AMD Radeon HD 7950 Boost-Edition

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Temperaturverhalten



Im Idle-Betrieb hat sich praktisch nichts geändert. Beide BIOS-Versionen liegen mehr oder minder auf einem Niveau und agieren mit zirka 40°C. Auch die Lüfterdrehzahl hat sich dabei kaum geändert.

Unter 3D-Spiele-Last steigt die Temperatur dann aber auf 84 °C an und liegt trotz höherer Lüfterdrehzhal (2730 rpm) gute 8 °C über der regulären HD 7950. Wie zu erwarten, fordern die hohen GPU-Spannungen hier bereits ihren Tribut. Unter Verwendung von Furmark steigen die Drehzahlen dann auf 3070 rpm an und halten die GPU bei 86°C – ein Plus von 3 °C bei diesem Worst-Case-Szenario.

Geräuschkulisse



In Anbetracht der Tatsache, dass wir es hier mit einem betagten Review-Sample zu tun haben und zwischenzeitlich meist eigene Kühllösungen auf den Partnerkarten zum Einsatz kommen, haben wir davon abgesehen spezielle Messungen anzustellen.

Grundsätzlich darf man die HD 7950 mit Referenzkühler im Idle-Betrieb als angenehm bezeichnen (zirka 15 dB(A)). Doch schon unter Spiele-Last (Hawx) führt die neue BIOS-Version dazu, dass der Lüfter schneller dreht, als die reguläre Variante unter Furmark. Mit knapp unter 40 dB(A) hat man es hier mit einem Radaubruder zu tun, was dann lediglich noch einmal durch Furmark-Last überboten werden kann.

Zappelnder Boost und Power-Tune-Limit



Über diverse Einheiten überwacht AMD die Auslastung der Grafikkarte, vorrangig der GPU und bei Überschreiten von typischem Verhalten wirkt der Schutzmechanismus dagegen. Bei typischen 3D-Anwendungen sollten dabei vorrangig nur Spitzen-Peaks gedrosselt werden – in der Praxis sollte sich mehr oder minder kaum eine Auswirkung bei Spielen zeigen. Dies zumindest unsere bisherigen Erfahrungen zu dieser Technik.

Von Power Tune mit Boost-Technik sprach AMD dann erstmals bei der HD 7970 GHz Edition. Doch die Technik bleibt prinzipiell die gleiche. AMD legt einen maximalen GPU-Takt an. Werden Parameter wie Auslastung der GPU, Temperaturen u.ä. überschritten, wird der Takt gedrosselt.

Und wir staunten nicht schlecht, als wir uns das "Boost-Verhalten" dann in der Praxis sahen.

Bild: AMD Radeon HD 7950 Boost-Edition
Bild: AMD Radeon HD 7950 Boost-Edition
Hawx – Power Tune: Default Hawx – Power Tune: +20
Bild: AMD Radeon HD 7950 Boost-Edition
Bild: AMD Radeon HD 7950 Boost-Edition
Furmark – PowerTune: Default Furmark – Power Tune: +20


AMD sprach von einem GPU-Takt von 850 MHz, welcher im besten Falle bis auf 925 MHz hochtakten soll. Doch im Auslieferungszustand (Power Tune: Default) erkennen wir bereits unter Spiele-Last mittels Tom Clancy's Hawx, dass nach einer Weile nicht einmal mehr die 850 MHz GPU-Takt gehalten werden. Bis auf 810 MHz taktet die Karte herunter, unter Furmark drosselt man gar hinab auf 500 bis 600 MHz.

Erst das manuelle Hochsetzen des Power-Tune-Limit im Treiber auf die +20-Option schaffte dann Abhilfe. In diesem Fall lagen unter Spielen dann auch fast immer 925 MHz GPU-Takt an und selbst Furmark konnte sich für eine Weile mit diesen Taktraten anfreunden.

Einen weiteren Eingriff, welchen AMD mittels des BIOS vorgenommen hat: man hat das Power-Tune-Limit im Werkszustand von 167 Watt auf rund 180 Watt erhöht. Doch wie unsere Screenshots und Messungen zeigen, ist dies bei unserem Muster noch immer nicht genug. Furmark und Hawx erreichen beide bereits diese Leistungsaufnahme und damit verpufft der höhere Takt meist im Nichts.

Wie erwähnt, schafft das manuelle Hochdrehen des Schiebreglers im Treiber Abhilfe, die Leistungsaufnahme steigt dann allerdings enorm auf rund 226 Watt unter Spiele-Last und 266 Watt unter simulierter Furmark-Volllast.