Thronfolge: AMD Radeon R9 290X präsentiert sich im Test

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Eyefinity überarbeitet und neue API im Gepäck



Monitor-Anschlussmöglichkeiten

Bild: AMDs Radeon R-Serie-Grafikkarten: R9 270X und 280X und R7 260X im Test
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Über AMDs Eyefinity Technology wollen wir keine weiteren Worte verlieren. AMD wirbt seit der Einführung der Radeon HD 5000-Serie mit diesen Optionen und machte damit gleichzeitigen Spielspaß an drei oder gar sechs Monitoren salonfähig. Allerdings waren dazu oftmals teure aktive Adapter notwendig. Mit der neuen R-Serie hat AMD hier zum Teil Abhilfe geschaffen, zumindest beim Betrieb von drei Monitoren gleichzeitig.

Das Zauberwort ist dabei simpel und nennt sich Dual-Link-DVI, was bei den neuen Serien bei allen Karten vorhanden sein soll. Damit lässt sich ein dritter Monitor mittels Display-Port-Anschluss anschließen, womit Eyefinity-Spielspass damit auf drei Geräten sofort möglich sein soll. Zum Anschluss von 6 Monitoren gleichzeitig bedarf es weiterhin der aktiven Adapter.

AMD Mantle-API

Bild: AMDs Radeon R-Serie-Grafikkarten: R9 270X und 280X und R7 260X im Test
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Außer der offiziellen Präsentation schweigt sich auch die Pressedarbietung mehr oder minder zur neuen AMD-API aus. Neben OpenGL und DirectX unterstützten die neuen AMD-Grafikkarten ab sofort auch die Programmierschnittstelle Mantle. Dabei soll es sich um eine LowLewel-Programmierung handeln, wie man sie von Konsolen her kennt, welche die Hardware weniger belasten soll und dadurch zu performanterer Umsetzung führen soll.

Obgleich Dice mit Battlefield 4 hier ein Update angekündigt hat, welches auf Mantle aufsetzen soll, hat die Sache objektiv jedoch einen Haken. Grundlegend könnte AMD dies einen deutlichen Vorteil in der Performance verschaffen, was jedoch voraussetzen würde, dass der Hersteller einen großen Anteil von Programmierern dazu verleiten könnte, diese Schnittstelle auch zu nutzen. Blickt man an diesem Punkt allerdings auf die Vergangenheit zurück und erkennt, wie schwer es ist, die Konsolen-Programmierer dazu zu bewegen, gute Portierungen zu erreichen, wird schnell klar, dass dies ein hartes Unterfangen werden könnte.

Unsere einstigen Spekulationen, dass AMD mit dieser Low-Level-Programmierung eine Option gefunden hat, wie man schlicht die für Xbox und PS4 entwickelten Spiele einfach auf PC portieren kann, ist zwischenzeitlich schon dahin, denn weder Microsoft, noch Sony haben eine Unterstützung für Mantle angekündigt. Damit bleibt also Überzeugungsarbeit für AMD gegenüber den Spieleentwicklern. Die Zukunft wird zeigen, wie sich Mantle entwickeln wird.

 

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