 890GX
61
Intel GMA HD
[900 MHz]
50
Prozent
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Multimedia


Hat man die Treiberprobleme überwunden und eine Software gefunden, die mit dem installierten Grafiktreiber funktioniert, so zeigen die neuen Grafikeinheiten, dass sie sich in HTPCs richtig wohlfühlen könnten. Die Hardware-Beschleunigung beim Video-Decoding funktioniert und vor allem die Beschleunigung beim Video-Encoding bei Verwendung des H.264- oder MPEG2-Codecs weiß zu gefallen.



 

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