NVIDIA GeForce GTX 760 im Test

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GTX 760: Boostverhalten in der Praxis



Betrachten wir uns das Boost-Verhalten der GeForce GTX 760 im Vergleich zur GTX 770, so erkennen wir leichte Verschiebungen in den Spannungsstufen, welche vorwiegend aber ohne weiteren Belang sind. Durch den niedrigeren Basis-Takt unter 3D-Last, liegen auch geringere Spanungen an. Die maximale Spannung soll bei 1.212 Volt liegen. Praktisch ergaben unsere Messungen der maximalen Spannung bei 1137 MHz 1,25 Volt.

Boost-Status Taktstufen [MHz] Spannung [Volt]
Max Boost-Clock Overvoltage 1150 1,212
Max Boost-Clock 1137 1,200
1123 1,187
1110 1,175
1097 1,150
1084 1,137
1071 1,125
1058 1,112
1046 1,110
Gemittelte Boost-Clock 1032 1,087
1019 1,075
1005 1,075
993 1,062
Base-Clock 980 1,050


Der Basistakt der GeForce GTX 760 liegt bei 980 MHz und der gemittelte Boosttakt bei 1032 MHz, also noch einmal vier Taktstufen darüber. Diese gemittelte Nennung von NVIDIA stellt keinen garantierten Wert dar, sondern soll lediglich als Einschätzung verstanden werden, wie sich Grafikkarten mit einer GTX-770-GPU im Taktmittel über verschiedenste Anwendungen verhalten dürften. Garantiert wird von NVIDIA lediglich der Basistakt von 980 MHz.

Dieser wird bei normaler Funktion der Grafikkarte nicht unterschritten. Erst bei Fehlfunktionen oder Temperaturen von über 105 °C (was wir in der Praxis nicht im Ansatz erreichen konnten), greifen Schutzmechanismen ein, takten weiter herunter oder führen letztlich zur Systemabschaltung.

Angetroffene Taktraten in Spielen

Dass das Boostverhalten in verschiedenen Spielen sehr unterschiedlich sein kann, haben wir bereits mehrfach ausführlich aufgezeigt. Wie üblich haben wir auch hier Benchmarkszenen (statische Szenen) unserer Spiele gewählt und uns in diesen 15 Minuten aufgehalten. Mittels der Log-Funktion des EVGA Precision X haben wir das Verhalten aufgezeichnet und im Anschluss ausgewertet. Das Resultat zeigt sich in nachfolgender Tabelle.

Spiel Benchmark nach GPU-Takt (MHz) Temperatur (° C) Drehzahl Fan (RPM)
Alan Wake 15 Minuten 1006 80 2160
Anno 2070 15 Minuten 980 81 2190
AC III 15 Minuten 980 81 2190
Brink 15 Minuten 1058 81 2190
Battlefileld 3 15 Minuten 1006 80 2130
Tomb Raider 15 Minuten 993 80 2160
Crysis 3 15 Minuten 993 81 2130
Far Cry 3 15 Minuten 1033 81 2190
Hitman 15 Minuten 1033 81 2160
Max Payne 3 15 Minuten 993 80 2100
Risen 2 15 Minuten 993 80 2100
Serious Sam3 15 Minuten 1006 80 2130
Sleeping Dogs 15 Minuten 993 80 2130
TES V: Skyrim 15 Minuten 1006 80 2100
The Witcher 2 15 Minuten 993 80 2130
Bioshock: Infinite 15 Minuten 1033 80 2160
Metro: Last Light 15 Minuten 980 81 2160

Informationen: Geschlossenes Gehäuse bei 21°C Raumtemperatur


Es gilt hervorzuheben, dass ein typisches Benchmark-Verhalten, unmittelbar nach dem Spielstart in allen Konstellationen fast immer einen GPU-Takt von 1137 MHz zur Folge hat. Nach 15 Minuten in einer statischen Szene zeichnet sich ein komplett anderer Wert ab, welcher im Mittel nur noch im Bereich von zirka 1000 MHz liegt und dies bei 21 °C Raumtemperatur. Damit sehen wir ein Mittel, welches noch unterhalb der NVIDIA-Nennung von 1032 MHz agiert.

Das Drehzahlverhalten des Lüfters ist hier auf eine maximale Geräuschkulisse von zirka 2190 Umdrehungen pro Minute ausgelegt. Danach stellen sich dann meist weitere Taktabsenkungen ein, welche im Spielverlauf so auch zu beobachten sind. Der reguläre Spielverlauf kann ein ganz anderes Verhalten hervorrufen, als eine statische Benchmarkszene, wie in vorliegendem Fall herangezogen. Das haben wir beispielsweise hier unter Beweis gestellt.