MSI R6950 Twin Frozr II OC - Cayman in neuem Gewand

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 13

Leistungsaufnahme: Blu-ray-Widergabe und Multi-Monitor-Betrieb



Leistungsaufnahme Blu-Ray – So misst HT4U.net Das Thema HD-Video-Wiedergabe wird offenbar von immer größerer Bedeutung. Natürlich Wirbt man – auf Seiten von AMD oder NVIDIA – immer wieder mit Multimedia-Eigenschaften, doch wie will man sie eigentlich prüfen?

Wir haben auf unserem Testsystem ein paar Tests bei der Wiedergabe von HD-Video-Material – hier Blu-ray-Discs – vorgenommen. Und auch dort gibt es aktuell Unterschiede. Weiterhin gibt es den Video-Codec H.264, es gibt die Variante VC1 und ein verschwindender Kandidat ist MPEG-2. Der größte Teil der Titel setzt aktuell auf H.264, ein geringerer Teil auf VC1.

Bild: AMD Radeon HD 5870 – Runde 2

Für die heutigen Tests setzten wir schlicht auf zwei Varianten: Die Hard 4 als H.264 und Batman – The Dark Knight als VC1-Umsetzung. Und in beiden Fällen kommt nun aktuell die Werbetrommel beider Hersteller zum Einsatz, denn beide stehen dafür, dass man diese High-Definition-Videos mit einem entsprechenden Software-Player über die Grafikkarte in voller Qualität und ruckelfrei (gegenüber der CPU – absolut korrekt) wiedergeben kann.

Wir haben darum PowerDVD 9 Ultra konsultiert, was uns die Versprechungen auch bestätigte. Wir fanden dabei lediglich geringfügige Abweichungen bei der Lastverteilung der Grafikkarten auf die GPU. Während die AMD-Modelle HD4000 und HD5000 sich bei VC1 und H.264 immer in einem Bereich der CPU-Auslastung von zwei Prozent bewegten, war dies dann bei NVIDIA etwas anders.

Zwar liegen die NVIDIA-Karten bei H.264 mit den ATI-Modellen auf einem Niveau hinsichtlich der CPU-Auslasung, dafür bewegte man sich bei VC-1 um ca. 6 bis 7 Prozent, was wir mittels Perfmon.exe von Windows Vista nachgestellt haben. Der Grund hierfür liegt darin, dass die aktuellen Mainstream und Enthusiasten-Modelle von NVIDIA lediglich über den Video-Prozessor 2 (VP2) verfügen, welcher noch nicht sämtliche Schritte des Decoding bei VC-1 übernehmen kann. Lediglich wenige Einsteiger-Modelle bei NVIDIA verfügen über den VP3, welcher dann auch eine volle VC-1 Beschleunigung mitbringt.


Leistungsaufnahme – Grafikkarte
Blu-ray Wiedergabe
AMD Radeon HD 6970
70,75
MSI R6950 Twin Frozr II OC
63,84
AMD ATI Radeon HD 4890
61,47
NVIDIA GeForce GTX 480
57,80
ASUS Radeon HD 6870 DirectCU
57,54
PowerColor PCS+ HD 6850
56,65
AMD Radeon HD 6950 (Muster 1)
55,31
AMD ATI Radeon HD 4870 1024 MB
54,88
PowerColor PCS+ HD 6870
54,83
MSI R6870
51,32
NVIDIA GeForce GTX 260 216
51,26
Sapphire Radeon HD 6850 Toxic
50,59
Sapphire Radeon HD 6870
48,40
AMD Radeon HD 6870
47,35
NVIDIA GeForce GTX 470
47,14
XFX Radeon HD 6850 Black Edition
46,13
Gainward GeForce GTX 570 GLH
46,10
Gigabyte Radeon HD 4850 1 GByte
45,91
Zotac GeForce GTX 480 AMP!-Edition
45,58
XFX Radeon HD 5830
44,98
ASUS EAH5830 DirectCU
44,56
AMD Radeon HD 6850 (Referenz)
44,08
AMD ATI Radeon HD 5870
44,05
Sapphire Radeon HD 5830
42,97
Sapphire Radeon HD 6850
42,88
AMD Radeon HD 6850 (Sapphire)
42,19
AMD ATI Radeon HD 5850
41,69
MSI R6850
41,47
MSI R5830 TwinFrozr II
39,94
NVIDIA GeForce GTX 580
38,21
Zotac GeForce GTX 465
36,77
NVIDIA GeForce GTX 465
34,74
AMD ATI Radeon HD 5770 (Rev. 1)
32,46
PowerColor PCS++ HD 5770
32,36
AMD ATI Radeon HD 5770 (Rev. 2)
31,03
NVIDIA GeForce GTX 570
30,38
XFX Radeon HD 5770 Single-Slot
30,36
MSI Radeon R5770 HAWX
29,72
PowerColor PCS+ HD 5770
29,50
ASUS EAH5750 Formula
28,30
Sapphire Radeon HD 5770 (Rev. 1)
27,74
Gainward GTX 460 GS 1024 MB
26,87
Gigabyte Radeon HD 5770 Silent Cell (Gehäuse)
26,84
XFX Radeon HD 5750 512 MB
26,20
HIS Radeon HD 5750 iCooler IV
26,00
Gigabyte GTX 460 OC 1024 MB
25,70
Zotac GeForce GTX 460
25,04
AMD ATI Radeon HD 5670
24,60
Sparkle GeForce GTX 460 OC 1024 MB
24,56
MSI N460GTX Cyclone 1024 MB OC
24,40
Zotac GeForce GTX 460 AMP! 1024 MB
24,35
PoV-TGT GTX 460 768 MB Ultra Charged
24,32
MSI N460GTX HAWK
24,02
AMD ATI Radeon HD 5750
23,30
Gigabyte GeForce GTS 450 OC
22,30
MSI N460GTX Cyclone 768 MB
21,04
NVIDIA GeForce GTS 450 (Referenz)
20,22
MSI N450GTS Cyclone OC
16,92
Watt


Die relativ hohen Werte unseres heutigen Testkandidaten rühren wohl durch die etwas höheren Spannungen, welche MSI in diesem Betriebszustand anlegt.

Multi-Monitor-Betrieb


Seit die beiden führenden Grafikkarten-Hersteller mittels Taktabsenkungen bei GPU und Speicher die Leistungsaufnahme ihrer Grafikboards im Idle-Modus deutlich senken können, kommt es leider zu einem Ärgernis sobald man bei diesen Desktop-Boards einen zweiten Monitor anschließt. Die Taktraten werden entweder nicht mehr so tief oder überhaupt nicht abgesenkt. In aller Regel läuft der Speicher dann mit vollem Takt und vernichtet im Leerlauf schlagartig die erhofften Einsparungen.

Als Grund dafür nannte uns AMD, dass es im Betrieb mit mehr als einem Monitor zum Bildflackern kommen kann, wenn man den Speichertakt von GDDR5 absenkt. Die teils zu beobachtenden höheren GPU-Taktungen bzw. -spannungen könnten dabei eine notwendige Zugabe für die Stabilität des Speichercontrollers sein.

Zwischenzeitlich gehört diese Messung zu unseren Standards bei Grafikkarten-Tests:

Leistungsaufnahme Grafikkarte Multi-Monitor-Betrieb
Multi-Monitor Idle
NVIDIA GeForce GTX 480
113,2
NVIDIA GeForce GTX 580
91,8
Zotac GeForce GTX 480 AMP!-Edition
90,6
NVIDIA GeForce GTX 470
86,0
Gainward GeForce GTX 570 GLH
85,5
NVIDIA GeForce GTX295
80,9
NVIDIA GeForce GTX 465
75,7
Zotac GeForce GTX 465
72,9
NVIDIA GeForce GTX 570
69,7
AMD Radeon HD 6970
65,8
MSI R6950 Twin Frozr II OC
59,1
AMD Radeon HD 4890
57,7
NVIDIA GeForce GTX 275 Gainward
56,4
PowerColor PCS+ HD5870
55,0
Gainward GTX 460 GS 1024 MB
54,9
AMD Radeon HD 4870
54,1
ASUS Radeon HD 6870 DirectCU
52,2
AMD ATI Radeon HD 5870
52,1
PowerColor PCS+ HD 6850
51,4
PowerColor PCS+ HD 6870
49,7
ASUS EAH5830 DirectCU
49,2
Gigabyte GTX 460 OC 1024 MB
47,4
Zotac GeForce GTX 460 AMP! 1024 MB
47,4
XFX Radeon HD 5830
47,3
MSI R6870
47,1
Sparkle GeForce GTX 460 OC 1024 MB
47,0
Sapphire Radeon HD 5830
46,9
Sapphire Radeon HD5870 Vapor-X
46,8
Zotac GeForce GTX 460
46,8
Sapphire Radeon HD 6850 Toxic
46,7
XFX Radeon HD 6850 Black Edition
46,1
Sapphire Radeon HD 6870
46,1
MSI N460GTX Cyclone 1024 MB OC
45,7
NVIDIA GeForce GTX 260 216
44,9
PoV-TGT GTX 460 768 MB Ultra Charged
44,6
AMD Radeon HD 6950
44,2
AMD ATI Radeon HD 5970
43,9
AMD ATI Radeon HD 5770 Rev. 1
43,7
MSI R5830 TwinFrozr II
43,3
AMD Radeon HD 6870
43,2
AMD ATI Radeon HD 5850
41,8
MSI R6850
41,2
AMD Radeon HD 6850 (Referenz)
39,9
Sapphire Radeon HD 6850
39,7
MSI N460GTX Cyclone 768 MB
39,1
AMD Radeon HD 6850 (Sapphire)
38,3
Gigabyte Radeon HD 4850 1 GByte
36,5
AMD ATI Radeon HD 5770 Rev. 2
35,7
Gigabyte GeForce GTS 450 OC
35,1
Gigabyte Radeon HD 5770 Silent Cell
33,4
XFX Radeon HD 5770 Single-Slot
32,7
PowerColor PCS++ HD 5770
32,4
PowerColor PCS+ HD 5770
32,2
MSI N450GTS Cyclone OC
30,5
NVIDIA GeForce GTS 450 (Referenz)
30,1
ASUS EAH5750 Formula
29,6
MSI Radeon R5770 Hawk
28,3
AMD ATI Radeon HD 5750
27,4
HIS Radeon HD 5750 iCooler IV
26,9
Sapphire Radeon HD 5770 (Rev. 1)
26,1
AMD ATI Radeon HD 5670
24,6
Watt


Wir bitten die nachstehenden Informationen zu den Besonderheiten im Multi-Monitor-Betrieb bei NVIDIA zu beachten. Die vorgezeigten Resultate zeigen jeweils die Power-States für Multi-Monitor-Betrieb unter Verwendung unterschiedlicher Monitore / Auflösungen bzw. Monitoren mit unterschiedlichen Timings. Leider mussten wir bei der GTX 570 und 580 feststellen, dass bei diesem Mehr-Bildschirm-Betrieb nun gar keine Taktratenabsenkung von GPU- und Shader-Takt erfolgt. Da dies aber beispielsweise bei GTX- oder GTS-400-Modellen eigentlich üblich ist, gingen wir bislang von einem unbeabsichtigten Fehler in der Firmware aus. Wir haben NVIDIA nun erneut auf diesen Umstand angesprochen, deuten die nunmehr über Wochen ausgebliebene Antwort aber als Bestätigung, dass das Taktverhalten doch so gewünscht ist.

Festzuhalten bei dieser Messung bleibt, dass NVIDIA in diesem Falle (Betrieb mit zwei unterschiedlichen Monitoren / Auflösungen bzw. Timings) gegenüber AMD aktuell weiterhin schlechter agiert. Den Sieg nach Hause tragen kann NVIDIA dann, wenn Monitore wie nachfolgend beschrieben im Betrieb sind.

Besonderheiten im Multi-Monitor-Betrieb bei NVIDIA


NVIDIA klärte uns schon zum Artikel der GeForce GTX 580 dahin gehend auf, dass man beim Betrieb mehrerer Monitore zwei unterschiedliche Power-States zur Verfügung halte. Einmal gäbe es den Multi-Monitor-Power-State – das ist jenes, was wir unter Spannungen und Taktraten aufzeigen und einmal gibt es Konstellationen, in welchen der reguläre IDLE-Power-State greift.

Nachfolgende Tabelle soll darüber Aufschluss geben:

GPU Konfiguration 1 Bildschirm 2 Bildschirme (gleiche Auflösung und Timings) 2 Bildschirme (unterschiedliche Auflösung / Timings)
1 GPU Idle-Power-State Idle-Power-State Multi-Monitor Power-State
2 GPUs und mehr als 1 Bildschirm pro GPU Idle-Power-State Idle-Power-State Multi-Monitor Power-State
2 GPUs und nicht mehr als 1 Bildschirm pro GPU Idle-Power-State Idle-Power-State Idle-Power-State



Übersetzt heißt dies für Anwender, welche mit zwei Monitoren arbeiten, dass im Falle von zwei Geräten, welche mit gleicher Auflösung betrieben werden und zudem die gleichen Timings verwenden, eine solche GTX-500-GPU (aber auch GTX 460) in den typischen Idle-State wechseln. Trifft dies nicht zu, greift der Multi-Monitoring Power-State, was sich dann so auswirkt, wie in unserer vorstehenden Messung zur Leistungsaufnahme.

Man sollte aber bitte nicht unterstellen, dass zwei 22-Zoll-Monitore oder eben Bildschirme, welche mit der gleiche Auflösung betrieben werden, ebenfalls über die gleichen internen Timings verfügen. Wir hatten hier bereits zum Launch der GTX 580 entsprechende Tests angestellt. Doch immerhin haben wir es hier mit einem weiteren Feature zu tun, welches AMD aktuell nicht zu bieten hat.

Wir haben diesbezüglich mit AMD Rücksprache gehalten, doch der Hersteller verneinte solche Funktionen. Die höheren Taktraten würden aktiv, sobald ein zweiter Monitor angeschlossen wird. Beim Mehr-Schirm-Betrieb könne es selbst mit zwei identischen Monitoren zu dem Problem kommen, dass diese nicht mit exakt gleichen Timings arbeiten. Eine Taktratenabsenkung im Zusammenspiel mit solchem Monitor-Verhalten würde dazu führen, dass die dann angeforderten Taktwechsel zu einem Flimmern auf den Monitoren führen können.

AMD scheint hier damit zufrieden, dass man sich eben bei der Leistungsaufnahme in diesem Betriebszustand bei unterschiedlichen Monitoren besser zeigt als der Mitbewerber.