BitFenix Shinobi XL im Gehäuse Test

Gehäuse & Kühlung | HT4U.net | Seite 8

Kompatibilität und Praxiseinsatz


Um die Kompatibilität unserer Testmuster mit anderer, ausladender Hardware zu prüfen, verwenden wir einige CPU-Kühler sowie eine GeForce-GTX-280-Grafikkarte mit einer Länge von 27 cm. Die aktuell längste Grafikkarte im Markt dürfte die AMD Radeon HD 6990 mit einer Länge von zirka 30,7 cm sein. Damit ist diese Karte noch einmal knapp 4 cm länger als unserer Testproband.

Grafikkarten


Wie man bereits den Eckdaten entnehmen kann, muss man sich als Interessent bei der Grafikkartenlänge nur wenige Sorgen machen. Zwischen der von uns eingesetzten GeForce GTX 280 und dem Festplattenkäfig konnten noch rund 65 mm Platz ermittelt werden. Selbst wenn eine deutlich längere Karte zum Einsatz kommen sollte, bleibt dem Benutzer die Möglichkeit den Festplattenkäfig zu entfernen.

Bild: BitFenix Shinobi XL im Gehäuse Test
Bild: BitFenix Shinobi XL im Gehäuse Test
Eingebaute Geforce GTX 280 Messung des Abstands Grafikkarte – Gehäusefront



CPU-Kühlung


Auch bei dem Thema CPU-Kühler muss man sich als Interessent nicht allzu viele Gedanken machen. Unser Scythe Grand Karma Cross konnte bequem auch am eingebauten Mainboard montiert werden und hatte in allen Richtungen genügend Platz. Auch die maximale Kühlerhöhe von 181,1 mm dürften nur die seltensten Kühlkonstrukte überschreiten.

Bild: BitFenix Shinobi XL im Gehäuse Test


Optische Besonderheiten im Betrieb


Da das Shinobi XL auf schlichte Eleganz setzt, hält man sich mit leuchtenden Lüftern oder anderen Gimmicks zurück. Entsprechend gibt es den bisherigen Impressionen in diesem Punkt nichts hinzuzufügen.

Lautstärke


Den objektiven Eindruck der Geräuschkulisse eines gesamten Gehäuses in Zahlen wiederzugeben stellt sich nicht ganz einfach dar. Je nach dem wo die Lüfter positioniert sind, kann sich eine mehr oder minder starke Lautstärke einstellen. Zusätzlich spielt in der Praxis die Position eines Gehäuses eine entscheidende Rolle. Wird ein Midi-Tower auf einem Schreibtisch gestellt, ist das Geräuschempfinden in Abhängigkeit zu den verbauten Lüftern wieder ein ganz anderes, als wenn es beispielsweise unter einem Schreibtisch steht und damit alleine schon Arbeitsplatte und Distanz dämpfend wirken.

Ein weiterer, wesentlicher Punkt kann sich in der Praxis gegenüber Messungen des Schalldrucks bemerkbar machen: In vielen Fällen sind Gehäuse meist mit ihrer Rückseite nah vor einer Wand positioniert. Und in aller Regel finden sich auf der Rückseite der Netzteillüfter und vielleicht sogar zusätzliche Gehäuselüfter, welche die Luft nach außen transportieren. Durch das Auftreffen des Schalls auf der Wand, kann sich die Geräuschkulisse gegenüber einer freistehenden Messung noch einmal deutlich verändern – auch wieder in Abhängigkeit der zum Einsatz kommenden Lüfter und deren Drehzahlen.

Um solche Probanden annähernd Praxisnah zu vermessen, müsste man eigentlich mit mehreren Mikrofonen – positioniert rund um das Gehäuse – Messungen vornehmen. Einen solchen Messaufbau nimmt beispielsweise die c't in einem konzipierten, schalltoten Raum vor. Da uns diese Methode nicht möglich ist, werden wir nachfolgend drei verschiedene Messungen aufzeigen.

Bild: Sharkoon Vaya: 25-Euro-Gehäuse zum glücklich werden?


Wir ermitteln die Geräuschkulisse auf der Front, der linken Gehäuseseite und der Gehäuserückseite. Dabei verwenden wir das kalibrierte, digitale Messgerät Greisinger AZ-8922. Die Messungen erfolgen dabei nicht im simulierten schalltoten Raum und sind damit nicht direkt vergleichbar mit unseren Messwerten der DAAS-USB-Anlage. Die Werte in den folgenden Tabellen stellen natürlich normierte Angaben dar, d. h. in Bezug auf 1 Meter Abstand zum Testkandidaten. Sie sind allerdings, bedingt durch die Abweichungen zur Norm (Freifeldmessung) lediglich als HT4U-Geräuschkennzahl zu verstehen.

normierter Geräuschpegel in dB(A)
Seitenwand
Gehäusefront
Rückseite
Lüfter auf 12V
13,8
17,9
18,2
db(A)


Bezüglich des Geräuschpegels gibt sich das Shinobi XL keine Blöße. Zwar ist subjektiv durchaus ein Rauschen der Lüfter vernehmbar, doch dürften sich daran nur Silent-Freaks echauffieren. Die Geräuschkulisse wird mitnichten von unangenehmen hochfrequenten Geräuschen oder Vibrationen gestört. Unsere Messwerte spiegeln diese subjektive Wahrnehmung auch wieder und BitFenix hält damit seine eigenen Lüfterspezifikationen ein das Gehäuse agiert durchgehend in einem Pegelbereich von unter 20 dB. Richtig leise wird es aber erst in einem Bereich bis maximal 15 dB.