ASUS Matrix HD 7970 Platinum im Test

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 7

Impressionen



Bild: ASUS Matrix HD 7970 Platinum im Test
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ASUS fährt mit der Matrix HD 7970 Platinum ein schweres Geschütz auf. Mit 1390 Gramm Gewicht erblicken wir ein Schwergewicht im Grafikkarten-Segment. Da der Kühler dieses Hohe Gewicht mit sich bringt, hat ASUS gleichzeitig eine stabilisierende Platte auf der Rückseite der Grafikkarte angebracht. Eine Kühlfunktion hat die Platte nicht und ist von leitenden Bauteilen weit genug distanziert. Der Kühler selbst belegt fast komplett drei Steckplätze auf dem Mainboard. Interessenten sollten daher erst einmal prüfen, ob ein Einsatz im heimischen PC damit überhaupt möglich ist.

Bild: ASUS Matrix HD 7970 Platinum im Test
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Das augenscheinliche Herzstück – der Kühler – ist in mehrere Einzelteile aufgebaut. Die eigentliche Kühleinheit wird von 5 Heatpipes dargestellt, welche in einer Kupferbodenplatte münden. Diese besitzt die Tahiti-typische Ausformung zur Auflage auf der GPU. Die Kerne der Tahiti-GPUs sind – aus nicht klaren Gründen – etwas tiefer angeordnet, als die Auflage um die GPU, weshalb hier besondere Formgebungen an die Bodenplatte der Kühler gefordert sind. Eine DCU-Umsetzung – also ein direkter Kontakt der Heatpipe-Rohre mit der GPU wäre wohl deutlich zu Aufwändig umzusetzen gewesen, weshalb ASUS darauf verzichtet hat.

Die Lamellen des Radiators bestehen wie üblich aus Aluminium. Zusätzlich findet sich im Innern des Kühlkonstruktes noch ein passiver Heatspreader für Bauteile der Spannungsversorgung oder die Speicherchips.

Die äußerliche Kunststoff-Abdeckung des Kühler besitzt am oberen Ende ein eingelassenes Logo, welches im Betrieb durch verschiedene Farben beleuchtet wird. In Last freiem Zustand leuchtet der Schriftzug blau, unter maximaler Last rot.

Bild: ASUS Matrix HD 7970 Platinum im Test
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Die Stromversorgung der sehr ausladenden Platine erfolgt über zwei 8-Pin-Anschlüsse. Eine TDP der Grafikkarte nannte ASUS uns nicht, jedoch ist sie in dieser Umsetzung für eine maximale Leistungsaufnahme von 375 Watt ausgelegt – und vorwegschicken dürfen wir, dass sie dieses Level durchaus auch bei Übertaktung inklusive Spannungserhöhung erreichen kann. Wer mit der Karte liebäugelt, sollte also ein wirklich leistungsfähiges Netzteil sein Eigen nennen.

Die Platine selbst ist etwas länger als eine reguläre Radeon HD 7970 und zirka drei Zentimeter höher. Grund dafür dürfte der Platzbedarf für verschiedenste Bauteile sein, welche ASUS hier zusätzlich noch zum Einsatz bringt. Dabei blicken wir bei der GPU-Stromversorgung auf eine fette 16-Phasen-Wandlung, beim Speicher genügen ASUS die üblichen zwei Phasen, obgleich man den 1500-MHz-Hynix-Speicher mit 1650 MHz von Hause aus befeuert. Aber es funktioniert.

Bild: ASUS Matrix HD 7970 Platinum im Test
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Auf der Platine sind zudem einige Besondere Elemente angebracht. Unter anderem findet man Anschluss-Punkte für die beiliegenden Messkabel. Diese simplen Kabel dienen dazu, dass man bequem mittels eines Multi-Meters die anliegenden Spannungen für GPU, Speicher und PLL abnehmen kann. Das funktionierte in der Praxis auch sauber, allerdings sind die Messkabel nicht verpolungssicher ausgeführt, und so kann es vorkommen, dass die schwarze Leitung eben stromführend und nicht Masse ist. Zudem sind die simplen Stecker an ihren rückwärtigen Steckkontakten nicht isoliert – man sollte direkte Kontakte also vermeiden.

Die Druckschalter der Platine haben verschiedene Hintergründe. Mittels des roten 100%-Schalters deaktiviert man die Lüfterregelung und die beiden Ventilatoren der Grafikkarte laufen auf voller Drehzahl – und erzeugen einen tosenden Lärm. Das ist nichts für empfindliche Ohren. Der Safe-Mode-Schalter ist mehr oder minder selbsterklärend: hat man zu hohe Taktraten angelegt und die Karte verweigert ihren Start, kann man darüber den Start wieder ermöglichen. Über die Schalter "+" und "-" kann man händisch (ohne Software-Tools) die Spannung hochsetzen. Dies stellen also alles Optionen für den absoluten Tweaker dar und sind allesamt mit Vorsicht zu genießen.

Natürlich besitzt die ASUS Matrix HD 7970 Platinum ebenfalls ein Dual-Bios. Damit können Übertakter also auch dieses Mittel nutzen, dauerhaft Taktraten und Spannungen zu hinterlegen. Weiterführende Informationen finden sich auf der Produktseite des Herstellers.