Titan oder Titanchen?

Vollausbau mit Beschränkungen: NVIDIA GeForce GTX 780 Ti im Test

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Vorgestellt und käuflich zu erwerben ist sie schon – unser Testartikel zur NVIDIA GeForce GTX 780 Ti stand allerdings noch aus. Das wollen wir heute in üblicher Gründlichkeit nachholen und präsentieren NVIDIAs beste GPU, welche der Hersteller je gebaut hat – so zumindest der O-Ton von NVIDIA. Ob man dies ohne weiteres so stehen lassen kann, darüber gibt unser Artikel Aufschluss.

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Leider ging abermals eine offizielle NVIDIA-Vorstellung über die Bühne, ohne dass es einen Testbericht zum Start von uns gab. Wir hatten darum auch zahlreiche Zuschriften und Rückfragen und auch die Kollegen waren durch diesen Umstand durchaus verwundert. NVIDIA erklärte uns, dass man eben nicht genügend Testmuster für Deutschland erhalten habe und uns darum in eine Rotation schicken müsse. Wir sahen es sportlich und gelassen, in all den Neuvorstellungen der letzten Wochen. Die Marketing-Maschine dreht eben und man darf sicher schmunzeln, dass es von der besten GPU, die NVIDIA je gebaut hat, nicht genügend Testmuster für die Presse zum Start gab.

Dies war der O-Ton des charismatischen NVIDIA-Chefs, als er eine Grafikkarte in die Kameras hielt, welche mit dem Schriftzug GTX 780 Ti bestückt war. Doch sollte man NVIDIAs Jen-Hsun Huang nie in eine Schublade des Marketings abtun, denn grundsätzlich hat er durchaus unter Beweis gestellt, dass er Stratege, Visionär und Techniker zugleich ist. Und so wollen wir auch einen intensiven Blick auf NVIDIAs jüngsten Spross werfen, welcher uns dann doch noch erreichte.

Die Vorgeschichte kann kurz und knapp gefasst werden: AMD stellte seine neue R-Serie-Grafikkarten vor und präsentierte dabei attraktive Preispunkte. NVIDIA war zum Handeln gezwungen, in der einen oder anderen Form, doch darf man sich sicher sein, dass ein Plan bereits in der Schublade lag und nur noch mit Feinschliff als Reaktion versehen werden musste.

Bild: Vollausbau mit Beschränkungen: NVIDIA GeForce GTX 780 Ti im Test

Der Feinschliff sieht eine GTX 780 Ti vor, welche dabei als erste Desktop-GPU auf Basis des GK110-Chips im Vollausbau verstanden werden darf. Mehr Rechenwerke als GeForce GTX Titan, höhere Taktraten und günstigere Preise als Titan, sind das angesagte Gegenmittel, in Anbetracht der Konkurrenz in Form Radeon R9 290X.

Doch beim Namen backt NVIDIA kleinere Brötchen und bezeichnet ein solches Produkt nicht als "Titan Ultra", wie an manchen Stellen im Vorfeld spekuliert. Kleinere Beschneidungen sind nämlich vorhanden und die sehen gegenüber der GTX Titan nur drei, statt sechs Gigabyte Hauptspeicher vor. Zudem wurde die Double-Precision-Fähigkeit ebenfalls reduziert. Die GTX 780 Ti will letzten Endes nur spielen und genau für Spieler des Enthusiasten-Bereichs soll sie konzipiert sein.

Die folgenden Seiten klären – wie von uns gewohnt – alle Fakten und zeigen auf, wo die Ecken und Kanten der GTX 780 Ti liegen.