Kepler für die Masse - NVIDIA GeForce GTX 660 von EVGA und MSI im Test

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 42

Fazit



Testwertung EVGA GeForce GTX 660 SC MSI N660GTX TwinFrozr OC NVIDIA GeForce GTX 660
Performance 3D-Spiele ++ ++ ++
Performance GPU-Computing - - -
Kühlleistung o ++ o
Lautstärke Idle + ++ +
Lautstärke Last - + -
Leistungsaufnahme Idle ++ ++ ++
Leistungsaufnahme 3D-Last ++ ++ ++
Leistungsaufnahme Multi-Monitor-Betrieb + + +
Leistungsaufnahme Blu-ray-Wiedergabe ++ ++ ++
Übertakten o o o
Lieferumfang o o /
Preis - - -
Mögliche Bewertungskriterien: -- / – / o / + / ++


NVIDIA GeForce GTX 650

Starten wollen wir heute mit wenigen Zeilen zur GeForce GTX 650, welche im Test lediglich in ihren technischen Eckdaten behandelt worden ist. Ein Testmuster lag uns nicht vor. Manche Partner sprachen davon, dass es von NVIDIA nicht gern gesehen würde, andere wiederum, dass man überdenkt, ob man dieses Produkt bemustern möchte und wieder andere, dass die Muster noch im Zulauf sind. Das alles möchten wir unkommentiert lassen. Nach den Eckdaten und auch NVIDIAs Versprechungen wird diese GPU exakt zwischen der AMD Radeon HD 7750* und der AMD Radeon HD 7770 spielen was die 3D-Performance betrifft und das stellt sicher keinen schlechten Wert in den Einstiegsbereich des guten 3D-Gamings dar.

113 Euro lautet die unverbindliche Preisempfehlung von NVIDIA für dieses Produkt und damit spielt diese Preisnennung über den eingependelten E-Tailer-Preisen – den Straßenpreisen – der Radeon HD 7770, welche derzeit zu Preisen ab 97 Euro verkauft wird. Eine exakte Leistungsbewertung der GeForce GTX 650 unsererseits wird natürlich noch erfolgen.

NVIDIA GeForce GTX 660

Kepler für die Masse – aber auch für Jedermann? NVIDIA betritt mit seinen neuen Produkten nun das Preissegment zwischen 110 und 225 Euro. In zwei Wochen sprechen wir dann vermutlich von 100 bis 200 Euro. Dieses Preissegment ist nicht ohne Bedeutung für die GPU-Hersteller, da eben hier die meisten Modelle für "Spieler" abgesetzt werden – der Mainstream-Bereich. Und da gefällt das neue NVIDIA-Produkt gut. Die Performance pendelt sich zwischen einer Radeon HD 7850* und einer Radeon HD 7870* ein, ebenso wie die Leistungsaufnahme. Für Anwender mit einer maximalen Monitor-Auflösung mit 2560 x 1440 bietet sich dieses Produkt nicht an, sofern man in höchsten Detailstufen spielen möchte. In der gängigeren 1920 x 1080 Auflösung passt diese Lösung dann aber.

Bild: Kepler für die Masse – NVIDIA GeForce GTX 660 von EVGA und MSI im Test

AMDs Radeon HD 7850 muss sich mit 11 Prozent geschlagen geben, was diesem Produkt nicht schadet, denn letzten Endes agiert man mit dem günstigeren Preis von 152 Euro (1-GB-Version) bis hin zu 180 Euro (2-GB-Version). AMDs Radeon HD 7870 zeigt sich zwar um etwa sechs Prozent schneller, startet derzeit aber derzeit mit Straßenpreisen von 208 Euro. Damit hat aus unserer Sicht NVIDIA aktuell den Sweet-Spot zwischen beiden Produkten gesucht und besetzt ihn korrekt.

GTX 660 nicht für Jedermann

Etwas Argwohn bleibt für uns aktuell dann aber doch, denn NVIDIAs Eingriffe über ihre GPU-Boost-Technik und das eben limitierende Power Target stößt uns im heutigen Artikel etwas auf. Die beiden Testkandidaten von EVGA und MSI traten hier mit unterschiedlich gesetzten PT-Stufen an und in beiden Fällen überschritten unsere 3D-Last-Tests das Power Target. Zu Deutsch: die Leistung wird bereits gedrosselt. Das muss NVIDIA auch tun, vollständig klar, denn zwischen einer regulären GTX 660 und einer GTX 660 Ti liegen nur noch zirka 12 Prozent Performance-Unterschied. Ein typischer Käufer, welcher sich dann aber erhofft, er könne mittels Übertaktung noch viel bewegen, dürfte in aller Regel scheitern. Bestenfalls schafft man es noch auf das GTX-660-Ti-Niveau zu gelangen.

EVGA GTX 660 SC und MSI N660 TwinFrozr OC

Ein gutes Beispiel für unsere angemeldeten Bedenken stellen gerade die beiden heutigen Testkandidaten dar. Obgleich der GPU-Takt gegenüber einer regulären GTX-660-Grafikkarte deutlich erhöht wurde und obwohl die EVGA SC ein wenig mehr GPU-Takt gegenüber der MSI-Karte bietet, so scheinen sich keine überragenden Resultate einzustellen. Im Mittel sind beide Karten gleich auf, mit leichten Tendenzen für die EVGA GTX 660 SC – beide Modelle können sich allerdings nur zirka drei Prozent in der Performance von der regulären GTX 660 abheben. Dies ist dann noch einmal etwas weniger, als die OC-Varianten der GTX-660-Ti-Variation erreichen konnten.

Somit bleibt für die OC-Versionen der GTX 660 erst einmal festzuhalten, dass sich im Bereich der Performance nicht sehr viel Zubrot einstellen wird. Da muss dann im Ergebnis schlicht der Preis stimmen und diese liegen uns aktuell noch zu beiden Produkten noch nicht vor. Wir gehen davon aus, dass man sich etwas über der NVIDIA-Preisempfehlung bewegen wird.

Im Bereich der Leistungsaufnahme konnten beide heutigen Testvertreter glänzen, auf gleich gutem Level. Beim Lieferumfang wiederum zeigten sich beide gleich spartanisch. Im Bereich Geräuschkulisse können wir die EVGA GTX 660 SC nur im Idle-Modus empfehlen. Unter Last ist der Radial-Lüfter für Silent-Fans nicht empfehlenswert. Dort wiederum bietet sich in allen Betrachtungen das MSI-Produkt an. Im Idle-Modus flüsterleise, unter Last sehr leise und mittels manuellem Eingriff für Enthusiasten auch noch weiter zu bändigen.

[ls & pg], 13. September 2012