Call of Duty: Ghosts im Test

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Fazit



Systemvoraussetzung und Besonderheiten



Hier hat der Hersteller die Messlatte ziemlich hoch gehängt und mit Sicherheit den einen oder anderen Fan verärgert. Infinity Ward gibt als Minimum für das Betriebssystem eine 64-Bit-Version von Windows 7 oder 8 vor. Doch damit nicht genug, mindestens 40 Gigabyte Festplattenspeicher und 6 Gigabyte Hauptspeicher sind das genannte Minimum – ursprünglich zumindest. Ein Patch ist erschienen, welcher die Hauptspeicheranforderung auf 4 GByte reduziert. Außerdem nennt der Hersteller eine DirectX-11-fähige Grafikkarte wie etwa eine Radeon HD 5870 oder eine GeForce GTS 450. Was dieser Hersteller-übergreifende Vergleich soll, ist uns nicht ganz klar, denn eine GTS 450 spielt in einer Liga um 200 Prozent unter einer Radeon HD 5870.

Eckdaten Call of Duty: Ghosts
Veröffentlichung 5. November 2013
Genre First-Person Shooter
Entwickler Infinity Ward
Publisher Activision
Altersfreigabe 18 Jahre
Grafik-Engine IW-Engine
DirectX-Pfad DirectX 11
Spielmodi Single-Player, Multi-Player
Systemanforderungen (Minimum) Zweikern-Prozessor – ca. 2,5 GHz Takt
4 GByte Hauptspeicher (ehemals 6 GByte)
DirectX11-Grafikkarte
40 GByte Festplattenspeicher
Ab Windows 7
Internetverbindung zur Aktivierung
Kopierschutz Aktivierung bei Steam – kontogebunden
Verfügbare Plattformen PC, Xbox 360, PlayStation 3
Steuerung Tastatur, Maus oder Spiele-Controller


Die offiziellen Empfehlungen an die Systemvoraussetzung lesen sich dann noch einmal klar anspruchsvoller, denn hier werden ein Vierkern-Prozessor der Core-i5-Serie mit 3,6 GHz Takt, 8 Gigabyte Hauptspeicher und gar eine aktuelle Grafikkarte der NVIDIA-Serie GeForce GTX 760* empfohlen. Das liest sich nach einer harten Nuss, ist aber wirklich nicht weit von der Wahrheit entfernt.

Unsere Empfehlung:

Will man CoD: Ghosts wirklich in voller Vielfalt und Qualität genießen, sollte man definitiv nicht unter einem Vierkern-Prozessor kalkulieren. Oft lassen sich Konsolenportierungen an der CPU-Last erkennen. Aber noch häufiger erblicken wir Grafikkartenlast, und wie schon zuvor beschrieben, konnten wir unser System mit übertakteter GTX-680-Grafikkarte zeitweise bei zugeschaltetem FXAA mit nur 40 Bildern pro Sekunde erblicken. Das mag der Worst Case sein, welchen Ghosts hier zeichnet, aber es kommt eben vor.

Mit hochgesteckten Ambitionen sollte man also nicht unterhalb einer Radeon HD 7850* oder einer NVIDIA GeForce GTX 660* starten – etwas höher wäre gar besser, will man reguläre Kantenglättung hinzuschalten. Meist sorgenfrei läuft man hingegen eher ab AMD Radeon HD 280X oder GeForce GTX 680* /GTX 760 durch das Spiel.

Anfängliche Fehler:

Wie bereits erwähnt, hielten sich die anfänglichen Fehler in Grenzen. Traten jedoch Probleme auf, dann in Form von schwerwiegenden Grafikfehlern, vor allem was die Wasserdarstellung angeht. Positiv zu bewerten ist, dass ganz im Gegensatz zum Kollegen Battlefield 4* sich keinerlei Spielabstürze bemerkbar machten. Dies muss, besonders den Mehrspielermodus betreffend, nicht heißen, dass solche nicht existieren, sondern lediglich, dass wir während unserer Testphase selber keinerlei Probleme mit Abstürzen hatten.

Fazit



Call of Duty: Ghosts bietet eine erfreulich abwechslungsreiche Kampagne, geprägt jedoch von einer deprimierend kurzen Spielzeit von gerade mal fünf Stunden, was selbst für Titel dieses Genres sehr wenig ist. Nachdem wir bei Battlefield 4 von der Story sehr enttäuscht waren, müssen wir Ghosts dagegen loben, welches zwar das Rad nicht neu erfunden hat, doch mit Story, Sound-Untermalung und vielfältigen Schauplätzen die Geschichte in einem anderen Licht darstellt. Subjektiv für uns eine der Hauptüberraschungen.

Insgesamt ist die Kampagne nicht unbedingt ein Kaufgrund, jedoch war dies vermutlich auch noch nie so und kein ausschlaggebender Faktor für den Kassenmagnet CoD. Ebenso wenig lag der Erfolg der Serie in grafisch glänzender PC-Pracht, waren die letzten Titel hier doch meist nur ein warmer Konsolen-Aufguss. Hier gibt es klare Änderungen zu vermelden. Der optische Gesamteindruck weiß überwiegend zu überzeugen und ist der neuen Engine geschuldet, patzt aber leider auch oft bei Bodentexturen. Sei es drum – im Gesamteindruck konnten wir hier und dort gerne über diesen Fauxpas hinwegsehen.

Bild: Call of Duty: Ghosts im Test

Das Hauptaugenmerk liegt bei den Fans aber weiterhin auf dem Mehrspielermodus, was auch nachvollziehbar ist. Dieser wurde gut umgesetzt und bietet eine Vielzahl an Modi, Karten und Verbesserungsmöglichkeiten für den Spieler. Auch mit dem neuen Extinction-Modus lassen sich vor allem mit Freunden noch eine oder zwei Stunden Spielspaß herausholen. Doch eben jener Modus hat die wenigsten Überraschungen zu bieten. Persönlich erfuhren wir die meisten Überraschungen im Bereich der Kampagne. Insgesamt bleibt der Mehrspielermodus aber unterhaltsam und kann die meisten Stunden Spielspaß mit sich bringen. Fraglich ist, ob Call of Duty: Ghosts die 50 bis 60 Euro, die es dem Käufer abverlangt, wert ist. Verglichen zu den letzten Titeln zum gleichen Preis muss die Antwort heute wohl Ja lauten.

Wertung Call of Duty: Ghosts
Grafische Umsetzung/Optionen +
Idee o
Spannung +
Spielspaß (Einzelspielermodus) +
Dauermotivation (Einzelspielermodus) -
Spielspaß (Mehrspielermodus) +
Dauermotivation (Mehrspielermodus) ++
Spieldauer (Einzelspielermodus) --
Wertungen: ++ [sehr gut] / + [gut] / o [befriedigend] / -- [sehr schlecht] / – [schlecht]
Steam: ab zirka 60 Euro Amazon: ab zirka 55 Euro Webseite


[dog & pg], 25. November 2013