Google Nexus 7 im Tablet-Test - klein aber Oho

Sonstige Reviews | HT4U.net | Seite 7

Spiele


Spiele profitieren ebenfalls von dem hochauflösendem Display. So sehen diese nicht nur deutlich besser aus, sondern sind auch farbstabil. Gerade bei den beliebten Rennspielen, welche häufig durch den eingebauten Lagesensor gesteuert werden ist das Problem der Farbverfälschung bei günstigen TN-Panels ein Ärgernis. Andererseits beansprucht die hohe Auflösung deutlich stärker die GPU. Mit aktuellen Titeln wie EAs "Need for Speed: Most Wanted" hat der Grafikkern deutlich zu kämpfen. Die Frameraten lagen subjektiv im Bereich zwischen 15 und 25 FPS, so dass ein flüssiges Geschwindigkeitsgefühl nicht aufkommen wollte. Titel wie Angry Birds: Space oder Riptide GP wurden dagegen völlig ruckelfrei dargestellt.

Bild: Google Nexus 7 im Tablet-Test – klein aber Oho
Bildquelle: Electricpig


Surfen und allgemeines Handling


Darüberhinaus konnten wir während der Bedienung kein Ruckeln oder Hängen feststellen. Weder in den diversen Menüs, noch auf dem Homescreen oder dem Browser. Das Scrollen durch verschiedene Webseiten geht so flüssig von der Hand, dass selbst der ein oder andere Apple-Anhänger erstaunt gewesen ist, wie weit sich Android in den letzten Monaten entwickelt hat. Allgemein ist Android spätestens mit den diesjährigen Nexus-Geräten in der Erwachsenen-Welt angekommen und steht beim Design und Auftritt den Konkurrenz-Betriebssystem in nichts nach.

Einzig das Ausschalten des automatischen Bilddrehens erschien fehlerbehaftet zu sein – Mal hat sich der Bildschirm trotzdem mitgedreht, Mal blieb der Bildinhalt im falschen Modus hängen und ein weiteres Mal hat die Deaktivierung ordnungsgemäß funktioniert.

Konnektivität


In Sachen Konnektivität erscheint das Gerät ausgereift. WLAN-Netze wurden schnell gefunden und mit adäquater Bandbreite bedient. Die Reichweite ist deutlich besser als bei vergleichbaren Smartphones, was vermutlich auf ein größeres Antennendesign zurückzuführen ist.

Bluetooth-Verbindungen konnten ebenfalls weitestgehend problemlos aufgebaut werden, doch auch ein Nexus-Gerät scheint vor den typischen Bluetooth-Krankheiten nicht gefeit zu sein – bei der Wiederverbindung zu einem Pioneer-Autoradio kam man nicht umhin manuell einzugreifen. Bei der Nutzung des Nexus 7 als Navigationsgerät konnten hingegen keinerlei Probleme festegestellt werden. Das GPS Signal wurde zügig gefunden und auch ein entsprechender Benchmark bestätigt dieses subjektive Empfinden – die längste Dauer zur Positionsbestimmung dauerte bei deaktiviertem WLAN 13 Sekunden. Selbst in geschlossenen Räumen, jedoch in Fensternähe, konnte die Position in weniger als 10 Sekunden ermittelt werden.

Bild: Google Nexus 7 im Tablet-Test – klein aber Oho

Akku, Kamera und Audio


Die langen Akkulaufzeiten dürften Nutzer des öffentlichen Fernverkehrs erfreuen – den einen oder anderen Interkontinentalflug wird das Tablet nur müde belächeln und den Nutzer durchgehend mit Medieninhalten versorgen können. Unsere Messungen zeigen, dass bei Wiedergabe von HD-Video-Material erst nach rund 8 Stunden schluss ist.

Die eingebaute Frontkamera ist zwar durch Apps nutzbar, Google liefert das Nexus 7 allerdings ohne Kamera-App aus. Doch der Play-Store ist reich an verschiedenen Apps die die Frontkamera zum Fotoapparat umfunktionieren. Natürlich ist die Frontkamera mit ihren 1,3 MPixeln nicht dazu geeignet Fotos in hoher Qualität zu machen – für den ein oder anderen Schnappschuss könnte sie aber durchaus ausreichend sein.

Bild: Google Nexus 7 im Tablet-Test – klein aber Oho
Bild: Google Nexus 7 im Tablet-Test – klein aber Oho
Bild: Google Nexus 7 im Tablet-Test – klein aber Oho
Front-Kamera Enton beim Shooting Beispielfoto


Der Klang der beiden Lautsprecher ist verhältnismäßig gut. Trotz der kleinen Membranen ist das Tablet ausreichend laut um auch bei Hintergrundgespräche zu übertönen. Prinzipbedingt sind allerdings tiefere Tonfrequenzen ein wenig dünn und die Lautsprecher neigen auch schnell zum Übersteuern. Um Freunden und Bekannten mal eben schnell ein Youtube-Video zu zeigen, reichen diese aber alle Mal aus.