Noctua NH-U12S im Test

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Software und Testprozedere



Hinsichtlich unserer Tests haben wir uns im Vorfeld darüber Gedanken gemacht, in welchen Bereichen besonderes Augenmerk auf CPU-Kühler gelegt wird, denn schließlich ist die Flut an solchen Produkten im Markt riesig.

Lastzustände:

Natürlich haben wir uns dazu entschlossen auch weiterhin Temperaturen und Lautstärke in den Bereichen Idle (ruhender Windows-Desktop) und simulierte, synthetische Volllast zu überprüfen. Letzteres dürfte sich allerdings nur in wenigen Situationen praxisnah widerspiegeln. Dabei denken wir beispielsweise an sehr rechenintensive, wissenschaftliche Programme oder auch Distributed Computing à la BOINC. Aber diese Beispiele zeigen auch, dass dies nicht immer die übliche Praxis eines Anwenders darstellt. Durch unseren ehemaligen Test-Parcours haben wir zudem dargestellt, dass Video en/- oder decoding durch Tools wie HandBrake den Prozessor annähernd zu 100 Prozent, sprich der synthetischen Volllast, auslastet. Um solche Situationen zu simulieren haben wir uns schließlich für Core2MaxPerf als Tool entschieden, welches alle vier Kerne unseres Testprozessors stresst.

Bild: Phanteks PH-TC14PE im Test

Core2MaxPerf und Coretemp im Einsatz


Etwas Office Bearbeitung, im Internet surfen und E-Mails lesen fällt aus einer sinnvollen Betrachtung ebenfalls heraus, da man sich in diesen Bereichen praktisch auf lastfreiem Betrieb für Prozessoren bewegt, welche mit ihren ausgeklügelten Energiesparmaßnahmen in aller Regel auf niedrigster Taktfrequenz arbeiten.

Allerdings gibt es sicherlich noch ein Anwendungsgebiet, welchem viele Anwender täglich frönen: Computerspiele. Meist ist es genau dieser Bereich – die Gamerszene – den Hersteller von Zubehör aus dem Kühlerbereich besonders ansprechen möchten. Wir haben darum für den heutigen Test zusätzlich noch einen Spieletitel herausgepickt, welcher exemplarisch diesen Praxistest abdecken soll. Dabei haben wir durch vorige Selektion einen Vertreter gewählt, welcher den Prozessor hinreichend belastet, ohne dabei vollkommen CPU-lastig zu sein. Eine große Zahl der aktuellen Spieletitel sollte den Prozessor nicht in einem solchen Maße fordern, wie wir es in unserem Test tun.

Bild: Phanteks PH-TC14PE im Test

Skyrim – Testszene Rifton


Bei der CPU-Auslastung erkennen wir, dass vorrangig zwei Kerne der CPU genutzt werden, die Last auf einem dritten Kern fällt dagegen geringer aus und auf dem vierten CPU-Kern noch einmal geringer. Nichtsdestotrotz steigt in diesem Test natürlich die Temperatur aller vier Kerne gleich an.

Die jeweils ermittelten Kerntemperaturen nach 15 Minuten Last addieren wir und bilden dann daraus einen Mittelwert, welchen wir in den späteren Diagrammen abbilden werden.

Lüftersteuerung:

Auf den heutigen Hauptplatinen bieten alle Hersteller Lüfterregelungen für die Fan-Anschlüsse an. Untereinander haben diese aber meist nichts gemein und so ist die Lüfterregelung bei ASUS sicherlich eine Andere, als beispielsweise bei ASrock, Gigabyte oder MSI. Vorgaben vom CPU-Hersteller gibt es nicht und daher kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen.

Beim hier zum Einsatz kommenden ASUS Maximus IV Gene-Z/Gen3 bietet der Hersteller mehrere vorgegebene Profile, das Deaktivieren der Steuerung und natürlich manuelle Profile.


Bild: Phanteks PH-TC14PE im Test
Bild: Phanteks PH-TC14PE im Test
Bild: Phanteks PH-TC14PE im Test


Um unter Windows Einfluss nehmen zu können und nicht immer wieder das BIOS besuchen zu müssen, verwenden wir die ASUS AI Suite II und deren dort beinhaltete Tools. Wir messen bei den Testkandidaten einmal die PWM-gesteuerten Lüfter im Modus "Silent" und einmal bei deaktivierter Lüftersteuerung, was dann der maximalen Förderleistung des Lüfters entspricht – und natürlich dem höchsten Betriebsgeräusch.

Moderne Kühler kommen in aller Regel mit passenden Vier-Pin-PWM-Lüftern daher, in wenigen Fällen kommt es aber auch vor, dass der Hersteller nur auf 3-Pin-Lüfter setzt. In diesem Zusammenhang zeigt die ASUS-Hauptplatine eine kleine Besonderheit, denn die Regelung bei 3-Pin-Modellen erfolgt auf etwas andere Weise und es werden meist auch keine solch niedrigen Drehzahlen wie bei gepulsten Lüftern angelegt. In diesen Fällen testen wir dann zusätzlich noch ein manuell vorgegebenes Profil.