NVIDIA GeForce GTX Titan von ASUS und Gigabyte im Test

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GPU Boost: Betrachtung im laufenden Spiel



Bild: NVIDIA GeForce GTX Titan von ASUS und Gigabyte im Test
Bild: NVIDIA GeForce GTX Titan von ASUS und Gigabyte im Test
Bild: NVIDIA GeForce GTX Titan von ASUS und Gigabyte im Test
Bioshock: Infinite Crysis 3 Tomb Raider


Die in Bioshock gewählte Spielsequenz zeigt uns eine vorangehend, lastfreie Sequenz, vermutlich ein Ladebildschirm zwischen zwei Leveln. Die kurze Ruhephase reicht der Titan allerdings nicht aus. Die folgenden 30 Sekunden Last drücken auf das Temperature Target und aus den 993 MHz werden im Anschluss 836 MHz, welcher noch ein Weilchen beibehalten bleibt.

Die gezeigte Sequenz in Crysis 3 vermittelt uns anhand der schwankenden Frameraten ein wechselndes Spielgeschehen, mit unterschiedlichen optischen Ereignissen. Die GPU arbeitet komplett mit lediglich 836 MHz im gezeigten Zeitraum, die GPU-Temperatur von 80 °C versucht der Lüfter mit Drehzahlen um 2350 RPM konstant zu halten.

Tomb Raider ist nicht ausschließlich und immer GPU-lastig, sondern beinhaltet auch einige Spielszenen, in welcher die Last in Richtung CPU verlagert wird. In diesen Situationen erblickten wir dann immer wieder einmal Temperaturen von 78 oder 79 °C, eine etwas fallende Lüfterdrehzahl und 993 MHz GPU-Takt. Sobald die Anforderungen an die GPU-Auslastung steigen, muss die ohnehin schon erwärmte Grafikkarte kurzfristig reagieren. Auch hier sind die 993 MHz nur von absolut kurzer Dauer und in weniger als 60 Sekunden bleiben dem Anwender nur noch 836 MHz Takt.

All das lässt natürlich die GPU-Boost-Funktion in einem schlechten Licht dastehen, denn was nutzen dem Anwender 993 MHz Takt, wenn die Spielszenen diesen Takt aktuell nicht benötigen. Dort wo dann die Leistung eingefordert wird, dort hält Titan dann nicht mehr was NVIDIA suggeriert und dümpelt mit 836 MHz vor sich hin. Dem Anwender bleiben Eingriffsmöglichkeiten: über Tools kann er die Limits erhöhen, damit bewegt er sich allerdings im Bereich des Tweaking – er betreibt die Grafikkarte außerhalb der vorgesehenen Spezifikation und damit wohl auch außerhalb der Garantie. Gleiches gilt, wenn er manuell die Lüfterdrehzahl der Grafikkarte erhöht. Es bliebe noch die Option die Gehäusebelüftung weiter zu optimieren. Was aber nutzt eine "leise" Grafikkarte, wenn die Gehäuselüfter am dröhnen sind?

GPU Boost: Performance bei unterschiedlichem Takt



Nach unseren bisherigen Informationen besitzt die NVIDIA GeForce GTX Titan eben ganz viele Facetten, was ihren Takt betrifft. Die beste Leistung erreicht man allerdings nur durch "Garantieverlust". Dennoch zeigen wir nachstehende alle für uns relevanten Taktstufen. Ein jeder mag davon an Informationen mitnehmen, was er für sinnig erachtet. Wir haben für die nachfolgenden Messungen den GPU-Takt auf die angegebenen Taktraten fixiert. Natürlich kann es vorkommen, dass der eine oder andere Benchmark dann doch eine solch hohe Last auf PT und TT auswirkt, dass noch einmal eine Zwischenstufe während der Benchmarks eintritt. Darauf haben wir bei der GPU-Boost-Technik dann aber keinen Einfluss mehr. Die Messungen wurden auf einem offenen Teststand vorgenommen. Von daher erwarten wir weniger Einschnitte der Technik.

Performance-Index
Auflösungen: 1680x1050, 1920x1080, 2560x1440
AA-Modi: 4xAA, 8xAA, Kein AA, 2xAA, SSAA, 2x2 SSAA, 2 x 2 SSAA
AF-Modi: 16xAF
GeForce GTX Titan
[Max Clock: PT und TT High]
114
GeForce GTX Titan
[Default Clock]
109
GeForce GTX Titan
[914 MHz]
104
GeForce GTX Titan
[875 MHz]
102
GeForce GTX Titan
[836 MHz]
100
Prozent
Benchmark-Übersicht ein-/ausblenden


Performance-Index
Auflösungen: 1920x1080
AA-Modi: SSAA, 2x2 SSAA, Kein AA, 2xAA, 4xAA, 8xAA
AF-Modi: 4xAF, 16xAF
GeForce GTX Titan
[Max Clock: PT und TT High]
112
GeForce GTX Titan
[Default Clock]
109
GeForce GTX Titan
[914 MHz]
105
GeForce GTX Titan
[875 MHz]
102
GeForce GTX Titan
[836 MHz]
100
Prozent
Benchmark-Übersicht ein-/ausblenden


Performance-Index
Auflösungen: 2560x1440
AA-Modi: SSAA, 2x2 SSAA, Kein AA, 2xAA, 4xAA, 8xAA
AF-Modi: 4xAF, 16xAF
GeForce GTX Titan
[Max Clock: PT und TT High]
114
GeForce GTX Titan
[Default Clock]
108
GeForce GTX Titan
[914 MHz]
103
GeForce GTX Titan
[875 MHz]
102
GeForce GTX Titan
[836 MHz]
100
Prozent
Benchmark-Übersicht ein-/ausblenden


Nach unseren kompletten Betrachtungen kristallisiert sich heraus, dass eine GeForce GTX Titan in den allermeisten Fällen bei benötigter GPU-Leistung mit 836 MHz arbeiten wird. Das entspricht dem Base-Clock und ein vorhandener Boost-Takt kommt in der Praxis meist nur zur Geltung, wenn die GPU-Last gering oder kurzfristig hoch ist. Dieses Zwischenfazit lässt sich aber eben nur auf jene Käufer umlegen, welche mit dem Erwerb ein Wunschlos-Glücklich-Produkt erwarten. Diese sollten definitiv von der Titan-Investition die Finger lassen. Jeder Anwender, welcher mit manuellen Eingriffen leben kann (inklusive dem Garantieverlust), der könnte hier tatsächlich das aktuell schnellste Modell am Markt dann sein eigen nennen.

Gemittelt über alle Benchmarks könnte eine aufgebohrte GTX Titan tatsächlich bis zu 14 Prozent mehr Leistung liefern. Gemittelt ohne Eingriffe sind es nur noch 9 Prozent – zumindest für ein paar Sekunden. Zwischen 836 MHz und den von NVIDIA genannten 875 MHz treffen wir dann nur noch einen gemittelten Vorteil von etwa 2 Prozent an.

 

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