Intel Core i7 3770K - Ivy Bridge im ausführlichen Test

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Technik-Überblick


Bevor wir zu der Performance der integrierten Grafikeinheit bei Spielen und im Multimedia-Bereich kommen, wollen wir zunächst noch einen abschließenden Überblick der Technik der iGPU bieten. Dabei darf natürlich auch ein Vergleich mit dem Vorgänger "Sandy Bridge" nicht fehlen.

Intel "Sandy Bridge"Intel "Ivy Bridge"
iGPU-Generation2. Generation3. Generation
NameHD 2000/ HD 3000HD 2500 / HD 4000
Execution Units6 oder 126 oder 16
max. Takt1350 MHz1150 MHz
DirectX10.111
OpenGL3.03.1
OpenCLnur CPUvoll
Speicherinterfacemax. 2x DDR3-1333max. 2x DDR3-1600
Quick Sync (Video-Encoding)v1v2
Clear Video HD (Video-Decoding)jaja
3D-Unterstützungjaja
Wireless Display2.13.0
Swichtable Graphicsjaja
max. Displays23

Alleine Intels Namensgebung macht bereits deutlich, dass sich die integrierte Grafikeinheit von "Ivy Bridge" deutlich von jener von "Sandy Bridge" unterscheidet. Während Intel letztere noch als Generation 2 einstuft, gehört die iGPU von "Ivy Bridge" bereits zur dritten Generation. Abseits der bereits angesprochenen Architekturoptimierungen, dürfte vor allem der Ausbau von 12 auf 16 EUs der Performance zuträglich sein, aber auch das aufgebohrte Speicherinterface wird sicherlich den ein oder anderen Performance-Sprung ermöglichen.

Bild: Intel Core i7 3770K – Ivy Bridge im ausführlichen Test
Technik-Details zur HD 4000

Im Multimedia-Bereich sind sich die Grafikeinheiten hingegen sehr ähnlich. Einzig das verbesserte Quick Sync sowie die Möglichkeit nun drei Monitore an der iGPU zu betreiben dürfte hier interessant sein. Dazu später noch etwas mehr.

In Sachen Rechenleistung ergibt sich damit aus Intels Sicht ein deutlich besseres Bild als mit "Sandy Bridge". Mit maximal 284 GFlop/s (Single Precision) kann zumindest die HD-4000-Variante auf dem Papier an die Llano-A6-Modelle mit integrierter Radeon HD 6530D heran reichen. Die A8-APUs sind jedoch nach wie vor in weiter Ferne und können somit wohl bei der Spieleperformance nicht angegriffen werden.

Theoretische Performance
max. Rechenleistung
AMD Radeon HD 5570
[DDR3]
520,0
AMD Radeon HD 6550D
[AMD Llano A8]
480,0
AMD Radeon HD 5550
[DDR3]
352,0
Intel HD 4000
[Intel Ivy Bridge]
284,0
AMD Radeon HD 6530D
[AMD Llano A6]
277,0
AMD Radeon HD 6410D
[AMD Llano A4]
192,0
Intel HD 3000
[Intel Sandy Bridge]
125,0
Intel HD 2500
[Intel Ivy Bridge]
107,0
AMD Radeon HD 5450
[DDR3]
104,0
Intel HD 2000
[Intel Sandy Bridge]
65,0
GFlop/s


Zum Abschluss der reinen Technikbetrachtung noch ein Wort zur Möglichkeit die integrierte Grafikeinheit parallel zu einer diskreten Grafikkarte zu betreiben. Wie schon bei "Sandy Bridge" ist dies prinzipiell auch bei "Ivy Bridge" möglich. Auch ein Umschalten von der integrierten Grafikeinheit im Idle zur diskreten Lösung in Spielen ist in der Theorie machbar. Allerdings bedarf es dafür wie schon bei "Sandy Bridge" den Einsatz von Software-Lösungen wie Lucids Virtu (HT4U-Test). Damit ist ein komplettes Abschalten der diskreten Grafikkarte nur dann möglich, wenn die Grafikkarte dies selbst unterstützt. AMDs "Zero Power"-Technik (HT4U-Test) greift hingegen nicht, da dafür ein bestimmtest Zusammenspiel von Betriebssystem und Treiber notwendig ist, was durch den Einsatz von Virtu jedoch nicht erreicht wird.

Update 06.05.2012
Der neue Beta-Treiber 2729 (zum Download) führt nun auch die OpenGL-4.0-Unterstützung ein und beherrscht sogar erste OpenGL-4.1-Befehle.

Bild: Intel Core i7 3770K – Ivy Bridge im ausführlichen Test
Bild: Intel Core i7 3770K – Ivy Bridge im ausführlichen Test
OpenGL-Unterstützung (Links: 2729-Treiber, Rechts: 2696-Treiber)