NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost im Test

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Technische Betrachtung



Eckdaten GeForce GTX 660 GeForce GTX 650 Ti Boost GeForce GTX 650 Ti GeForce GTX 650
Codename GK106 GK106 GK106 GK107
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren 2,54 Mrd. 2,54 Mrd. 2,54 Mrd. 1,3 Mrd
Taktrate Chip 980 MHz 980 MHz 925 MHz 1058 MHz
Taktrate Shader 980 MHz 980 925 MHz 1058 MHz
Taktrate Speicher (MHz) 1502 MHz 1502 MHz 1350 MHz 1250 MHz
Taktrate Speicher (Mbps) 6008 Mbps 6008 Mbps 5400 Mbps 5000 Mbps
Speicherart GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5
typische Speichergröße 2048 MB 2048 MB 1024 MB 2048 / 1024 MB
Speicheranbindung 192 bit 192 bit 128 bit 128 bit
Shader Recheneinheiten 960 768 768 384
Befehlsarchitektur Skalar Skalar Skalar Skalar
Fähigkeiten pro Shadereinheit MADD MADD MADD MADD
Double Precision Unterstützung Ja – 1/24 SP-Leistung Ja – 1/24 SP-Leistung Ja – 1/24 SP-Leistung Ja – 1/24 SP-Leistung
Textur-Einheiten (TMUs) 80 64 64 32
Raster-Operation-Einheiten (ROP) 24 24 16 16
Shader-Model-Version 5.0 5.0 5.0 5.0
DirectX-Version DirectX 11 DirectX 11 DirectX 11 DirectX 11
Audio-Controller 7.1 (HD-Bitstream) 7.1 (HD-Bitstream) 7.1 (HD-Bitstream) 7.1 (HD-Bitstream)
Video-Prozessor VP5 VP5 VP5 VP5
Typische Leistungsaufnahme (Herstellerangabe) 115 W 115 W - -
Maximale Leistungsaufnahme (Herstellerangabe) 140W 140W 110 W 64 W


Die GeForce GTX 650 Ti Boost basiert, wie auch die GeForce GTX 660 und die GTX 650 Ti, auf dem GK106-Chip. Während bei der GeForce GTX 660 ein GK106 im Vollausbau mit fünf Streaming Multiprozessoren (SMX) zum Einsatz kommt, wurden im Falle der GTX 650 Ti Boost einige Funktionseinheiten deaktiviert. Wie bei der GeForce GTX 650 Ti fiel hierbei ein SMX dem Rotstift zum Opfer. Anders als bei der Standard-Version der GTX 650 Ti kann die Boost-Edition jedoch auf das komplette 192 bit Speicherinterface (drei 64 bit Speichercontroller) des GK106 zurückgreifen.

Bild: NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost im Test

Blockschaltbild GeForce GTX 650 Ti Boost – GK106 mit einem deaktiviertem SMX


Im Gesamten verfügt die GeForce GTX 650 Ti Boost über vier SMXs. Bei 192 Cuda Cores und 16 Texturierungseinheiten (TMU) pro SMX ergibt sich hieraus eine Gesamtanzahl von 768 Cuda Cores und 64 TMUs. Hinsichtlich dieser Gesichtspunkte entspricht die GTX 650 Ti Boost der Standard-Version der GTX 650 Ti. Jedoch verfügt die GTX 650 Ti Boost über drei ROP-Partionen und drei 64-bit-Speichercontroller und kommt somit auf ein 192 bit Speicherinterface bei 24 ROPs (acht ROPs pro ROP-Partition). In Puncto Speicheranbindung entspricht die Boost-Edition demzufolge einer GeForce GTX 660. Die beschrieben Architekturänderungen spiegeln sich auch in den theoretischen Eckdaten wieder, wie die nachfolgende Tabelle zeigt.

Merkmal GeForce GTX 660 GeForce GTX 650 Ti Boost GeForce GTX 650 Ti GeForce GTX 650
Rechenleistung – SP (MADD) 1882 GFLOPs 1505 GFLOPs 1421 GFLOPs 813 GFLOPs
Rechenleistung – DP (MADD) 78 GFLOPs 63 GFLOPs 59 GFLOPs 34 GFLOPs
Texturierungsleistung (INT8 bilinear) 78,4 GTex/s 62,7 GTex/s 59,2 GTex/s 33,9 GTex/s
Pixelfüllrate 23,5 GPix/s 23,5 GPix/s 14,8 GPix/s 16,9 GPix/s
Speicherbandbreite 144,2 GB/s 144,2 GB/s 86,4 GB/s 80,0 GB/s


Aufgrund der Architektur-Gleichheit zur GTX 660 hinsichtlich der Speicheranbindung, liefert die GTX 650 Ti Boost bei der Speicherbandbreite und Pixelfüllrate identische Werte zur GeForce GTX 660. Hinsichtlich der Rechen- und Texturleistung kann die Boost-Variante jedoch nicht mit der GeForce GTX 660 mithalten und liegt, aufgrund des deaktiviertem SMX, in etwa auf dem Niveau einer Standard GTX 650 Ti.

Bild: NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost im Test