Kepler für die Masse - NVIDIA GeForce GTX 660 von EVGA und MSI im Test

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NVIDIAs Power Target



Dreh- und Angelpunkt der NVIDIA GPU-Boost-Technik ist das Power Target. Jede NVIDIA-basierende Grafikkarte mit dieser Technik erhält einen maximalen Takt (GPU-Boost), welcher in der Firmware hinterlegt ist. Unter Last arbeitet eine solche NVIDIA-Karte dann aber nur solange auf diesem hohen Takt, solange das Power Target nicht erreicht ist. Bei Erreichen dieser gesetzten, maximalen Leistungsaufnahme, werden sodann Taktraten und Spannungen der GPU reduziert und zwar solange, bis die Grafikkarte eine Taktstufe findet, bei welcher diese Leistungsaufnahme nicht mehr überschritten wird.



Dieses "Ziel der Leistungsaufnahme" lässt sich in geringen Maße beeinflussen und zwar dadurch, dass man mittels externer Tools wie z.B. dem EVGA Precision X oder MSI Afterburner das Power Target anhebt. Im Treiber selbst wird eine solche Option nicht geboten. Im Falle der EVGA GTX 660 SC und MSI N660GTX TF OC sind hier Steigerungen von maximal 10 Prozent möglich – ob es andere Vertreter gibt, welche hier etwas mehr Spielraum bieten, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht beurteilen.

Wir bestimmten auf der EVGA GTX 660 SC ein typisches Power Target von 120 Watt ohne Eingriff und ein Maximum von rund 132 Watt nach manuellem Eingriff. Bei der MSI N660GTX TwinForzr OC zeigte sich, dass ein typisches Power Target von 113 Watt und ein Maximum von 124 Watt hinterlegt waren.

Bei beiden Konstellationen müssen wir allerdings die Nase rümpfen, denn sei es nun auf dem EVGA-Modell mit "etwas gelockertem PT" oder auf dem MSI-Modell (mit vermutlich typischem PT) fanden schon Eingriffe der NVIDIA-Technik statt. Selbst bei manuell hochgesetztem Power Target genügte unsere 3D-Spiele-Last mittels Tom Clancy's Hawx, um das Maximum zu erreichen. Damit laufen beide Modelle nicht nur von Hause aus mit angezogener Handbremse, vielmehr hat der Anwender mit den aktuellen Einstellungsmöglichkeiten keine Optionen wirkliche Leistungssteigerungen abzurufen.