Rasurbo Vort-X U3 im Gehäuse Test

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Festplatten und optische Laufwerke


Der Einbau der Festplatten gestaltet sich im Prinzip relativ simpel. Unglücklicherweise ist der Festplattenkäfig so nah am Mainboard das ein nachträglicher Einbau von Festplatten in den oberen Einschüben nur mit viel Mühe möglich ist. Selbst für den Einbau in den dritten Schacht von oben mussten wir die RAM-Riegel herausnehmen. Der vierte und fünfte Slot war durch die Grafikkarte blockiert, so dass der Anwender bei einem eingebauten System lediglich die drei untersten Einschübe zum Wechsel oder zusätzlichem Einbau von Festplatten nutzen kann. Es empfiehlt sich also die Festplatten vor dem Einbau des Mainboards einzusetzen, wobei man dann Gefahr läuft, dass man beim Einbau des Mainboards in Platzprobleme gerät. Das Handbuch weißt auf diesen Umstand nicht hin und so können beim Anwender durchaus Erinnerungen zu dem bekannten Geschicklichkeitsspiel "Tetris" wach werden.

Sofern man dieses Problem umschifft hat, ist die Montage von Festplatten einfach. Im eingeschobenen Zustand müssen diese nur noch ausgerichtet werden und mit dem Fixiermechanismus befestigt werden. Dieser wird einfach in die Gewindebohrungen in der Festplatte eingesteckt und der Drehgriff um 90° im Uhrzeigersinn gedreht. Anzumerken ist, dass Rasurbo keine Montage von 2,5-Zoll-Laufwerken vorsieht. Weder gibt es eine entsprechende Montageposition, noch wird ein Adapterrahmen mitgeliefert. In Zeiten, in denen das 2,5-Zoll-Format durch SSDs und auch größer werdenden Notebook-HDDs immer beliebter werden, ist dies als deutlicher Nachteil gegenüber Konkurrenzprodukten anzusehen.

Bild: Rasurbo Vort-X U3 im Gehäuse Test
Bild: Rasurbo Vort-X U3 im Gehäuse Test
Rahmen und Festplatten Montierte Festplatten


Der Einbau der optischen Laufwerke verläuft analog zum Festplatteneinbau: Nachdem an der Front die entsprechende Slotblende herausgebrochen wurde, kann das Laufwerk eingeschoben werden und mittels des Drehmechanismus fixiert werden. Mittels der zusätzlichen Fixierungen können sowohl die Festplatte als auch das optische Laufwerke auch auf der gegenüberliegenden Seite fixiert werden. Ein sicherer Transport bspw. zu LAN-Partys sollte so ohne weiteres möglich sein.

Bild: Rasurbo Vort-X U3 im Gehäuse Test
Bild: Rasurbo Vort-X U3 im Gehäuse Test
Montageplatz für optische Laufwerke Eingebautes DVD-Laufwerk


Verkabelung und Kabelmanagement


Beim Vort-X U3 von Kabelmanagement zu sprechen ist vielleicht etwas übertrieben. Rasurbo hat dem Vort-X lediglich zwei kleine Kabeldurchführungen spendiert, durch welche kaum mehr als zwei Stränge mit Molex- und SATA-Steckern durchgeführt werden können. Doch größere Öffnungen wären ebenso kaum von Nutzen, da durch den geringen Platz zwischen Mainboardtray und rechtem Seitenteil mehr Kabel ohnehin kein Platz hätten. Entsprechend haben wir uns lediglich auf das PCI-E-Kabel der Grafikkarte und die Kabel des Frontpanels beschränkt, wobei das bereits fast zuviel des Guten gewesen ist – nur mit vier Händen und sanfter Gewalt war es uns möglich das rechte Seitenteil wieder zu montieren. Die Folge war eine deutlich sichtbare Ausbuchtung im Bereich der Kabel.


Bild: Rasurbo Vort-X U3 im Gehäuse Test


Zur Montage kann man zusammenfassend sagen, dass Rasurbo es dem Anwender nicht ganz leicht macht. Hier wurden sinnvolle Trends und Neuerungen der letzten Jahre nicht berücksichtigt und umgesetzt. Vieles ist sicherlich auch den kompakten Maßen des Gehäuse zuzuschreiben, doch hätte man das ein oder andere Problem konstruktiv geschickter umschiffen können. Zwar ist das Gehäuse sauber entgratet, doch entpuppen sich abermals die mitlackierten Gewinde im Mainboardtray als Problem. Das eingesetzte Blech ist mit einer Stärke von 0,6 – 0,85 sehr knapp bemessen – die Seitenteile sind mitnichten als verwindungssteif zu bezeichnen.