NVIDIA GeForce GTX 760 im Test

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Impressionen



Bild: NVIDIA GeForce GTX 760 im Test
Bild: NVIDIA GeForce GTX 760 im Test
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Reden wir nicht um den heißen Brei: Vom Glanz der bislang gezeigten GTX-700-Kühler ist hier nichts mehr vorhanden. Selbst die NVIDIA-Produktbilder bieten noch mehr Details als die Realität aufzeigen kann. Wir haben es abermals mit einem kurzen, günstigeren Platinen-Design zu tun, so wie bei der GeForce GTX 670 und dort findet sich dann auch eben ein schlichtes Kühlkonstrukt im Kunststoffgehäuse wieder. Ungewohnt für das Auge, gewohnt für Kenner der GTX-600-Serie, sind dann eben auch die mittig erscheinenden Strom-Anschlüsse. Diese sitzen wohl am Ende der Platine, doch durch die lediglich rund 17 Zentimeter lange Platine und ihren darüber hinaus ragenden Lüfter, entsteht dieser optische Eindruck.

Bild: NVIDIA GeForce GTX 760 im Test
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Die Ähnlichkeiten im Aufbau zu einer GeForce GTX 660 Ti sind dabei deutlicher, als zu einer GeForce GTX 670. Das ist mit auf die freien Speicherchipplätze zurück zu führen, welche sich auch bei diesem neuen Konstrukt wiederfinden und hier einen etwaigen Ausbau auf 4 GByte Hauptspeicher ermöglichen können. Mit den beiden 6-Pin-Stromanschlüssen ist die Platine für eine theoretische Leistungsaufnahme von 225 Watt gerüstet – ähnlich wie die GTX 680. Die TDP nennt NVIDIA allerdings mit 170 Watt und richtet sich an diesem Punkt auf die Power Target-Limitierungen aus.

Bild: NVIDIA GeForce GTX 760 im Test
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Diese Beschränkung der Leistungsaufnahme wird hier ebenfalls wieder durch einen Texas-Instruments-Chip überwacht. Der Ina 3221 sitzt auf der Rückseite der Platine und ist in der Lage die aktuelle Leistungsaufnahme des gesamten Boards zu übermitteln. Ob nun gerade der Speicher am Limit läuft, oder eben die Auslastung der GPU, alles das wird gemeldet und darauf reagiert.

Die Stromversorgung der GPU wird im Referenzdesign über eine 4-Phasen-Wandlung umgesetzt, jene der Speicherversorgung über eine 2-Phasen-Wandlung. Letzteres dürfte man in der Praxis meist selten antreffen, denn schon häufig erblickten wir lediglich eine Drossel für die Speicher-Stromversorgung. Das Design insgesamt erscheint karg ausgelegt – ein Deja-Vu, welches jedoch auch mit den Modellen der GTX-670- oder GTX-660-Serie hervorragend funktionierte.

Bild: NVIDIA GeForce GTX 760 im Test
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Bei der Kühlung hatten wir keine Wunder erwartet und wurden damit nicht enttäuscht. Schon zur Vorstellung der GeForce GTX 770 gab es kaum bis keine Angebote der Boardpartner, welche auf den teuren NVIDIA-Kühler setzten. Teuer wegen der Materialien, teuer wegen der relativ geringen Auflage und so setzen die Partner immer dann, wenn es erlaubt ist, auf eigene Optionen. Und so erblicken wir im Falle der GTX 760 sehr schlichte NVIDIA-Kost, die auch schon aus früheren Zeiten bekannt ist und von den Board-Partner-Produkten problemlos geschlagen werden kann.

Ein recht unscheinbarer Alu-Block stellt den Radiator dar und dessen Kühlfläche wird durch eine kupferne Bodenplatte umgesetztl Diese verfügt über keinerlei Vapor-Chamber-Technik und wirbt auch mit keinerlei tollen Features.

Bei der GTX 770 setzte NVIDIA erstmals schnelleren GDDR5-Speicher ein, welcher auch mit 1750 MHz Takt arbeiten konnte. Bei der GTX 760 verzichtet man auf die Option des teueren Speichers und verwendet typische Chips, welche bis 1500 MHz Takt freigegeben sind.