Intel Core i7 3770K - Ivy Bridge im ausführlichen Test

Prozessoren | HT4U.net | Seite 6

Vorstellung: "Ivy Bridge"


Aufbau der "Maho Bay"-Plattform


Bevor wir uns auf die Details der neuen Prozessoren stürzen, wollen wir zunächst einmal einen Blick auf das große Ganze, d. h. die Plattform rund um den Prozessor werfen, denn auch hier hat sich einiges verändert. Das positive wollen wir dabei gleich einmal vorweg nehmen: Grundsätzlich ist die neue "Maho Bay"-Plattform zum Vorgänger namens "Sugar Bay" kompatibel, weshalb "Sandy Bridge"-Ableger für den Sockel LGA-1155 auch in der neuen Plattform mit neuem Chipsatz arbeiten und die "Ivy Bridge"-Modelle für den gleichen Sockel auch in älteren Boards mit einem Serie-6 Chipsatz. Doch wie immer gibt es einige Tücken. Fassen wir also einmal zusammen, wie die neue "Maho Bay"-Plattform aussehen wird.

Für "Ivy Bridge" übernimmt Intel das Zwei-Chip-Konzept, welches man mit "Sandy Bridge" eingeführt hat (HT4U-Test). Dementsprechend finden sich in einem Chip die Prozessorkerne, der Speichercontroller, das PCI-Express-Interface sowie die integrierte Grafikeinheit und der "System Agent", welcher für den Turbo Modus verantwortlich ist. Beim zweiten Chip handelt es sich um den Chipsatz, welcher die Peripherie-Schnittstellen für Festplatten, optische Laufwerke oder I/O bereitstellt.

Bild: Intel Core i7 3770K – Ivy Bridge im ausführlichen Test
Gemeingsamkeiten der "Maho Bay"-Plattform (Ivy Bridge) und "Sugar Bay"-Plattform (Sandy Bridge)

Betrachtet man sich jedoch die Feinheiten jeder einzelnen Komponente stellt man schnell fest, dass mit "Maho Bay" jeder Teilbereich Veränderungen gegenüber der "Sandy Bridge"-Plattform namens "Sugar Bay" aufweist, angefangen bei den Prozessorkernen, über den "System Agent" und Speichercontroller bis hin zur Grafikeinheit. Auch bei den Chipsätzen hat sich etwas getan. Der Einsatz der neuen 22-nm-Fertigung darf hier ebenfalls nicht fehlen, ist dies doch die bedeutendste Neuerung von "Ivy Bridge" neben der deutlich verbesserten Grafikeinheit. All diesen Aspekten, werden wir uns im Folgenden noch im Detail zuwenden.

Bild: Intel Core i7 3770K – Ivy Bridge im ausführlichen Test
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Neuerungen der "Maho Bay"-Plattform

Eine dieser Neuerungen ist die Unterstützung von PCI-Express-3.0 seitens der "Ivy Bridge"-Prozessoren und von nativem USB-3.0 in den Chipsätze der Serie-7. Außerdem beherrscht der Speichercontroller der "Ivy Bridge"-Ableger den Umgang mit DDR3-1600-Speicher, während die "Sandy Bridge"-Modelle offiziell lediglich auf DDR3-1333 ausgelegt waren. Da diese Funktionen nicht oder nur bedingt (und damit ohne Garantie) von der alten "Sugar Bay"-Plattform unterstützt werden, bedarf es also unter Umständen ein neues Mainboard mit einem Serie-7 Chipsatz, wenn man diese Funktionen nutzen möchte. Im Einzelfall sollte man daher sicherheitshalber seinen Mainboard-Hersteller kontaktieren um etwaige Probleme bei der Kombination aus altem Mainboard mit neuem Prozessor und Verwendung von PCI-Express-3.0 auszuschließen. So viel also zur Kompatibilität.

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