Thronfolge: AMD Radeon R9 290X präsentiert sich im Test

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 49

Fazit



Eine durchaus interessante Vorstellung, welche die Radeon R9 290X heute gegeben hat, wenngleich aus zwei Blickpunkten. Entwarnung können wir im Hinblick auf die erlaubte, hohe GPU-Temperatur geben. Diese scheint sich nicht negativ auf umliegende Bauteile nach unseren Überprüfungen auszuwirken. AMD selbst hat noch einmal ausdrücklich im Testzeitraum darauf hingewiesen, dass man diese Temperatur absichtlich so gewählt habe, um eine perfekte Balance zwischen Lautstärke und Geschwindigkeit erreichen zu können. Das gesetzte Temperaturlimit sei absolut unbedenklich.

Kommen wir zu den beiden BIOS-Varianten, welche AMD Quiet und Über genannt hat. Im Quiet-BIOS greifen die Limitierungen des neuen PowerTune recht früh ein und sorgen dafür, dass die Performance nach kurzer Zeit einbricht. Man bewegt sich hier dann in etwa auf dem Leistungsniveau einer GeForce GTX Titan – mal gewinnt man, mal verliert man. Die hier gebotene Leistungsaufnahme ist akzeptabel, die Lautstärke unter Last für unseren Geschmack aber eben nicht leise. Quiet- und Performance-BIOS haben zumindest im Idle-Zustand die identische, leise Geräuschkulisse zu bieten.

Bild: Thronfolge: AMD Radeon R9 290X präsentiert sich im Test

Das Über-BIOS soll laut AMD in allen Lebenslagen die beste Performance bieten und das können wir bestätigen. Die Taktraten bleiben mit 1000 MHz auf maximalem GPU-Takt in allen Spielen erhalten und mit dieser Performance schlägt man dann auch eine GeForce GTX Titan unter höchster Auflösung (je kleiner die Auflösung, desto näher liegen beide Modelle zusammen). Dabei nimmt man dann einen deutlichen Anstieg der Leistungsaufnahme in Kauf (rund 300 Watt) und der Radial-Lüfter dröhnt mit 46 dB(A) in Spielen.

Doch trotz dieser Performance hat sich AMD in all seinen eigenen Darstellungen prinzipiell nur mit der GeForce GTX 780 verglichen, welche man mit über 20 Prozent Geschwindigkeitsvorteil schlägt. Auf Nachfrage teilte der Hersteller mit, dass man sich hier am Preispunkt orientiert habe und der sei näher zur GTX 780, als zur GeForce GTX Titan. In der Tat ist der Preis eine der Hauptüberraschungen am heutigen Tag. AMD zeigt sich bodenständig und nennt diesen mit 549 US-Dollar, was identisch zum Preis der Radeon HD 7970 bei deren Vorstellung war. AMD erklärte uns, dass man nicht davon ausgehe, dass man in der Preisregion einer GTX Titan viele Grafikkarten verkaufen könne, weshalb man sich am üblichen Preisgefüge orientiere.

Damit steht eine AMD Radeon R9 290X ab sofort mit einer Empfehlung von 475 Euro den Preisen einer GeForce GTX 780 ab 540 Euro gegenüber und lässt die GeForce GTX Titan mit Preisen ab 840 Euro in einem miserablen Licht beim Preispunkt erscheinen.

Noch keine Informationen gibt es aktuell dazu, ob und wann die Radeon R9 290X dem Never Settle-Programm angeschlossen wird. Derzeit scheint nur festzustehen, dass die meisten Karten voraussichtlich in Kombination mit dem Spiel Battlefield 4 erscheinen werden. Ebenfalls gibt es noch keine Informationen zur Radeon R9 290. Die kleine Schwester steht weiterhin unter NDA und soll in Kürze vorgestellt werden.


Bild: Thronfolge: AMD Radeon R9 290X präsentiert sich im Test
Positive Eigenschaften
Bild: Thronfolge: AMD Radeon R9 290X präsentiert sich im Test
Negative Eigenschaften
Geschwindigkeit Lautstärke unter Last
Preis Leistungsaufnahme im Performance-BIOS
Volle DirectX 11.2 Unterstützung Leistungsaufnahme Blu-ray-Wiedergabe
Mögliche künftige Vorteile durch Mantle-API Kein Zero Core Power an HDMI oder DP
Angenehm leiser Betrieb im Idle-Zustand
Zero Core Power (am DVI-Anschluss)



[pg & ls], 24. Oktober 2013





 

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