Thronfolge: AMD Radeon R9 290X präsentiert sich im Test

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 6

PowerTune in Version 2


Theorie



Mit der Radeon HD 6900-Serie hatte AMD erstmals seine PowerTune-Technologie vorgestellt. Ein wirklich ausgeklügeltes Stück Technik hatte AMD hier auf den Weg gebracht und wurde von uns in diesem Artikel ausführlich beleuchtet.

Mit der GeForce GTX 680-Serie präsentierte NVIDIA sich dann mit einer Boost-Technologie, welche mit Version 2 zur Einführung der GTX 700-Serie eine Erweiterung fand. AMD ließ es sich nicht nehmen, bei der HD-7000-Reihe eine PowerTune with Boost-Technik vorzulegen, schlicht um es NVIDIAs Marketing gleich zu machen.

Doch halten wir fest: In beiden Fällen gibt es nichts, was den Namen Boost verdienen würde. Die Grafikkarten mit diesen ominösen Bezeichnungen takten unter 3D-Last sofort mit dem höchsten Takt und sollten gewisse Umstände nicht mehr passen, zieht man den Takt und die Spannungen zurück. Während AMD mit seiner ersten Auführung von PowerTune praktisch in Hardware die Auslastung der GPU-Einheiten kontrollierte und bei übermäßiger Beanspruchung den Takt zurück nahm, um ihn kurze Zeit später (meist Sekundenbruchteile) wieder zu erhöhen, hatte NVIDIA im Boost 1.0 schlicht nur die Leistungsaufnahme der GPU im Auge. Wurde die vorgegebene Watt-Zahl erreicht, drosselte man Takt und Spannung. Mit Boost 2.0 führte man dann ein weiteres Kriterium mit der Temperatur ins Feld. Ein Temperatur-Limit von 80°C wurde gesetzt und die Drosselung erfolgt dort bei Erreichen dieses Limits oder des Power-Limits.

Bild: Thronfolge: AMD Radeon R9 290X präsentiert sich im Test
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Es überrascht uns aktuell wenig, dass AMD mit der Überarbeitung seiner PowerTune-Technik nun ebenfalls ein weiteres Kriterium mit ins Feld führt, und dass es sich dabei um die Temperatur handelt. Auch AMD argumentiert hier, dass man darüber nicht nur besonders Energieeffizient sei, sondern auch, dass man darüber eine verbesserte Geräuschkulisse erreiche. Alles das steht allerdings auf Papier und dieses ist bekanntermaßen geduldig.

Das im Treiber gesetzte Temperatur-Limit lautet hier auf stolzen 94 °C für die GPU. Die Radeon R9 290X wird zudem mit einem Dual-BIOS ausgeliefert. Das erste BIOS nennt sich Quiet-BIOS und das zweite Über-BIOS, was man besser als Performance-BIOS bezeichnen sollte – zum besseren Verständnis. Die Unterschiede sind in der Praxis jedoch simpel. AMD hat im Quiet-BIOS eine maximale Lüfterdrehzahl von 2050 RPM hinterlegt, im Performance-BIOS eine maximale Drehzahl von 3015 RPM.

 

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