NVIDIA GeForce GTX 760 im Test

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 47

Fazit


Testwertung NVIDIA GeForce GTX 760
Performance 3D-Spiele +
Performance GPU-Computing -
Kühlleistung o
Lautstärke Idle o
Lautstärke Last -
Leistungsaufnahme Idle ++
Leistungsaufnahme 3D-Last -
Leistungsaufnahme Multi-Monitor-Betrieb ++ / +
Leistungsaufnahme Blu-ray-Wiedergabe ++
Übertakten +
Preis (UVP Stand 24.06.2013) 249 US-Dollar / 237 Euro
Wertungsmöglichkeiten: ++ [sehr gut] / + [gut] / o [befriedigend] / -- [sehr schlecht] / – [schlecht]
Preisvergleich: ab zirka – Euro Amazon: ab zirka – Euro Hersteller-Produktseite


Bis auf weiteres wird es von NVIDIA keine Überraschungen im Grafikkarten-Bereich geben. Das zumindest bezieht die Hersteller-Aussage auf Neuvorstellungen bis zum Herbst 2013. Man darf da vielleicht deuten, dass es im vierten Quartal 2013 mit Neuvorstellungen weitergehen könnte, doch das tut heute nichts zur Sache, denn in den letzten Wochen und Monaten hat NVIDIA für einige Überraschungen im Grafikkartenbereich gesorgt. Auch heute wieder sind wir überrascht, allerdings nicht nur positiv. Die GeForce GTX 660 Ti, GTX 670 und die GTX 680 sind nun Schnee von Gestern – zumindest auf der Roadmap von NVIDIA. Die Karten dürften noch abverkauft werden um dann vollständig mit der neuen Produktpalette ersetzt zu werden.

NVIDIA sieht die GeForce GTX 760 als Nachfolger der GeForce GTX 660 Ti und dies eben zu einem besseren Preis-/Leistungsverhältnis. In der Tat war die Ablöse eine gute Entscheidung, denn die Leistungsunterschiede zwischen der GTX 660 Ti und der GTX 660 waren meist nur marginal und man bewilderte damit das eigene Geschäft. Mit der GTX 760 schafft man zur GTX 660 einen Leistungsunterschied von guten 14 Prozent und 10 Prozent zur Ti-Variante. Von einer noch verfügbaren GTX 670 ist man nur sechs Prozentpunkte entfernt und vom aktuellen Modell GTX 770 runde 28 Prozent. Das ließe Spielraum für eine GeForce GTX 760 Ti, falls der Markt Bedarf anmeldet oder NVIDIA Handlungsbedarf sieht.

Bild: NVIDIA GeForce GTX 760 im Test

Die Flexibilität in der GPU-Architektur ermöglicht es dem Hersteller, auch schlechtere Chips in der Produktions-Ausbeute verwenden zu können und Performance-Unterschiede erreicht man mittels Taktsteigerungen, so dass das Bild letztlich schlüssig passt. Doch es passt nicht überall, denn eine GeForce GTX 670 hatte eine maximale Leistungsaufnahme von 140 Watt, eine GeForce GTX 680 von 170 Watt. Letztere Zahl stellt auch die TDP der neuen GTX 760 dar und die erreichen wir auch in unseren Lasttests. Damit kann NVIDIA keine gute Bilanz bei der Leistungsaufnahme unter 3D-Last für sich verbuchen, punktet allerdings mit dem Produkt im Idle-Modus, oder bei Blu-ray-Wiedergabe und im Multi-Monitor-Betrieb. Ein kleiner Schatten bleibt hier also im neuen Produktportfolio.

Die Lautstärke wollen wir unterordnen, da wir nicht damit rechnen, dass sich sehr viele Angebote mit Referenzkühler einstellen. Und das ist auch gut so, denn der Referenzkühler erinnert an typische "Günstig-Produktion" mit Radial-Radau-Bruder. Also ein solches Modell wäre definitiv nicht empfehlenswert und es bleibt abzuwarten, was die Partner an separaten Kühlern präsentieren werden.

Den Gegner im eigenen Hause hat man erkoren und geschlagen. Der Blick auf die Konkurrenz sieht die AMD Radeon HD 7950 und HD 7950 Boost-Edition vor. Laut NVIDIA eigenen Präsentationsfolien schlägt man diese Gegner mühelos. Im Mittel über unsere recht aktuellen 18 Spiele-Titel (GPGPU-Benchmarks nicht inbegriffen), gelingt das nicht.

Eine GeForce GTX 660 Ti-Grafikkarte wird derzeit zu Startpreisen von 225 Euro gelistet. Das ist exakt der Preispunkt, an welchem wir die GTX 760 in wenigen Tagen erwarten werden. Die UVP in US-Dollar lautet auf 249 USD ohne Steuern. Umgerechnet ergibt sich ein Preis von 226 Euro inklusive Steuern. Die deutsche UVP entspricht ohnehin meist einem Einzelhandelspreis und dürfte dort auch so anzutreffen sein. Somit gefällt der Preispunkt prinzipiell, denn man schiebt sich damit auch unter die derzeit günstigsten Angebote einer Radeon HD 7950-Grafikkarte. Somit bleibt unser Fazit: fast alles richtig gemacht.


[pg], 25. Juni 2013