BitFenix Shinobi XL im Gehäuse Test

Gehäuse & Kühlung | HT4U.net | Seite 7

Festplatten und optische Laufwerke


Nach erfolgtem Systemeinbau bleiben der Einbau der Laufwerke und die Verkabelung übrig. Der Einbau von Festplatten gestaltet sich prinzipiell recht simpel: der gewünschte Einschub wird aus dem Käfig herausgenommen, die Festplatte hineingelegt und mittels leichtem Biegen werden die entkoppelten Metallstifte in die Montagebohrung der Festplatten geführt. Hierzu muss der Kunststoff allerdings deutlich flexibler sein, als von anderen Lösungen gewohnt – hier liegt dann aber auch die Crux der von BitFenix präsentierten Lösung. Denn während 3,5-Zoll-Festplatten auf diese Art montiert werden und im eingeschobenen Zustand einen sicheren Halt haben, werden 2,5-Zoll-Laufwerke mittels Schrauben mittig auf den Einschub geschraubt. Durch den flexiblen Kunststoff bieten die äußeren Flanken dann nicht mehr genügend Halt um die Festplatte vor dem herausrutschen aus dem Käfig zu bewahren. Ein sanfter Druck bei der Verkabelung reichte aus, um den Einschub aus der Führung springen zu lassen. Unser Ansprechpartner bei BitFenix hat von unserer Seite entsprechendes Feedback dankend angenommen und dieses an die zuständigen Abteilungen weitergeleitet – ob Verbesserung in dieser Hinsicht bereits in der Produktion des Shinobi XL umgesetzt werden, oder aber erst zukünftige Produkte davon profitieren werden, ist derzeit nicht absehbar.

Bild: BitFenix Shinobi XL im Gehäuse Test
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Rahmen und Festplatten Montierte Festplatten Eingebaute Festplatten


Optische Laufwerke werden ebenfalls weitestgehend unkompliziert in das Gehäuse eingebaut. Dazu muss zunächst die entsprechende Frontblende entfernt und die Druckknopf der beidseitig angebrachten Fixiermechanismen in die Mittelstellung gebracht werden. Anschließend kann das Laufwerk eingeschoben werden und mit dem Verschieben des Druckknopf nach links oder rechts fixiert werden. Dank der beidseitigen Fixierung ist die Gefahr eines Verrutschens des Laufwerks beim Transport minimal.

Bild: BitFenix Shinobi XL im Gehäuse Test
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Montageplatz für optische Laufwerke Eingebautes DVD-Laufwerk Verschlussmechanismus


Verkabelung und Kabelmanagement


Beim Kabelmanagement trennt sich oftmals die Spreu vom Weizen. Die an sich simplen Öffnungen in der Montageplatte des Mainboards werden schnell zu einer Wissenschaft für sich. Eine optimale Anzahl von Öffnungen, die richtige Größe und die perfekte Positionierung dieser ist schwieriger als gedacht. Bisher haben wir nur beim Thermaltake Overseer RX-I eine in allen Belangen gelungene Umsetzung bestaunen dürfen.

Bild: BitFenix Shinobi XL im Gehäuse Test


Das BitFenix Shinobi XL kann in diesem Punkt mit dem genannten Thermaltake-Gehäuse nicht ganz mithalten. Zwar ist an der Position und der Größe der Öffnungen nur wenig auszusetzen, doch erscheint das Gesamtpaket weniger rund. Die Gummilaschen fallen beim Durchführen der Kabel aus den Öffnungen und müssen anschließend wieder "reingefummelt" werden. Die Positionen der Kabelbindernasen sind teilweise unglücklich gewählt und durch die nur einmalig verwendbaren Kabelbinder bleibt hier nicht viel Spielraum zum probieren. Nicht zuletzt trübt das fehlende Verlängerungskabel für den zusätzlichen 12-V-Anschluss des Mainboards den Gesamteindruck bei dieser Disziplin. Ein Problem, das man sich durch die Montage des Netzteils am Boden einfängt, ist das oftmals zu kurze Kabel für den zusätzlichen vier-poligen 12-V-Anschluss am Mainboard. Zwar war es uns gerade noch möglich, das Kabel hinter die Montageplatte zu führen und oben wieder anzustecken, doch ist diese Feststellung nur für das von uns eingesetzte beQuiet!-Netzteil gültig. Bei der Fülle an im Markt erhältlichen Netzteilen leiden sicherlich nicht wenige Anwender unter diesem Problem. Nach Rücksprache mit BitFenix verwies man auf ein seperat erhältliches Verlängerungskabel.

Zur Montage lässt sich zusammenfassend sagen, dass BitFenix mit dem Shinobi XL grundsolide Montagemöglichkeiten bietet, das Rad allerdings auch nicht neu erfindet. Die Qualität der Konstruktion ist durchweg als "Gut" zu bezeichnen, was sicherlich auch dem Einsatz robuster Bleche geschuldet ist – unsere Messungen ergaben hier Blechstärken zwischen 0,9 und 1,15 mm inklusive Lackierung. Alle Kanten und Ecken sind sauber entgratet bzw. umgefalzt und lackiert. Die Lackierung ist auf einem hohen Niveau – abplatzenden Lack, Kratzer oder ähnliches konnten wir nicht feststellen.