Verdammt giftig: Sapphire R9 280X TOXIC

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Powertune-Limits, Zero-Core-Power und Auffälligkeiten


AMD Powertune-Limits

Neuigkeiten zu PowerTune gibt es seit der Einführung der R9 290 und 290X, was aber nicht von Belang für die R9 280X oder kleinere Modelle ist. Wer sich für diese Änderungen interessiert, der findet hier ein vollständiges Kapitel zu PowerTune 2.

Bei der Sapphire R9 280X Black OC bleibt es beim bekannten PowerTune-Verhalten. Erblicken die Überwachungssensoren eine ungewöhnlich hohe Auslastung der Einheiten, zieht man Takt und Spannungen zurück. Doch hat XFX seine neue R9 280X, trotz der hohen Taktraten, mit einem so justierten PT ausgestattet, dass wir im gesamten Test kein einziges Mal ein Heruntertakten erblicken konnten. Unter Furmark schwankten die Taktraten marginal zwischen 1.100 und 1.150 MHz und verblieben zumeist bei 1.150 MHz.



Die maximale Leistungsaufnahme ohne manuellen Treibereingriff lag allerdings bei 361 Watt unter Furmark, bei 285 Watt unter Spielen. Daraus darf man ableiten, dass hier noch viel Luft für Eingriffe bestehen dürfte. Das Lockern des PT-Limits zeigt hier eine +50-Option (statt üblichen +20), förderte aber keine wirkliche Steigerung der Leistungsaufnahme mehr zu Tage: wir erblickten unter Furmark 363 Watt.

Da das Sapphire-Toxic-Produkt bereits sehr stark übertaktet ist, waren nur wenig Leistungssteigerungen möglich und wir erreichten im Test praktisch nie das theoretische Maximum von 375 Watt, welches durch die beiden 8-Pin-Stromanschlüsse geboten wird – erst recht nicht mittels üblicher Spiele.

AMD Zero Core Power

Mit der Einführung der Radeon HD-7000-Serie wirbt AMD mit der Zero-Core-Power-Technik – einem lobenswerten Feature, welches bei PCs im Idle-Zustand deutlich die Leistungsaufnahme senken soll. Sobald die Energieoptionen von Windows den Monitor in den Ruhezustand schicken, deaktiviert sich die Grafikkarte bis auf notwendige Standby-Spannungen und soll damit weniger als 3 Watt in der Leistungsaufnahme für sich beanspruchen.

Das hoch gelobte AMD-Feature hat aber seine Macken und Tücken und funktioniert nach unseren Erfahrungen aktuell nicht, wenn der Monitor direkt mittels HDMI oder DisplayPort angeschlossen wird. AMD blieb uns leider bislang Antworten zu den Problemen schuldig.

Schon die zuletzt getesteten Varianten der Radeon-R-Serie zeigten sich auf Anhieb – auch mit Betatreibern – unproblematisch mit dem Zero-Core-Power-Modus, solange der Betrieb am DVI-Anschluss erfolgte. Das änderte sich auch heute nicht, und so betrug die Leistungsaufnahme in diesem Deep-Sleep-Mode rund 3,5 Watt.