EVGA GTX 660 Ti SC 3GB und 660-Ti-Referenzkarte im Test

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 43

Fazit



Testwertung EVGA GeForce GTX 660 Ti SC 3GB EVGA GeForce GTX 660 Ti 2GB
Performance 3D-Spiele + +
Performance GPU-Computing - -
Kühlleistung o o
Lautstärke Idle + +
Lautstärke Last o o
Leistungsaufnahme Idle + +
Leistungsaufnahme 3D-Last + +
Leistungsaufnahme Multi-Monitor-Betrieb + +
Leistungsaufnahme Blu-ray-Wiedergabe ++ ++
Übertakten o -
Lieferumfang + +
Preis + +
Mögliche Bewertungskriterien: -- / – / o / + / ++


Nach den heutigen Erkenntnissen wollen wir festhalten, dass eine NVIDIA GeForce GTX 660 Ti als Referenzumsetzung doch ein Stück langsamer ist, als die bislang emulierten Resultate dies darstellten. Letzten Endes stehen dadurch die OC-Karten der Partner in ihrer Leistung wiederum ein Stückchen besser dar, als man bislang angenommen hatte.

Es bleibt der Umstand, dass NVIDIAs Beschneidungen im Speicherinterface die GTX-660-Ti-GPU deutlich bremst und ein Performance-Vorteil der GeForce GTX 670* von über 20 Prozent im Mittel vorhanden ist.

Eine GeForce GTX 660 Ti mit 3 GByte stellt sich nach dem heutigen Test nicht als Performance-Wunder heraus, vielmehr zeigen unsere Ergebnisse meist typisches Verhalten, welches man bei anderen Grafikkartenmodellen in der Vergangenheit schon antreffen konnte. Es finden sich ein paar Ausnahme-Situationen, unter welchen der Anwender vom größeren Speicher profitieren kann – blickt man allerdings nur auf ein gemitteltes Resultat, stellen sich bestenfalls zwei Prozentpunkte als Vorteil heraus. Doch immerhin ist das ein Plus, welches man gerne mitnimmt, muss man es denn nicht zu teuer erkaufen.

Bild: EVGA GTX 660 Ti SC 3GB und 660-Ti-Referenzkarte im Test

Dies ist bei der EVGA GeForce GTX 660 Ti SC 3GB nicht der Fall, zumindest, wenn man dabei das aktuelle GTX-660-Ti-Preisgefüge zu Grunde legt, welches sich von 270 bis 340 Euro streckt. Diese EVGA-Karte wandert derzeit zu Preisen ab 309 Euro über die Ladentheke und liegt damit recht gut im Mittelfeld.

Durch die Übertaktung von Hause, gibt es noch ein paar Prozentpunkte Mehrperformance und als Zugabe gibt es einen Gutschein des kommenden 3D-Spiels Borderlands oben drauf. Die Leistungsaufnahme steigt durch den höheren Speicher kaum messbar und liegt insgesamt auf einem guten Niveau. Lediglich die Lautstärke unter Last kann nicht überzeugen, geschuldet durch den Radial-Referenz-Lüfter. Dieser macht sich in 3D-Spielen bemerkbar und ist nicht für Silent-Fans zu empfehlen.

Letzteres gilt dann auch für die EVGA GTX 660 Ti 2GB in Referenzumsetzung, da diese mit dem identischen Kühler daherkommt. Ein Nachteil bei der Referenzumsetzung mag das NVIDIA-Power-Target sein, welches mit 124 Watt recht knapp von Hause aus gesetzt ist und damit schon früh zu Limitierungen in Spielen führen kann.

Dieses EVGA-Produkt stellt dann mit 273 Euro einen der aktuell günstigsten Einstiegspreise für eine GTX-660-Ti-Grafikkarte dar. Auch hier gibt es einen Borderlands-2-Gutschein als Bonbon dazu.

Insgesamt ist das derzeitige GeForce-GTX-660-Ti-Preisgefüge von 270 bis 340 Euro aber weiterhin als schlecht zu bezeichnen. Der von NVIDIA auserkorene Gegner aus dem AMD-Lager hört auf den Namen Radeon HD 7870* und in der Tat sind die beiden Grafikmodelle in fast allen Bereichen auf Augenhöhe. Doch die Preise der Radeon HD-7870-Grafikkarten starten aktuell bereits ab 212 Euro und die hier klaffende Lücke ist groß und kaum zu rechtfertigen.

[pg], 2. September 2012