NVIDIA GeForce GTX Titan von ASUS und Gigabyte im Test

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Power/Temp Target und maximaler Boost



Power und Temp Target

Dreh- und Angelpunkt der NVIDIA GPU-Boost-Technik 1.0 war das Power Target – die maximal erlaubte Leistungsaufnahme. Ab GeForce GTX Titan gibt es GPU Boost 2.0 und damit zusätzlich das Temperature Target. Jede NVIDIA-basierende Grafikkarte mit dieser Technik kommt mit einen maximalen Takt (GPU-Boost) daher. Unter Last arbeitet eine solche NVIDIA-Karte dann aber nur solange auf diesem hohen Takt, solange die beiden genannten Limits nicht erreicht werden. Bei Erreichen dieser gesetzten, maximalen Leistungsaufnahme oder Temperatur, werden sodann Taktraten und Spannungen der GPU reduziert und zwar solange, bis die Grafikkarte eine Taktstufe findet, bei welcher diese Grenzen nicht mehr überschritten werden.

Bild: NVIDIA GeForce GTX Titan von ASUS und Gigabyte im Test

Dieses "Ziel der Leistungsaufnahme" lässt sich bei der Titan in geringen Maße beeinflussen und zwar dadurch, dass man mittels externer Tools wie z.B. dem EVGA Precision X oder MSI Afterburner PT und TT gemeinsam oder separat anhebt. Im Treiber selbst wird eine solche Option nicht geboten. Bei unseren beiden Titan-Mustern war es möglich das PT um 6 Prozent zu erhöhen, das TT konnte bis 95 °C hochgeschraubt werden. Diese Eingriffe führen in aller Regel jedoch zum Garantieverlust.

NVIDIA gibt die Maximum Board Power einer GTX Titan mit 250 Watt an. Solange man das Temperatur-Target nicht erhöht, wird eine Titan kaum in die Region von 250 Watt vorstoßen. In diesem Fall ermittelten wir unter Tom Clancy's Hawx eine Leistungsaufnahme von rund 200 Watt und unter Furmark maximal 225 Watt. Das Hochsetzen des Temperature Targets führte dann dazu, dass wir auch mit einer Applikation wie Anno 2070 in Richtung 250 Watt maschierten. Setzten wir zusätzlich das Power Target hoch, so erreichten wir maximal 266 Watt, was in etwa auch der Zugabe des Tools von 6 Prozent entspricht. An dieser Stelle gibt es keine Option diese Beschränkungen auszuhebeln.

Der maximale Boost

Der maximale Boost-Takt der GPU unserer NVIDIA-Referenzkarten lag bei 993 MHz im regulären Betrieb und unter Zuschaltung von Double Precision über den Treiber bei 849 MHz. Schaltet man zusätzlich noch die Option "Overvoltage" frei, erhöhte sich der maximale Boost kurzfristig auf 1032 MHz. Wie ausführlich aufgezeigt, liegen die 993 MHz in der Praxis kaum an, wenn sie benötigt werden. 836 MHz unter fordernder GPU-Last dürften realistischer sein.

 

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