"Sandy Bridge"-iGPU trifft Grafikkarte - Lucids Virtu-Technologie im Test

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Alltagsbetrieb


Wie bereits auf der Seite zur Technik hinter Virtu angedeutet lief bei unseren Tests nicht alles ganz reibungslos, weshalb wir im Folgenden kurz über die Alltagserfahrungen mit Virtu berichten wollen. Beginnen wollen wir dabei mit den möglichen Einstellungen für Virtu.

Einstellungen für Virtu


Insgesamt betrachtet, lässt sich Virtu sehr einfach bedienen. Hat man einmal die Virtu-Software installiert, den gewünschten Grafikausgang ausgewählt und im BIOS die entsprechenden Einstellungen gesetzt, muss sich der Anwender um fast nichts mehr kümmern.

In der von uns getesteten Version bietet Virtu selbst nämlich nur eine Einstellungsoption, die die Leistung bzw. Bildqualität der Grafikbeschleuniger beeinflussen soll. Hier kann man zwischen Performance und Qualität wählen. Wie wir später noch sehen werden, macht es in Sachen Leistung jedoch keinen Unterschied, welche Einstellung gewählt wird und auch bei der Bildqualität konnte der Tester keine Differenzen feststellen. Damit kann der Anwender eigentlich getrost die Standard-Auswahl übernehmen.

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Virtu begnügt sich mit wenigen Optionen


i-Mode


Zunächst haben wir Virtu im i-Mode genutzt, d.h. die Grafikausgänge des integrierten Grafikbeschleunigers haben die Signale an den Monitor übermittelt. In diesem Betriebs-Modus funktioniert allerdings das Catalyst Control Center nicht mehr. Der Treiber wird dennoch problemlos geladen, so dass man "lediglich" auf die Treiberkonfiguration verzichten muss. Auch NVIDIAs Treiberoberfläche ereilt das gleiche Schicksal. Der Intel-Treiber samt Bedienoberfläche wird hingegen anstandslos gestartet.

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Treiber-Probleme mit Virtu


Sieht man von diesem Problem einmal ab, funktionierte der i-Mode in unserem Tests ohne weitere Schwierigkeiten. Im 2D-Betrieb wurde der in die "Sandy Bridge"-CPU integrierte Grafikbeschleuniger verwendet und beim Starten eines Spiels wurde automatisch die diskrete Grafikkarte hinzugezogen. Auch das Kodieren von Videos mit Hilfe von Intels QuickSync-Technologie funktionierte einwandfrei, selbst wenn parallel ein Spiel lief. Gleiches gilt für die Hardware-Beschleunigung von HD-Videos, die im i-Mode über die integrierte Grafikeinheit abgewickelt wurde.

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d-Mode


Im d-Mode verweigerte dann der Intel-Treiber den Start des Kontrollmenüs, wohingegen bei den beiden diskreten Beschleunigern keine Probleme mehr vorhanden waren. Erschwerend kommt hinzu, dass in diesem Betriebsmodus Intels QuickSync-Funktionen der integrierten Grafikeinheit nicht nutzbar waren, obwohl Lucid dies eigentlich vorsieht. Gleiches gilt im Übrigen für die Video-Dekodier-Funktionen (ClearVideo). Da es sich bei der von uns getesteten Version nur um eine Vorab-Demo handelt, bleibt zu hoffen, dass diese Probleme bis zur finalen Version ausgeräumt sind. Aktuell können wir daher jedoch nur vom d-Mode abraten.

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Im d-Mode ist Intels QuickSync nicht nutzbar