BitFenix Shinobi XL im Gehäuse Test

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Montage



Handbuch


Viele Hersteller geizen zum Ärger der Käufer allzu häufig bei den Handbüchern ihrer Produkte. Dabei haben wir in der Vergangenheit solches Verhalten nicht nur bei Low-Budget-Gehäusen angetroffen, sondern auch bei Gehäusen aus der hochpreisigen Regionen. Auch die deutsche Rechtsprechung verlangt zu jedem Produkt eine deutschsprachige, verständliche Montageanleitung. Die sog. "Ikea-Klausel" zwingt Hersteller dazu, eine für den Laien verständliche Montageanleitung seinem Produkt beizulegen, um das Produkt gefahrlos in Betrieb nehmen zu können. Tut er das nicht, so handelt es sich faktisch um einen Sachmangel und das Produkt kann vom Kunden zurückgegeben werden.

BitFenix legt dem Shinobi XL ein in Graustufen gedruckten "Quick Installation Guide" bei, in dem der Lieferumfang inklusive der gelieferten Schrauben und deren Einsatzort beschrieben steht. Die einzelnen Montageschritte sind bebildert und mit englischem Text verständlich beschrieben. Allerdings fehlt eine Beschreibung zum Einbau der Mainboards und des Netzteils, den wohl wichtigsten Montageschritten. Ansonsten gibt es in dieser Hinsicht nichts zu bemängeln.

Netzteil


Unser Standardprozedere beim Einbau beginnt mit dem Netzteil. Dieses wird wie gewohnt auf den Montageplatz, am Boden des Gehäuses gelegt und von hinten verschraubt. Der Montageplatz ist dabei mit vier soliden Gummifüßen ausgestattet und entkoppelt damit effektiv das Netzteil vom Gehäuse.

Bild: BitFenix Shinobi XL im Gehäuse Test
Bild: BitFenix Shinobi XL im Gehäuse Test
Montageplatz für das Netzteil Eingebautes Netzteil


Die Bohrungen an der Rückseite des Gehäuses passen gut mit den Gewinden des Netzteils überein und das Einschrauben der mitgelieferten Schrauben verläuft aufgrund der sauber geschnittenen Gewinde problemlos.

System und Erweiterungskarten


Nach dem Einbau des Netzteils folgt die Montage des übrigens Systems. Für die Mainboardmontage müssen zunächst Abstandshalter in die entsprechenden Bohrungen des Mainboardstrays eingeschraubt werden. Jede Bohrung ist mit einem oder mehreren Buchstaben gekennzeichnet und eine ebenfalls eingestanzte Tabelle verrät die Bedeutung der einzelnen Buchstaben. So müssen beispielsweise zur Montage eines ATX-Mainboards die Borhungen mit der Kennzeichnung "A" mit Abstandshaltern versehen werden. Ein Blick auf das Mainboard ist dennoch Pflicht, da manche Mainboards von den Standards abweichen und weniger oder mehr Abstandshalter benötigen. Mittels der mitgelieferten Einschraubhilfe verläuft das Einschrauben der Abstandshalter, trotz lackierter Innengewinde im Mainboardtray, auch problemlos.

Bild: BitFenix Shinobi XL im Gehäuse Test
Bild: BitFenix Shinobi XL im Gehäuse Test
Eingebautes System Fertig verkabeltes System


Anschließend muss das Mainboard ausgerichtet und mit der Montageplatte verschraubt werden, wobei ein Blick ins Handbuch die richtige Wahl der Schrauben verrät. Daraufhin folgt der Einbau der Erweiterungskarten, in unserem Fall einer passiven HD Radeon 5750. Dazu müssen die entsprechenden Erweiterungskartenslots von ihren Blenden befreit, die Karte eingesetzt und mit den vormontierten Daumenschrauben fixiert werden. Die Fixierung mittels Daumenschrauben ist einfach aber effektiv – einen LAN-Party-Gang dürften Erweiterungskarten unbeschadet überleben.