Test: 53 Grafikkarten im Benchmark-Vergleich

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 25

Fazit



Insgesamt können sich die AMD Radeon HD 6990 und die NVIDIA GeForce GTX 590 mit gutem Abstand an der Spitze behaupten. Beide Grafikkarten unterscheiden sich durchschnittlich gerade einmal um 2 Prozentpunkte in der Performance. Berücksichtigt man nur die bestmöglichen Grafikeinstellungen, sind beide Modelle noch immer gleich auf. Lediglich der Abstand zum Mittelfeld verringert sich, wenn alle Filter deaktiviert werden.

Das besagte Mittelfeld liegt auch so in der Gesamtbetrachtung recht nah beieinander, sodass hier klare Empfehlungen eher vom persönlichen Geschmack des Käufers abhängen. Gleichzeitig erhält das Zubehör der Grafikkarten eine höhere Bedeutung, weil es als Unterscheidungsmerkmal mehr Gewicht bekommt.

Bild: Test: 53 Grafikkarten im Benchmark-Vergleich

Erstmals präsentieren wir Ergebnisse von GPU-Berechnungen, die ein überraschendes Bild aufwerfen. So liegt hier AMD mit vielen Grafikkarten teilweise mit bis zu dreifacher Performance vor NVIDIA. Die GeForce GTX 590 erreicht nur ein Drittel der Leistung einer Radeon HD 6990. Wer hier auf hohe Performance schielt, sollte also aufgrund des frühen Entwicklungsstandes genau hinsehen, welche Applikationen von welchem Hersteller unterstützt werden.



Betrachtet man die derzeit im drei Preisvergleich beliebtesten Grafikkarten, zeichnet sich folgendes Bild: Die AMD Radeon HD 6870 zum Preis ab 140 Euro haben wir als Vergleichsbasis gewählt. Sie liegt im Performance-Vergleich oberen Mittelfeld, erreicht jedoch im Vergleich zur Spitze Radeon HD 6990 nur die halbe Leistung. Für diesen Schub müsste man aber auch den dreifachen Preis bezahlen.

Die NVIDIA GeForce GTX 480 erreicht 20 Prozent mehr Performance, für einen Preis von rund 240 Euro. Damit muss man für die Mehrleistung schon tief in die Tasche greifen. Die NVIDIA GeForce GTX 560 TI kostet in der beliebten OC-Version fast 190 Euro und ist damit ebenfalls recht teuer im Vergleich zur Extra-Leistung.

Letztendlich lässt sich festhalten, dass sich der Spieler Extra-Performance stets teuer erkaufen muss. Wer auf ein paar Prozent auch verzichten kann, findet hingegen auch zu niedrigeren Preisen attraktive Angebote und ist damit für viele aktuellen Spiele gerüstet.

[pg], 15.07.2011