Budget-Grafikkarten-Benchmarkvergleich: GT 640 - GTX 650 - HD 7750 DDR3

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 30

Fazit



Natürlich lag unser heutiges Augenmerk vorrangig auf den Benchmarkresultaten und es war uns wichtig, zum jetzigen Zeitpunkt diese vorweg zu schicken. Es ist uns selbstverständlich klar, dass Grafikkarten im Allgemeinen nicht nur von ihrer Performance leben sondern auch Dinge wie Leistungsaufnahme oder Lautstärke wichtig sind. Darauf werden wir noch einmal detailliert in den Produkttests eingehen. Zum jetzt gestarteten Marketing-Event – heimlich und leise – wollen wir vorrangig die Käufer im Preissegment bis 100 Euro sensibilisieren: man sollte sich nicht von Verpackungsaufdrucken leiten lassen.

Natürlich ist ein Hauptspeicher von zwei Gigabyte besser als jener mit ein Gigabyte. Setzt man dabei aber auf langsamen DDR3-Speicher, sind auch 2 GByte gegenüber 1 GByte bei weitem nicht mehr im Vorteil.

AMD Radeon HD 7750 DDR3

Bleiben wir bei dem jüngsten Spross im Markt. AMD schickt diese Produkt ohne große Ankündigung ins Rennen und baut darauf, dass bisherige Pressestimmen zu dem Produkt, den Absatz ankurbelt. Dabei liegt man in der Performance fast 50 Prozent hinter einer HD 7750 mit "lediglich" 1 GByte GDDR5-Speicher. Das tut schon weh. Aber das Marketing braucht jetzt offenbar einen frischen Kontrahenten gegen die NVIDIA GeForce GT 640 – auch mit langsamen 2 GByte DDR3-Speicher bestückt.

Bild: Budget-Grafikkarten-Benchmarkvergleich: GT 640 – GTX 650 – HD 7750 DDR3

Das wird auch deutlich, wenn wir uns den 3D-Perfornamne-Index unter 1680 x 1050 betrachten. Man lieferte eben den passenden Kontrahenten zur GT 640 nach und plötzlich erhält man ein neues Produkt, dass sich selbst einer älteren Radeon HD 6670 mit GDDR5-Speicher knapp geschlagen geben muss.

NVIDIA GeForce GT 640

NVIDIAs GT 640 hatte bislang keine wirklichen Vergleiche für sich gewinnen können und offenbar doch gepunktet. Geschuldet dem DDR3-Einsatz bewegt man sich sehr deutlich hinter einer GTS 450 und hat darüber hinaus kaum einen wirklichen Kontrahenten bei 28-nm-Produkten. Den hat AMD nun geboren.

Darunter befanden sich bislang AMD HD 6670-Karten mit gleichem Speichertyp, aber eben weit abgeschlagen, wie auch die umbenannte GeForce GT 630.

NVIDIA GeForce GTX 650

Das erste NVIDIA 100-Euro-Produkt (GTX 650) zeigt sich über der Leistung einer bisherigen HD 7750 mit GDDR5-Speicher und auf Augenhöhe mit der AMD-Version mit 900 MHz GPU-Speichertakt. Letzteres Produkt ist meist selten im Markt anzutreffen – auch nur ein Marketingschachzug, der überwiegend auf OC-Produkte der Partner abzielt.

Von einer HD 7770 der AMD-Radeon-Serie zeigt man sich noch ein gutes Stück entfernt. Das soll dann vermutlich die kommende GTX 650 Ti lösen, welche dann aber wieder über dem 100-Euro-Rahmen agiert.

Die aktuelle Preisgestaltung

Produkt derzeitiger Straßenpreis (Zirka) Benchmarkplatz
AMD Radeon HD 7770 99 Euro 1
AMD Radeon HD 7750 900 MHz 99 Euro 2
AMD Radeon HD 6770 90 Euro 3
NVIDIA GeForce GTX 650 97 Euro" 3
AMD Radeon HD 7750 GDDR5 80 Euro 4
NVIDIA GeForce GTS 450 68 Euro 5
AMD Radeon HD 6750 73 Euro 5
AMD Radeon HD 6670 GDDR5 59 Euro 6
NVIDIA GeForce GT 640 77 Euro 7
AMD Radeon HD 7750 DDR3 80 Euro 8
AMD Radeon HD 6670 DDR3 55 Euro 10
NVIDIA GeForce GT 630 GDDR5 65 Euro 11
NVIDIA GeForce GT 440 GDDR5 63 Euro 11
AMD Radeon HD 6570 38 Euro 12
NVIDIA GeForce GT 630 DDR3 49 Euro 13
NVIDIA GeForce GT 440 DDR3 50 Euro 13


Im Preissegment um 100 Euro zeigt sich, dass die Radeon HD 7770* eigentlich zu günstig angeboten wird. Dieser Preispunkt um 100 Euro rückt natürlich die direkt danach folgenden Modelle in ein recht schlechtes Licht beim Preis.

Die Preisgestaltung der neuen Radeon HD 7750 mit DDR3 Speicher wirft derzeit natürlich Fragen auf, denn man orientiert sich am Preispunkt der GeForce GT 640* – was grundlegend treffend wäre, doch liegt man dabei auf dem gleichen Preispunkt wie die Radeon HD 7750* mit 1 GByte Hauptspeicher. Die HD 7750 GDDR5 scheint aktuell mit 80 Euro die beste Empfehlung für Gelegenheitsspieler zu sein, welche auch mit Abstrichen in der Bildqualität leben können.

Damit sind die beiden DDR3-Modelle von AMD und NVIDIA schlicht als zu teuer zu bezeichnen. Deren Preisgestaltung müsste sich in der 60-Euro-Region bewegen, was der Vergleich mit der Radeon HD 6670 GDDR5* zeigt. Diese ist aktuell noch die beste Alternative zu diesem Preispunkt.

[pg], 23. September 2012