Assassins Creed IV: Black Flag im Test

Sonstige Reviews | HT4U.net | Seite 4

Flair und Umsetzung



Jeder Teil der Assassin's-Creed-Reihe war so gesehen etwas Besonderes, weil kein Teil auf dem selben Fleck spielte. Mit jedem Teil der Serie wurde die Spielwelt offener und freier. Während man noch in Teil 2 durch Florenz in der Renaissance lief, wurde man in Revelations ins alte Konstantinopel verfrachtet, und in Teil 3 durfte man Amerika während der Revolution besichtigen. Jetzt jedoch ist das Piratenzeitalter an der Reihe, und Assassin's Creed ist beeindruckend wie lange nicht.

Bild: Assassins Creed IV: Black Flag im Test
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Assassins Creed II Assassins Creed Revelations Assassins Creed IV: Black Flag


Als bis an die Zähne bewaffneter Pirat dürft ihr euch nun erstmals sowohl an Land als auch zu Wasser durch die karibische Welt schlagen. Teilen wir also dieses Kapitel in zwei Hälften auf.

An Land

Bewaffnet mit zwei Säbeln und mit bis zu vier Kanonen könnt ihr euren Gegnern das Fürchten lehren. Das Kampfsystem, welches sich bis auf einige wenige neue Möglichkeiten nicht fortentwickelt hat, verläuft flüssig, wenn auch nach einiger Zeit zu eintönig. Im Prinzip funktioniert das ganze System nach dem Angriff-Angriff-Konter-System. Der Spieler schlägt auf Knopfdruck auf die Gegner ein und muss ab und zu eine weitere Taste drücken, um Gegnern zu kontern. Dies macht es dem Spieler zwar sehr leicht, doch durch die gute Inszenierung wirkt alles weitestgehend flüssig und macht Spaß.

Bild: Assassins Creed IV: Black Flag im Test
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Jedoch ist dies nicht unbedingt die einzige Herangehensweise. Häufig wird der Spieler in Schleichparts verwickelt, in welchen er sich in einer Menschenmenge verbergen muss, um sein Ziel zu belauschen, oder in Gebüschen verstecken muss, um die eine oder andere Wache auszuschalten. Dazu hat der Assassine auch immer seinen besten Freund und Begleiter seit Teil 1 parat: die versteckte Klinge. Dieses am Unterarm befestigte Springmesser dient dem aktuellen Piraten zum lautlosen und schnellen Ausschalten seiner Ziele.

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Leider jedoch verlieren die Schleichparts sowie die versteckte Klinge und die Assassinen an Bedeutung. Zwar stehen diese noch recht weit vorne in der Geschichte, jedoch ist in Black Flag nur noch das Piratenspektakel an sich wichtig.

An Land gibt es außerdem noch vieles mehr zu entdecken, als nur die Hauptmissionen. In den lebendigen Städten als auch auf den entlegenen Inseln finden sich noch zusätzliche Geheimnisse und Schätze, die nur darauf warten, geplündert zu werden. Man begegnet sogar des Öfteren Rätseln, welche Tomb-Raider-typischen Kletter- und Knobelsequenzen sehr ähnlich sind. Alles in allem gibt es viel zu entdecken an Land, jedoch kann man nicht von Insel zu Insel schwimmen, was uns zu Teil 2 führt.

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Zu Wasser

Der Spieler nimmt als gefürchteter Kapitän Kenway das Steuer in die Hand und kann sein mächtiges Schiff – die Jackdaw – durch die Karibik steuern. Dies kann lohnend als auch gefährlich sein.

Zum einen ist es einfach herrlich, durch das Wasser zu gleiten und die tropischen Inseln anzusehen, während die Mannschaft dabei "What shall we do with the drunken sailor" singt. Jedoch verdient man sich so kein Gold, und die Spannung bleibt aus. Das Entern von Schiffen schafft Abhilfe. Die gut umgesetzte und beeindruckende Schiffssteuerung erlaubt es dem Spieler, seine Kanonen abzufeuern, gegnerische Schiffe zu rammen, die Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit durch Einholen der Segeln anzupassen, und vieles mehr.

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Durch das Entern gegnerischer Schiffe verdient man sich Gold und das passende Material, um sein Schiff auf größere Gefechte vorzubereiten. Doch natürlich steht es dem Spieler frei, sein Schiff auch anders zu nutzen. Für die Jagd zum Beispiel. Mit Harpunen bewaffnet, kann man sich auf einem Beiboot mit dem vergleichsweise harmlosen Bullhai bis zum gigantischen Buckelwal anlegen und mit den aus ihnen gewonnenen Ressourcen wieder weitere Verbesserungen freischalten.

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Auch neu hinzugekommen ist die Fähigkeit zu tauchen. Hat der Spieler erst einmal einen bestimmten Punkt in der Geschichte erreicht, kann dieser nach Belieben nach Schätzen tauchen gehen, was wiederum für einiges an Abwechslung sorgt.

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Natürlich kann man sein Schiff auch nutzen, um die unzähligen schönen kleinen Inseln zu besuchen, auf welchen weitere Schätze auf den Spieler warten. Zusammenfassend kann man Ubisoft nur loben, was an Vielfalt und Abwechslung in Assassin's Creed IV: Black Flag eingebracht wurde.