BitFenix Shinobi XL im Gehäuse Test

Gehäuse & Kühlung | HT4U.net | Seite 4

Interieur & Lüftungskonzept


Auch das Innenleben des Shinobi XL ist komplett schwarz lackiert, wobei es sich höchstwahrscheinlich um eine gut gelungene Spritzlackierung handelt. Der Lack ist gleichmäßig aufgetragen und weißt überall einen ordentlichen Deckungsgrad auf. Raue Stellen oder gar ein Durchschimmern des darunterliegenden Blechs konnten wir nicht feststellen. Auf farbige Eyecatcher verzichtet BitFenix gänzlich und führt das schlichtelegante Design des Äußeren auch im Inneren konsequent weiter.

Der Mainboardtray verfügt neben einer großzügigen Aussparung zur CPU-Kühlermontage auch rund um den Mainboardbereich angeordnete Kabeldurchführungen welche mit Gummilaschen ausgestattet sind. Die Erweiterungskartenslots sind mit wiederverwendbaren Gitterblechen verkleidet, welche nicht zuerst aufwendig herausgebrochen werden müssen. Zur Fixierung von Karten kommen klassisch Daumenschrauben zum Einsatz. In der Vergangenheit haben wir die Erfahrung gemacht, das manche Schnellverschlüsse in diesem Bereich wenig zielführend waren da oftmals die Arretierung länger gedauert hat als das Einschrauben einer Schraube und/oder die Karten nicht fest genug arretierten – vor einem LAN-Party-Einsatz sollte in diesem Fall die Karte separat gesichert werden. Eine simple Daumenschraube ist da die deutlich unkompliziertere Lösung.

Bild: BitFenix Shinobi XL im Gehäuse Test
Bild: BitFenix Shinobi XL im Gehäuse Test
Bild: BitFenix Shinobi XL im Gehäuse Test
Blick auf Slotblenden Innenraum Blick auf den Festplattenkäfig


Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der Laufwerks- und Festplattenkäfig, wobei der Festplattenkäfig komplett herausgenommen oder aber gedreht werden kann, um Festplatten längs einsetzen zu können. Bei herausgenommenem Festplattenkäfig Grafikkarten mit einer Länge von bis zu 487 mm eingebaut werden können. Es wir kaum einen Fall geben, bei dem dieses Platzangebot nicht ausreicht. Der Käfig selber kann bis zu sieben 3,5-Zoll- bzw. 2,5-Zoll-Festplatten aufnehmen. Eine weitere 2,5-Zoll bzw. 3,5-Zoll-Festplatte kann mittels des mitgelieferten Adapters in den darüberliegenden Käfig für 5,25-Zoll-Laufwerke eingebaut werden. Dieser wiederum nimmt maximal fünf 5,25-Zoll-Laufwerke auf und führt diese an die Frontblende – einen externen 3,5-Zoll-Schacht für beispielsweise Cardreader oder eine Lüftersteuerung gibt es nicht.

Die Festplatten werden mittels eines 230-mm-Lüfters in der Front gekühlt welcher BitFenix' Spectre-Serie entstammt und mit rund 900 UPM arbeitet. BitFenix gibt für den Lüfter einen Geräuschpegel von unter 20 dB an. Der Luftfilter für diesen Lüfter kann erreicht werden, indem die Front mit einem beherzten Ruck demontiert wird. Das Luftfiltermaterial erscheint allerdings wenig hochwertig, und auch der Wechsel hätte deutlich eleganter gelöst werden können. In dieser Preisklasse kann man als Käufer mehr erwarten.

Bild: BitFenix Shinobi XL im Gehäuse Test
Bild: BitFenix Shinobi XL im Gehäuse Test
Lüfter im Deckel Lüfter in der Front


Ein weiterer 230-mm-Lüfter befindet sich im Deckel und befördert die erwärmte Luft innerhalb des Gehäuses nach Außen. Der Lüfter ist identisch mit dem in der Front und weist somit die selben Leistungsmerkmale auf. Auch im Heck befindet sich ein Lüfter, jedoch mit 120 mm ungleich kleiner – im direkten Vergleich zu den 230-mm-Lüfter wirkt dieser geradezu winzig. Auch dieser Lüfter entspringt der Spectre-Linie und dreht laut Datenblatt mit zirka 1000 UPM bei ebenfalls unter 20 dB.