ASUS Matrix HD 7970 Platinum im Test

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Fazit


Testwertung ASUS Matrix HD 7970 Platinum
Performance 3D-Spiele ++
Performance GPU-Computing ++
Kühlleistung ++
Lautstärke Idle +
Lautstärke Last o
Leistungsaufnahme Idle o
Leistungsaufnahme 3D-Last -
Leistungsaufnahme Multi-Monitor-Betrieb - / o
Leistungsaufnahme Blu-ray-Wiedergabe --
Übertakten +
Preis (UVP Stand 18.06.2013) o
Wertungsmöglichkeiten: ++ [sehr gut] / + [gut] / o [befriedigend] / -- [sehr schlecht] / – [schlecht]
Preisvergleich: ab zirka 448 Euro Amazon: ab zirka 499 Euro Hersteller-Produktseite


Die ASUS Matrix HD 7970 Platinum ist in der Tat kein durchschnittliches Produkt und natürlich auch nicht für einen durchschnittlichen Endkunden kreiert worden. Vielmehr richtet man sich mit eigenem Platinen-Design, hohen Taktraten und einem mächtig fetten Kühler an 3D-Enthusiasten, welche auch noch das letzte mögliche Frame herauspressen möchten.

Damit ist auch die gezeigte Performance von Werk aus als positiv zu bezeichnen. Zwischen 8 und 9 Prozentpunkte kann man sich vor eine reguläre Radeon HD 7970 GHz Edition setzen, wobei ein großer Teil dieses Vorteils wohl ebenfalls durch die hohe Speichertaktung gewonnen wird. Manuelle Eingriffe, zu welchen diese Karte natürlich einladen möchte, können die Leistung – je nach Applikation – um weitere 10 Prozent steigern, zumindest bei dem uns vorliegenden Testmuster.

Bild: ASUS Matrix HD 7970 Platinum im Test

Um all das zu ermöglichen, setzt ASUS aber auch auf niedrige Board- und GPU-Temperaturen und damit kann sich das Kühlkonstrukt auch schnell zum Radau-Bruder entwickeln. Lässt man die Hände von manuellen Eingriffen, ist die Geräuschkulisse im Idle-Modus gut und unter Last noch akzeptabel. Im Vergleich zur AMD-Referenzdarbietung, zeigt man sich natürlich klar besser – ein Punkt, welchen wir mit diesem (ersten) Test überprüfen wollten.

In Sachen Leistungsaufnahme kann ASUS leider nur bedingt punkten. Dem Wandler-Overkill wird eine fast doppelt so hohe Leistungsaufnahme im Idle-Modus geschuldet und unter Last liegt man gleich auf mit der Referenzkarte, allerdings bei höheren Taktraten. Doch da wo die Matrix hin möchte, zählt dieses Segment vermutlich weniger. Hier wird auch an Anwender gedacht, welche mit Stickstoff- oder Wasserkühlungen zu Werke gehen möchten.

Von daher erstaunt uns auch der Preis von knapp 450 Euro wenig und wir unterstellen, dass der Design-Aufbau diese Summe prinzipiell Wert ist. Man tummelt sich hier auf einem etwa gleichen Preisniveau mit anderen Spezial-Karten, wie beispielsweise der MSI HD 7970 Lightning Boost. Radeon HD 7970 GHz Edition-Modelle, gar mit höheren Taktraten als von AMD vorgesehen, gibt es jedoch auch schon zu Preisen ab rund 340 Euro. Und an dieser Stelle trennt sich eben ASUS von der typischen Zielgruppe, welche zum günstigeren Angebot greifen wird und erklärt über seinen breiten Funktionsumfang den höheren Preis.

[pg], 18. Juni 2013