Huawei Ascend P6 im Smartphone-Test

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Technik im Detail


Hardware-Layout


Eine etwas tiefergehende Betrachtung der Technik bei einem Tablet- oder Smartphone-Test sollte aus unserer Sicht nicht fehlen. Natürlich interessieren sich nur die wenigsten Anwender für das was in ihren Geräten steckt und so lange alles ruckelfrei und butterweich scrollt, zeugt das Produkt vom intelligenten Einsatz hochwertiger Hardware. Das könnte aber durch kleinere Tricks erkauft sein, denn eine niedrige Auflösung kann beispielsweise zu höheren Frameraten in Spielen führen und die Menüdarstellung flüssig erscheinen lassen, dafür lässt sich jedoch eben nur wenig Bildinhalt darstellen.

Leider lässt sich das Huawei Ascend P6 nicht ohne weitere zerlegen und auch ein Akkutausch durch den Endnutzer ist nicht vorgesehen. Auch hat sich nach heutigem Stand auch keiner unserer Kollegen an das Innenleben des Smartphones herangewagt. Wir würden an dieser Stelle gerne an die "Federal Communications Commission" (FCC) verweisen, doch sind die dortigen Unterlagen zum Ascend P6 offenbar nicht für die Öffentlichkeit zugänglich oder unvollständig.

Wir können an dieser Stelle lediglich auf ein Herstellervideo verweisen, in dem der grundsätzliche Aufbau des Geräts aufgebaut ist, werden es aber uns gleichzeitig natürlich nicht nehmen lassen bekannte Fakten zur verbauten Hardware zu behandeln.



Chipsatz


Huawei setzt beim Ascend P6 auf ein System-on-a-Chip (SoC) aus dem Portfolio des Herstellers HiSilicon. HiSilicon ist ein Tochterunternehmen von Huawei und beschäftigt sich ausschließlich mit der Entwicklung und Produktion von ARM-basierten SoCs.

Beim Huawei Ascend P6 kommt ein SoC mit der Bezeichnung "K3V2" zum Einsatz, dessen Herz aus vier ARM Cortex-A9-Kernen besteht und mit bis zu 1,5 GHz getaktet werden. Dieses SoC wird auch im Huawei MediaPad 10 FHD und Ascend D1 Quad XL eingesetzt – beide Geräte sind im Herbst letzten Jahres (2012) auf dem Markt erschienen. Durch den Einsatz der mittlerweile nicht mehr ganz taufrischen Cortex-A9-Kerne gehört das SoC vielleicht noch nicht zum alten Eisen, doch lässt sich bereits beim Lesen der Datenblätter ein gewisser Performance-Rahmen abstecken.

Bild: Huawei Ascend P6 im Smartphone-Test


Während jeder einzelne der vier Kerne 64 KB an Level-1-Cache besitzt, teilen sich die Recheneinheiten einen 1 MB großen Level-2-Cache, sowie ein insgesamt 64 Bit breites Speicherinterface. Im Ascend P6 sind daran 2 GB an LPDDR2 Arbeitsspeicher angeschlossen, die mit effektiv 500 MHz betrieben werden. Daraus ergibt sich eine Speicherbandbreite von 8 GB/s. Zum Vergleich: das Nexus 7 (2012) hat eine Speicherbandbreite von 5,3 GB/s.

Den vier ARM Kernen steht eine GPU des kalifornischen Chipentwicklers Vivante zur Seite. Dabei handelt es sich um eine GC4000 genannte GPU mit insgesamt 8 Vec4-Shadereinheiten. Laut den Datenblättern liefert sie eine Rechenleistung von 30,7 GFLOPS bei 480 MHz und ist OpenGL ES 3.0 kompatibel. Gefertigt wird das gesamte SoC bei TSMC im 40 nm Fertigungsprozess.

Display


Beim Display des Huawei Ascend P6 handelt es sich um ein IPS-Panel, dessen Bilddiagonale 4,7 Zoll beträgt. Es ist mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung ausgestattet und verfügt über eine Auflösung von 1280 x 720 Pixel – die Pixeldichte beträgt somit 312 dpi. Damit bietet Huawei ein zeitgemäßes Display, welches allerdings in dieser Preisklasse mittlerweile auch üblich ist.

Modell-Vergleich Display-Größe Auflösung Pixeldichte (DPI)
Google Nexus 4 4,7 Zoll 1280 x 768 318
HTC One X 4,7 Zoll 1280 x 720 312
Huawei Ascend P6 4,7 Zoll 1280 x 720 312
Apple iPhone 5s 4 Zoll 1136 x 640 326
Samsung Galaxy S4 4,99 Zoll 1920 x 1080 441
Apple iPad 4 9,7 2048 x 1536 264
Google Nexus 10 10 Zoll 2560 x 1600 300


Zum Panel selbst gibt es derzeit leider keine Details. Uns ist schlichtweg nicht bekannt welcher Typ zum Einsatz kommt – für Hinweise wären wir dankbar.

Akku


Beim Akku des Ascend P6 handelt es sich um eine einzelne Lithium-Ionen-Zelle (LiIon) mit einer Nennspannung von 3,7 Volt und einer Kapazität von 2000 mAh. Damit hat der Akku eine Kapazität von 7,4 Wh, wodurch das Gerät laut Amazon eine Gesprächszeit von rund 28 Stunden im 2G-Modus erreichen soll. Dem flaschen Design geschuldet, ist der Akku leider nicht ohne weiteres austauschbar – stirbt der Akku muss das Gerät also an den Hersteller geschickt werden. Ein großes Manko unserer Meinung nach.