55 DirectX-11-Grafikkarten im Test

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 33

Fazit



Grafikkarten bis 100 Euro Grafikkarten bis 150 Euro Grafikkarten bis 200 Euro Grafikkarten bis 300 Euro Grafikkarten bis 400 Euro Grafikkarten über 400 Euro
NVIDIA GeForce GTX 650 NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost NVIDIA GeForce GTX 660 NVIDIA GeForce GTX 760 NVIDIA GeForce GTX 770 NVIDIA GeForce GTX Titan
NVIDIA GeForce GT 640 NVIDIA GeForce GTX 650 Ti NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost NVIDIA GeForce GTX 660 Ti AMD Radeon HD 7970 GHz Edition NVIDIA GeForce GTX 780
NVIDIA GeForce GT 630 NVIDIA GeForce GTX 550 Ti NVIDIA GeForce GTX 560 Ti AMD Radeon HD 7950 Boost AMD Radeon HD 7970 NVIDIA GeForce GTX 680
AMD Radeon HD 7770 AMD Radeon HD 7850 NVIDIA GeForce GTX 560 AMD Radeon HD 7950 AMD Radeon HD 6970 AMD Radeon HD 7970 GHz Edition
AMD Radeon HD 7750 AMD Radeon HD 7790 AMD Radeon HD 7870 AMD Radeon HD 7870 Boost
AMD Radeon HD 6770 AMD Radeon HD 6870 AMD Radeon HD 7850 AMD Radeon HD 7870
AMD Radeon HD 6750 AMD Radeon HD 6850 AMD Radeon HD 6950
AMD Radeon HD 6670 AMD Radeon HD 6790
AMD Radeon HD 6570


Die vorstehende Preisdarstellung ist durchaus zwiespältig, denn dort werden aktuell auch noch Grafikkarten der zweiten oder dritten Generation geführt. Insbesondere bei der älteren, dritten Generation – wir sprechen hier von wirklich alten Lagerbeständen – werden häufig auch Utopie-Preise veranschlagt. Doch wie heißt es im Volksmund so schön: täglich steht ein Dummer auf.

Und so sollte man pauschal empfehlen dürfen, dass man als Kunde von AMD Radeon HD 5000-Modellen oder NVIDIA GeForce GTX 500-Modellen grundsätzlich einmal die Finger lassen sollte. Die Tage sind gezählt und Angebote in diesem Bereich schlicht Ladenhüter. Deutlich schwieriger wird es, wenn wir in den Wechsel von Radeon HD 6000-Karten zur 7000-Serie gehen oder eben von der NVIDIA GTX 600-Serie zur GTX 700-Serie. Da gibt es hier und dort Auslaufmodelle, doch in einigen Fällen, insbesondere bei den preisgünstigeren Produkten, bedienen sich beide Hersteller der älteren Varianten zur Komplettierung des eigenen Produktportfolios.

Es stellt sich grundsätzlich immer die Frage, was man an eigenem Bedarf eigentlich decken möchte. Der Preisbereich bis 100 Euro deckt für wirkliche Spieler kaum Ansprüche ab. Hüten sollte man sich heute grundlegend vor Angeboten mit DDR3-Speicher. Auch wenn 2 GByte DDR3-Speicher verlockender klingen mögen, als 1 GByte GDDR5-Speicher, so zeigen unsere Diagramme doch klar, dass hier absolut keine Vor- sondern vorwiegend nur Nachteile zu erwarten sind.

Bild: 55 DirectX-11-Grafikkarten im Test

Der Gelegenheitsspieler, welcher vorrangig am PC arbeitet und eher selten auch ein anspruchsvolles Spiel jenseits der 1680er-Monitor-Auflösung spielt, wird dort mit Grafikkarten wie der Radeon HD 7750 / Radeon HD 7770 oder der GeForce GTX 650 vernünftig bedient. Vom Preis-/Leistungsverhältnis her punktet an dieser Stelle jedoch AMD für den gelegentlichen Spieler. Wer vorrangig Social-Network-Spiele spielt und von anspruchsvolleren Spielen eher die Finger lässt, der ist aktuell am besten mit einer integrierten GPU-CPU-Lösung bedient. An dieser Steller sind die aktuellen AMD-APU-Prozessoren zu nennen, oder gar die brandneuen Intel-Haswell-Modelle. Der Leistungsbereich kanibalisiert sich dort gerade, liegt aber meist nur auf dem Niveau von diskreten 50-Euro-Grafikkarten.

Klar besser wird es in der Leistung bei Grafikkarten zwischen 100 und 150 Euro. Wer bereit ist den Geldbeutel etwas weiter zu öffnen, findet hier Grafikkarten wie die Radeon HD 7850 oder die GeForce GTX 650 Ti Boost. In dieser Region bessert sich das Preis-/Leistungsverhältnis dann auch gleich und liegt auf Augenhöhe. Ab etwa 130 Euro präsentieren sich beide Hersteller mit diesen Karten attraktiv und erlauben auch höhere Detailstufen in den Spielen.

Im Preisbereich zwischen 150 und 200 Euro – dort dürften sich viele Spieler vom Preis her wohlfühlen – wird die Luft durchaus dünn. Übertaktete Sondermodelle starten hier, lassen wir diese aber außer Acht, so sehen wir Radeon HD 7870 und GeForce GTX 660 als typische Vertreter. Beide Modelle repräsentieren gute Einstiegsmöglichkeiten in das gehobene 3D-Spiel. Beide Modelle liegen hier mehr oder minder auf dem gleiche Preis-Segment, der Leistungsvorteil liegt jedoch bei AMD.

Nach diesen Modellen bewegen wir uns praktisch im teuren Leistungssegment. Der Preisbereich zwischen 200 und 300 Euro stellt nur noch eine kurze Zwischenstufe vor dem Enthusiasten-Segment dar. Wir sehen in diesem Preisbereich eine brandneue GeForce GTX 760, wir sehen gleichfalls eine AMD Radoen HD 7950 Boost-Edition oder eine reguläre Radeon HD 7950. Will ich meinen Monitor mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten bedienen und will ich in Spielen eher selten in den Details zurückschrauben dann bin ich in diesem Segment eigentlich recht gut bedient. An diesem Punkt sehen wir aktuell NVIDIA knapp im Vorteil, im Hinblick auf die Leistung und den Preis. Spätestens an diesem Punkt dürften Unkenrufe aufkommen, die vom AMD Never Settle Reloaded-Programm sprechen. Wiegt man die Spiele-Beilagen an diesem Punkt auf, bleibt AMD vermutlich ungeschlagen.

Zum Ende bleibt noch der Enthusiasten-Bereich. Da finden sich jenseits von 300 Euro nur noch wenige Modelle im AMD-Lager. Die Radeon HD 7970 GHz Edition ist dort erwähnenswert, die GeForce GTX 780 hat ein Herz gefunden und abseits all dem spielt die GeForce GTX Titan. NVIDIAs Titan, als absolutes Monster unter den Grafikkarten spielt jedoch in einer Preisklasse jenseits von 900 Euro. Ob dieser Preis gerechtfertigt ist, das zweifelt unser Index deutlich an. Jenseits der 400-Euro-Marke gibt es von AMD-Seiten momentan auch nur wenig zu berichten. Muss man aber auch nicht zwingend, denn mit der Radeon HD 7970 GHz Edition hat man ein leistungsfähiges Produkt zu einem vernünftigen Preispunkt gefunden. Wer noch mehr Leistung möchte, der muss den Geldbeutel weiter öffnen und zu einer GeForce GTX 780 greifen.

[pg], 15. Juli 2013