SSD Reboot

Storage & Speicher | HT4U.net | Seite 13

Sequentielles Schreiben




Diese beiden Tests ermitteln, wie schnell große Dateien geschrieben werden können. Während Iometer kontinuierlich Daten in den Test-Adressbereich (= Größe der SSD minus 10GB) schreibt, benutzt AS-SSD Testdateien, die "nur" 1GB groß sind. Wir messen die sequentielle Schreibperformance, während sich die SSD in verschiedenen Zuständen befindet:
Zustand Beschreibung
fresh Alle Seiten in der SSD sind leer und noch nicht beschrieben worden. Dies ist der Zustand bei Auslieferung bzw. nach einem Secure Erase.
used Alle Blöcke wurden schon mindestens einmal beschrieben.
nach Last Performance nach einem reproduzierten Lastszenario durch unsere Iometer-Serverlastprofile. Diese Last ist höher als bei üblicher, normaler Heimanwendung. Hinweis: Zwischen der Ausführung der Serverlastprofile und diesem Test wurde der SSD wie zwischen allen anderen Tests eine halbe Stunde Idle-Zeit zur Regeneration per Garbage Collection gegeben. Da bei AS-SSD die Ergebnise sehr stark schwanken, geben wir dort den Korridor zwischen Minimal und Maximalwert an.
nach TRIM Performance, nachdem die Blöcke von TRIM wieder freigegeben wurden.


Iometer – sequentielles Schreiben
[seq. Write (fresh)]
[seq. Write (used)]
[seq. Write (nach Last)]
[seq. Write (nach TRIM)]
Corsair Neutron GTX 480GB
497,5
495,4
297,3
498,2
Sandisk Extreme 240GB
240,7
252,8
13,7
252,1
Samsung 840 120GB
133,4
133,4
27,7
133,1
MByte/s

AS-SSD – sequentielles Schreiben
[seq. Write (fresh)]
[seq. Write (used)]
[seq. Write (nach Last_Minimalwert)]
[seq. Write (nach Last_Maximalwert)]
[seq. Write (nach TRIM)]
Corsair Neutron GTX 480GB
481,1
480,6
398,6
457,7
463,9
Sandisk Extreme 240GB
275,4
207,1
115,2
141,0
204,3
Samsung 840 120GB
128,5
128,5
127,3
128,1
128,0
MByte/s

Auf den ersten Blick fällt sofort auf, dass der Performanceeinbruch nach unserem Schwerlastszenario bei Iometer deutlich besser zu sehen ist. Da AS-SSD nur mit 1GB-Dateien testet, kann dort der Einbruch leichter durch den Cache der SSD oder durch die freien Blöcke der Spare Area kaschiert werden. Bei längeren Schreiboperationen von deutlich über einem Gigabyte (wie z.B. Images) sind die Ergebnisse von Iometer aussagekräftiger.

Die Samsung 840 wird hier durch zwei Faktoren gebremst: zum einen ist das Schreiben in TLC-Speicher bis dato generell etwas langsamer (die Anforderungen an Fehlerkorrektur sind höher und die Speicherzelle muss zwischen acht verschiedenen Ladungszuständen unterscheiden können, wodurch die Spannungsstufen zwischen den acht unterschiedlichen Zuständen deutlich geringer sind). Zum anderen ist die von uns getestete Variante nur mit 120 GB ausgestattet, wodurch weniger Speicherchips zur Verfügung stehen, in welche parallel geschrieben werden kann. Eine Samsung 840 mit höheren Speicherkapazitäten würde in diesem Test mit deutlich höheren Schreibraten aufwarten können. Bei den kleineren Testdateien von AS-SSD ist die Performance absolut konstant und durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Bei längeren Schreibtransfers (Iometer) bricht aber auch diese SSD wie die anderen beiden Probanden weiter ein.

Die Sandisk Extreme mit dem Sandforce-Controller weist den größten Leistungseinbruch durch die schwere Last auf, während die Neutron GTX am besten abschneidet. Das ist aber auch nicht sehr verwunderlich, den ihre Ausgangsbedingungen sind auch die Besten (kein TLC-Nachteil + hohe Anzahl an Flash-Packages für hohe Parallelisierung + leistungsfähiger Controller).