Tom Clancys Splinter Cell: Blacklist im Test

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Fazit



Systemvoraussetzungen und Besonderheiten



Als minimale Systemvoraussetzungen nennt der Hersteller einen 2.5 Ghz Zwei-Kern-Prozessor und eine DirectX-10-kompatible Grafikkarte. Dabei sollte mindestens 2 Gigabyte Hauptspeicher zu Verfügung stehen. Noch dazu nimmt Blacklist satte 25 GB Festplattenspeicher ein. Des weiteren wird ein Computer mit mindestens Windows XP als Betriebssystem benötigt. Natürlich wäre unter diesen Voraussetungen das Spiel für wirkliche Grafikfans nicht akzeptabel.

Eckdaten Splinter Cell: Blacklist
Veröffentlichung 23. August 2013
Genre Third-Person-Shooter bzw. Schleichspiel Abenteuer
Entwickler Ubisoft
Publisher Ubisoft
Altersfreigabe 18 Jahre
Grafik-Engine Unreal Engine 2.5
DirectX-Pfad DirectX 9 / DirectX 11
Spiel-Modi Single-Player, Multi-Player, Koop-Modus
Systemanforderungen (Minimum) Zwei-Kern-Prozessor – ca. 2,5 GHz Takt
2 GByte Hauptspeicher
DirectX10-Grafikkarte – Shader Model 4.0
25 GByte Festplattenspeicher
Ab Windows XP
Internetverbindung zur Aktivierung
Kopierschutz Aktivierung bei Uplay – Accountgebunden
Verfügbare Plattformen PC, Xbox 360, Playstation 3
Steuerung Tastatur, Maus oder Spiele-Controller


Anders sieht es da dann schon bei den von Ubisoft empfohlenen Systemvoraussetzungen aus. Zu einem 2.7 Ghz Prozessor und vier GByte Hauptspeicher wird dann geraten. Die Grafikkarte sollte DirectX-11-fähig sein. Grundlegend ist Splinter Cell: Blacklist also auf dem PC auf DirectX11 ausgelegt, bietet aber einen DirectX9-Fallback-Modus. Lustigerweise benötigt man auch dann laut Herstellerangaben eine DirectX-10-fähige Grafikkarte – ab Radeon 4000 oder GeForce GTX 200 kann man über den Erwerb des Spiels nachdenken.

Performance-Empfehlung

Wie im Kapitel zuvor erklärt, kommt Blacklist zudem mit interessanten Neuerungen bei den Optionen der Umebungsverdeckung daher – allerdings nur mit Performance-Vorteilen bei NVIDIA-Grafikkarten. Kantenglättungsmodi gibt es reichhaltig, für die höchsten Optionen braucht es dann jedoch High-End-Grafikkarten für flüssiges Spielverhalten.

Lässt man die Finger von den regulären Kantenglättungsoptionen, erreicht man mit einem Core i5-2500K und einer übertakteten GeForce GTX 680 unter 1920 x 1080 Bildpunkten in höchsten Details typischerweise Bildraten von 80 bis 100 FPS. In extremen Situationen sackte die Bildrate in dieser Konstellation auch einmal auf 65 FPS ab. Möchte man also auf Ultra-Settings im DirectX11-Modus spielen, sollte man zumindest auf eine GeForce GTX 560 oder Radeon HD 6870 als Grafikkarte setzen.

Anfängliche Bugs:

Anmerken müssen wir allerdings, dass wir zu Beginn unserer Testphase mit diversen Spielefehlern zu kämpfen hatten. Auf unserem LG-Monitor wurde beispielsweise am Anfang noch keine Auflösung jenseits der 1600 x 1200 Bildpunkte unterstützt. Ein manueller Eingriff in die Hertz-Zahl des Monitors sorgte für Abhilfe – ein späteres Spiel-Update dann aber ebenso.

Gleichzeitig stießen wir aus Szenen, in welchen sich plötzlich das Spiel absolut ungewöhnlich verhielt. Dies äußerte sich mal in Darstellung kompletter Fehlfarben, ein anderes Mal wurden Bild in Bild Darstellungen im Menü gezeigt. Seit dem letzten Patch konnten wir diese Probleme allerdings nicht mehr beobachten.

Fazit

Zurück zu den Wurzeln von Chaos Theory und weg von Conviction? So darf man Blacklist sicherlich nicht sehen. Es erfolgte vielmehr ein Spagat zwischen beiden Wegen und der ist aus unserer Sicht durchaus recht gut gelungen. Darüber hinaus bleibt Splinter Cell doch das Schleichspiel schlechthin (neben dem Kollegen Thief natürlich).

Mit Blacklist hat Ubisoft die Schleichparts oder deren Optionen wieder deutlich erhöht und bietet gleichzeitig den Fans des Ballerns auch diese Möglichkeit. Mit diesem Vorgehen will der Hersteller sicherlich ein breiteres Publikum erreichen. Apropos Ballern: Die Einstufung USK 18 ist allgemein gerechtfertigt, denn es fließt auch dementsprechend viel Blut, wenn man nicht den Weg des Stealth wählt.

Bild: Tom Clancys Splinter Cell: Blacklist im Test

Die Story ist trotz dünner Geschichte ganz unterhaltsam, was vorrangig den vielen unterschiedlichen Einsatzgebieten und deren Umsetzung geschuldet ist und natürlich dem Gameplay an sich. Wirklich zufriedenstellend ist die Länge der Story allerdings nicht. Mit ungefähr 11 Stunden Spielspaß ist diese dann ein wenig kurz geraten – die eigentliche Hauptmission kann man gar deutlich schneller hinter sich bringen. Trotzdem verleitet Blacklist auch dazu, sich die Nebenmissionen ebenfalls anzusehen. Mehrspieler-Modus und Koop-Modus können die Spieldauer und Freude dann um ein weiteres verlängern.

Optisch ist Blacklist sicherlich der bislang beste Teil der Serie, für das Jahr 2013 stellen die grafischen Umsetzungen jedoch keinen Leckerbissen oder gar Kracher dar. Schuld daran ist natürlich die Basis in Form der betagten Unreal Engine 2.5.

Splinter Cell: Blacklist geht als Uplay- oder Steam-Variante an den Start. In beiden Fällen muss eine Online-Aktivierung erfolgen und das Spiel wird dauerhaft an den Account des Spielers gebunden. Zum Start liegt die Preisgestaltung für die reguläre PC-Version knapp unterhalb von 50 Euro – auf Amazon rund 47 Euro.

Wertung Splinter Cell: Blacklist
Grafische Umsetzung / Optionen o / +
Idee o
Spannung o
Spielspaß +
Dauermotivation +
Spieldauer o
Wertungsmöglichkeiten: ++ [sehr gut] / + [gut] / o [befriedigend] / -- [sehr schlecht] / – [schlecht]
Steam: ab zirka 50 Euro Amazon: ab zirka 47 Euro Webseite


Bild: Tom Clancys Splinter Cell: Blacklist im Test



[dog & pg], 28. September 2013