Thronfolge: AMD Radeon R9 290X präsentiert sich im Test

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PowerTune und das neue Overdrive



AMD hat mit dem neuen Treiber und der Radeon R9 290X ein neues Overdrive-Menü präsentiert, welches sich ein wenig anders in der Handhabung zeigt. Ab sofort gibt es in allen Bereichen – sei es die Taktraten für GPU oder Speicher oder aber auch Limitierungen zur Leistungsaufnahme – lediglich noch Prozentzahlen, welche man mittels Schiebregler oder Hoch-/Runter-Schaltern verändern kann.

Auf Anhieb konnten wir uns mit der neuen Steuerung erst einmal nicht anfreunden. Bei den Hoch-/Runter-Schaltern sind die Einstellungsmöglichkeiten zwar sehr vielfältig, dadurch teils aber auch sehr langwierig. Zusätzlich stellt man sich natürlich bei den Prozentstufen immer die Frage, auf welcher Taktstufe man sich jetzt bewegt und muss ggfs. den Taschenrechner zu Rate ziehen.

Zwei interessante Neuerungen sind uns allerdings sofort aufgefallen:

Bild: Thronfolge: AMD Radeon R9 290X präsentiert sich im Test
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Das neue Overdrive Nutzung Overdrive Gesetzte Limits überschritten


Einerseits bliebt beim Aufrufen des Overdrive-Menüs nun der Haftungsausschluss und Warnhinweis auf, dass das Aktivieren des Menüs, wie auch Veränderungen zum Verlust der Hersteller-Garantie führen. AMD verwies uns im Hinblick auf diese Frage an die Boardpartner. Aus Sicht von AMD seien die gewählten Voreinstellungen so optimal gewählt, dass es nicht notwendig sei, dass der Anwender selbst Hand anlegt. Man darf also annehmen, dass sich die einzelnen Partner weiterhin auf Garantieverlust berufen könnten, sofern ein Betrieb jenseits der Spezifikationen erfolgt.

Andererseits hatte AMD von Hause aus bislang eine Lockerung des PowerTune-Limits lediglich bis zu einer Prozentstufe von 20 Prozent erlaubt. Nun treffen wir erstmals 50 Prozent an – eine mehr als deutliche Steigerung.

Die Bedienung neben Schaltern ist im übrigen ebenfalls mit der Maus im Bild möglich (siehe Bild 2), wenngleich auch ein wenig unpräzise.

Wichtig ist ebenfalls festzuhalten, dass es bei den gesetzten Limits offenbar Gewichtungen gibt und so erscheint nach unseren Test das Temperatur-Limit höhere Gewichtung zu finden, als die gesetzte maximale Lüfterdrehzahl. Wir durften in den Tests feststellen, dass (im Quiet-BIOS) die Lüfterdrehzahl über das gesetzte Minimum angehoben wurde (Bild 3) und zwar in jenem Moment, als die Takt- und Spannungs-Absenkungen gemeinsam mit der vorgegebenen Drehzahl nicht mehr in der Lage waren, das Temperatur-Limit von 94 °C zu halten. Beim Anstieg der Temperatur auf 95 °C stieg die Drehzahl im Quiet-BIOS von 2045 RPM auf über 2200 RPM und wurde kurz darauf wieder abgesenkt.

 

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