Angespielt: Diablo 3 - Der Streitfall

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Das Auktionhaus




Bleibt also nur noch der Gang in das Diablo 3 Auktionshaus. Hier können Items die im Spiel gefunden wurden verkauft und Items die andere Spieler eingestellt haben gekauft werden. Das ganze ist für Ingame-Währung, wie auch seit kurzem mit echtem Geld möglich. Beim ersten betreten des Auktionshauses kommt man sich vor wie im Savegame-Editor von Diablo 2. Es ist hier möglich nach drei bestimmten Werten zu selektieren, welche das gesuchte Item haben soll. Gesucht werden kann nach allen Gegenständen, die es im Spiel gibt, von einem Ring bis hin zu Waffen, Schmiedeplänen, Rüstungsteilen und Edelsteinen. Die Preise die in den Schwierigkeitsstufen Normal und Alptraum aufgerufen werden sind so gut wie immer problemlos bezahlbar. Da hier die Möglichkeit gegeben ist nach Ausrüstung zu suchen, die auch sehr gut auf die eigenen Klasse passt, ist der Unterschied im Vorwärtskommen, nach einem Einkauf im Auktionshaus immer deutlich zu spüren.


Bild: Angespielt: Diablo 3 – Der Streitfall
Aktionshaus



Es kommt somit beim spielen dann leider der Eindruck auf, also sei das Spiel um das Auktionshaus herum aufgebaut worden, da der Gang zum Auktionshaus für gute Ausrüstung im späteren Spielverlauf Pflicht ist. Sicher ist das Spiel auch ohne zu bezwingen, endet aber dann eher in Frust dank der vielen Tode die unser Charakter dann erleiden muss und der wenigen guten Items die einem selbst gefunden werden.

Das größte Unheil das Blizzard über die Spieler gebracht hat ist aber sicherlich der Zwang online zu spielen. Diablo 3 ist offline nicht mehr spielbar, selbst die Kampagne muss im Battlenet gespielt werden. Wer also wie unser Autor gerne auf dem Flughafen wartend eine Runde Diablo 2 auf dem Laptop gespielt hat, wird bei Diablo 2 bleiben müssen. Warum Blizzard diese Entscheidung getroffen hat, ist nicht nachvollziehbar. Denn es tauchen leider immer wieder Exploits auf, welche es vor kurzem sogar ermöglichten als Zauberer unverwundbar durch das Spiel zu wandeln. Als mögliche Anticheatmaßnahme macht der Onlinezwang momentan keine gute Figur, besonders mit dem Hintergrund, dass hier auch echtes Geld im Einsatz ist.


Bild: Angespielt: Diablo 3 – Der Streitfall
Bild: Angespielt: Diablo 3 – Der Streitfall
Bild: Angespielt: Diablo 3 – Der Streitfall
Onlinespiel mit vier Spielern



Fazit



Nimmt man sich diese Kritikpunkte aber nicht so enorm zu Herzen, wie es viele Spieler tun, so macht das Spiel trotzdem enorm viel Spass und ist ein sehr gutes Hack'n'Slay aber es trägt den Namen Diablo und hat dadurch doch enorme Erwartungen zu erfüllen. Durch die eingebaute Kontaktverwaltung ist es z.B. jederzeit möglich dass ein Freund in das eigene Spiel eintritt, oder man selbst anstatt alleine zu spielen einem Freund beitritt, der gerade online spielt. Musste sich hierzu früher verabredet werden, ist jetzt in einer Ingamekontaktliste sofort sichtbar wer von den Freunden spielt und ein Einstieg in diese Spiele ist mit einem simplen Kick möglich. Gerade zu mehreren kommt viel mehr Spielspass auf. Auch die Sammelsucht nach Gegenständen ist vom ersten Moment an die Gleiche, wie auch in den beiden Vorgängern. Nur dass es in Diablo 3 eher den Weg geht, dass der Kontostand mit virtuellem Gold gefüllt wird und dann die Suche nach einem gutem Item im Auktionshaus stattfindet und hier die Freude dann groß ist, wenn man ein Schnäppchen machen konnte.

Abzuwarten bleibt, wie Blizzard versuchen wird die Spieler bei der Stange zu halten, denn das maximale Level von 60 ist schnell erreicht und der höchste Schwierigkeitsgrad Inferno, ist mit gefundenem Items für den Normalspieler nicht ohne Gang ins Auktionshaus frustlos zu schaffen. Dort sind die Preise für die meisten Spieler nur fast unbezahlbar und dann bleibt nur der Weg Gold über ebay zu kaufen, unendlich viel Zeit zu investieren um genug Gold im Spiel zu sammeln oder wie es mittlerweile viele Spieler tun, einfach aufhören das Spiel zu spielen.

Somit ist in vielen Fällen nach dem dritten von vier Schwierigkeitsgraden die Luft raus, denn der Charakter kann nur noch durch Ausrüstung verbessert werden, die oft unbezahlbar ist. Es fehlt deutlich an Motivation weiterzuspielen. Alleine die Möglichkeit seinen Charakter auf Level 99 anstatt 60 zu bringen würde viel mehr Spieler bei der Stange halten. Wer aber Level 60 erreicht hat und in Inferno nicht weiterkommt der wird das Spiel über kurz oder lang weglegen, was aktuelle Spielerzahlen auch bestätigen.
In den nächsten Wochen wird der Patch 1.04 erscheinen, welcher einige Dinge beheben wird, die lange von den Spielern gefordert wurden. Ob das den Abwärtstrend bei den Spielerzahlen stoppen wird, bleibt abzuwarten.

[dg], 13. August 2012



 

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