Sapphire Radeon Tri-X R9 290X OC im Test

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 42

Fazit



Testwertung (High-End-Segment) Sapphire Tri-X R9 290X OC
Performance 3D-Spiele ++
Performance GPU-Computing ++
Kühlleistung ++
Lautstärke Idle ++
Lautstärke Last o
Leistungsaufnahme Idle +
Leistungsaufnahme 3D-Last o
Leistungsaufnahme Multi-Monitor-Betrieb +/-
Leistungsaufnahme Blu-ray-Wiedergabe --
Übertakten +
Preis (Stand 03.01.2014) o
Wertungsmöglichkeiten: ++ [sehr gut] / + [gut] / o [befriedigend] / -- [sehr schlecht] / – [schlecht]
Preisvergleich: zirka 533 Euro Amazon: – Euro Hersteller-Produktseite


Die Sapphire Tri-X R9 290X OC ist die erste Boardpartner-Produktvorstellung auf Basis einer R9 290X-Grafikkarte, welche unser Haus erreichte. In der Tat ereignete sich die Markteinführung eigener Umsetzung so, wie im Vorfeld prognostiziert: frühestens Ende Dezember 2013. Werfen wir einen Blick in die Händlerlistungen, erkennen wir, dass der heutige Testkandidat noch nicht verfügbar ist.

Was wir nach den Tests allerdings klar darstellen dürfen, ist das dieses Produkt deutlich versöhnlicher stimmt, als die Darbietung von AMDs Referenzmodellen. Die Sapphire Tri-X R9 290X OC konnte ihre etwas höheren Taktraten über den gesamten 3D-Spiele-Testparcours immer halten und zeigte sich – auch bedingt durch geringere Temperaturen – deutlich attraktiver im Bereich Leistungsaufnahme und Geräuschkulisse.

Loben kann man die Geräuschkulisse vorrangig nur im Idle-Betrieb, denn hier zeigt man sich praktisch flüsterleise und das entwickelte Geräusch ist mit rund 15 dB(A) aus einem geschlossenen Gehäuse nicht mehr auszumachen. Die Geräuschkulisse unter Last liegt mit rund 33 dB(A) allerdings auf einem gewohnten Niveau von High-End-Grafikkarten – kein Radau (wie die Referenzdarbietung), aber eben auch nicht leise.

Bild: Sapphire Radeon Tri-X R9 290X OC im Test

Das Herzstück der Grafikkarte – der Tri-X-Kühler weiß uns abermals zu gefallen und bietet noch einiges an Spielraum. Sapphire hat sich hier nicht an AMDs Vorgaben zum Temperatur-Limit gehalten. Eine solche Option findet sich derzeit in den Treibern nicht ein. Die Temperaturschwelle, welche wir vermuten, zeigte sich um den Bereich von 81 °C, welchen man immer über die Lüfterdrehzahl zu halten versuchte. Durch die deutlich geringeren Temperaturen zeigte man dann auch lediglich eine Leistungsaufnahme von maximal 270 Watt unter Spielen – vollkommen ohne Drosselung durch Power Tune 2.0. Damit liefert man zwar eine relativ hohe Leistungsaufnahme ab, liegt jedoch nur 10 Watt über einer typischen GeForce GTX 780 Ti, welche im Auslieferungszustand hier bereits gedrosselt wird.

Bei der Spiele-Performance nehmen und geben sich die beiden Kontrahenten allerdings nichts. Mal gewinnt der eine, mal der andere und im Ergebnis sieht man zwei Produkte auf Augenhöhe – sieht man eben vom GPGPU-Bereich ab, welcher NVIDIA bekanntermaßen von der Technik her nicht liegt.

Ob wir die ersten Preislistungen der Sapphire Tri-X R9 290X OC schon für bare Münze nehmen dürfen, das bleibt dahingestellt, denn immerhin ist das Produkt noch nicht in den Regalen der Händler erschienen, sondern ist als "im Zulauf" gekennzeichnet. Etwa 533 Euro soll die heute vorgestellte Full-Retail-Version der Karte kosten, zirka 543 Euro soll die Variante mit Battlefield 4 kosten. Das wäre aktuell ein Preiszuschlag von etwa 90 Euro auf das günstigste Angebot einer typischen R9 290X-Grafikkarte. Die günstigste GeForce GTX 780 Ti schlägt in Preissuchmaschinen derzeit mit rund 580 Euro zu Buche – dabei handelt es sich ebenfalls um ein übertaktetes Modell. Gleichzeitig bietet NVIDIA derzeit auch Spiele-Bundles bei teilnehmenden Händlern an, so dass sich unter diesen Gesichtspunkten abermals eine Pattsituation im Hinblick auf den Preis ergibt.

Sollte die Preissituation sich bei der Sapphire Tri-X R9 290X tatsächlich so hochpreisig einstellen, bleiben es letzten Endes die persönlichen Vorlieben des Anwenders, welche darüber entscheiden müssen, ob man zum High-End-Produkt von Sapphire oder Alternativen von NVIDIA greift.

[pg], 03. Januar 2014