Rasurbo Vort-X U3 im Gehäuse Test

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Montage



Handbuch


Viele Hersteller geizen zum Ärger der Käufer allzu häufig bei den Handbüchern ihrer Produkte. Dabei haben wir in der Vergangenheit solches Verhalten nicht nur bei Low-Budget-Gehäusen angetroffen, sondern auch bei Gehäusen aus der hochpreisigen Regionen. Auch die deutsche Rechtsprechung verlangt zu jedem Produkt eine deutschsprachige, verständliche Montageanleitung. Die sog. "Ikea-Klausel" zwingt Hersteller dazu, eine für den Laien verständliche Montageanleitung seinem Produkt beizulegen, um das Produkt gefahrlos in Betrieb nehmen zu können. Tut er das nicht, so handelt es sich faktisch um einen Sachmangel und das Produkt kann vom Kunden zurückgegeben werden.

Zwar legt Rasurbo dem Vort-X U3 nur ein englischsprachiges Handbuch bei, doch sind in dieser die Montageschritte weitestgehend verständlich und bebildert beschrieben. Wer der englischen Sprache mächtig ist, sollte keine offenen Fragen während den einzelnen Montageschritten haben. Insofern gibt sich Rasurbo beim Thema Handbuch keine Blöße.


Netzteil


Routinemäßig beginnen wir beim Systemeinbau mit dem Netzteil. Mittlerweile ungewohnt wird das Netzteil klassisch im oberen Teil des Gehäuses verbaut. Hierzu wird das Netzteil oben auf einen kleinen "Blechsims" geschoben und von hinten mit vier Schrauben fixiert. Unglücklicherweise war die Passgenauigkeit der Bohrungen im Gehäuse mit den Gewinden des Netzteils eher schlecht, so dass die Öffnungen nur unter Druck passend übereinander zu schieben waren.

Bild: Rasurbo Vort-X U3 im Gehäuse Test
Bild: Rasurbo Vort-X U3 im Gehäuse Test
Montageplatz für das Netzteil Eingebautes Netzteil


Abgesehen davon ließen sich die mitgelieferten Schrauben einfach in das Netzteil eindrehen.

System und Erweiterungskarten


Nachdem das Netzteil montiert wurde, folgt der Einbau der Motherboards. Dazu müssen zunächst die Abstandshalter in die passenden Bohrungen im Mainboardtray eingeschraubt werden. Wieder einmal kämpft man dabei gegen den Lack im Innengewinde der Bohrungen, denn die Abstandshalter lassen sich in keinem Fall mit der bloßen Hand eindrehen. Selbst mit einer Kombi-Zange wird das Eindrehen der Abstandshalter zu einem Prüfstein der Geduld. Hierbei ist Vorsicht geboten, da mit einer Zange schnell der empfindliche schwarze Lack abgekratzt werden kann. Der Einsatz einer Ratsche mit passender Nuss ist empfehlenswert. Schade, dass ein Hersteller abermals diesen Umstand nicht bedacht hat – eine simple Einschraubhilfe würde dem Anwender das Leben deutlich erleichtern, doch scheint man in diesem Preisbereich auch solche Cent-Artikel rigoros von der Wunschliste zu streichen.

Bild: Rasurbo Vort-X U3 im Gehäuse Test
Bild: Rasurbo Vort-X U3 im Gehäuse Test
Eingebautes System Fertig verkabeltes System


Darüberhinaus gestaltet sich die restliche Montage nicht minder problemfrei. Das Motherboard wird auf die eingeschraubten Abstandshalter gelegt, ausgerichtet und fixiert. Anschließend folgen die Erweiterungskarten, in diesem Fall die Grafikkarte. Dazu müssen zuerst die passenden Slotblenden herausgebrochen werden. Dies gestaltet sich besonders umständlich, da Rasurbo an eine Ansatzstelle für Schraubenzieher oder sonstiges Werkzeug nicht gedacht hat. Dem Anwender bleibt es nur übrig mittels eines Schlitz-Schraubenziehers zwischen Rahmen und Slotblende zu hebeln, wobei man bei dann Gefahr läuft den Gehäuserahmen zu verbiegen und/oder den Lack zu beschädigen. Ist diese Hürde genommen müssen die weißen, schraubenlosen Fixierungen aus Kunststoff nach oben gezogen werden. Daraufhin wird die Karte einfach in den Slot auf dem Motherboards eingesteckt und danach müssen die Fixierungen wieder nach unten gedrückt werden bis diese einrasten. Überraschenderweise scheint der Fixiermechanismus tatsächlich ohne Probleme zu funktionieren und die Karte auf ihrem Platz zu halten – etwas Spiel hat die Karte dennoch. In der Vergangenheit gab es viele schraubenlose Fixiermechanismen die alles andere als überzeugen konnten.

 



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