XFX Radeon R9 270X Black Edition DD im Test

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 8

Praxiserfahrungen


Spannungen und Taktraten



Wesentliche Details unserer Artikel bestehen bekanntermaßen in dem Einsatz spezieller Messgerätschaften aus den verschiedensten Bereichen. Gerade bei Spannungen hat uns die Vergangenheit gelehrt, dass Monitoring-Tools zwar Anhaltspunkte liefern können, oft aber deren Anzeige nicht der Realität entspricht. Darum vergewissern wir uns an diesem Punkt. Dabei kommen – je nach Einsatzgebiet – unterschiedliche Geräte zum Einsatz.

Bild: EVGA GTX 660 Ti SC 3GB und 660-Ti-Referenzkarte im Test
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Bild: EVGA GTX 660 Ti SC 3GB und 660-Ti-Referenzkarte im Test
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Im Falle dieses Testbereiches setzen wir dabei vorrangig auf unsere MS-9160-Messstation oder auf das Fluke Clampmeter 345. Die Voltcraft-Messstation wurde dabei auf den sechsstelligen Voltmetereinschub eines kalibrierten Hewlett-Packard HP5328B und eines kalibrierten BBC MA5D Voltmeter abgeglichen – die Messwerte unserer Geräte waren danach auf zwei Nachkommastellen mit denen der Referenzen identisch. Über eine entsprechende Software sind wir natürlich auch in der Lage, Aufzeichnungen der Messungen zu erstellen.

Bild: XFX Radeon R9 270X Black Edition DD im Test


XFX taktet seine R9 270X Black Edition im Idle-Betrieb mit üblichen 300 MHz bei der GPU und 150 MHz beim Speichertakt. Unter Last steigen die Taktraten auf hohe 1.160 und 1.500 MHz.

Die weiteren Taktstufen und dabei anliegenden Spannungen haben wir wie folgt ermittelt (reale Messwerte, keine Tool-Auslesung):

Taktraten/Spannungen XFX R9 270X Black dd Takt GPU (MHz) Takt Speicher (MHz) Spannung GPU (Volt) Spannung Speicher (Volt)
Lastfreier Betrieb 300 150 0,875 1,621
Blu-ray-Wiedergabe 450 1400 0,949 1,621
Multi-Monitor-Betrieb (2 Geräte) 300 150 0,875 1,621
Multi-Monitor-Betrieb (3 Geräte) 450 1500 1,181 1,621
ATiTool 1160 1500 1,214 1,627
Furmark-Last (maximal) 1100 1500 1,168 1,637


Auffälligkeiten finden wir praktisch bei allen Power-Zwischenstufen. Im Blu-ray-Betrieb liegen beim Speicher beispielsweise lediglich 1.400 MHz an, während in allen anderen Betriebsmodi jenseits der Idle-Taktstufe immer 1.500 MHz Takt anzutreffen sind.

Beim Betrieb mit drei Bildschirmen springt die Taktrate auf erwartete 450 MHz GPU-Takt, allerdings ist die anliegende Spannung jene für 3D-Volllast, und nicht die erwarteten 0,95 Volt. Diesen Fehler treffen wir bei XFX-Eigendesigns leider relativ häufig an.

Auch bei der R9 270X bestätigt sich erneut, dass auch diese R-Serie-Grafikkarten im Multi-Bildschirm-Betrieb in der Lage sind, die Taktraten auf Idle-Stufe zu belassen. Voraussetzung: Es muss sich um zwei Bildschirme mit gleicher Auflösung und Timings handeln, ansonsten wechselt man in die gleiche Zwischentaktstufe wie beim Drei-Schirm-Betrieb.

In sämtlichen 3D-Applikationen, mit Ausnahme von Furmark, blieb die GPU auf vollen 1.160 MHz Takt – in Furmark wurde die Taktung auf 1.100 MHz durch PowerTune gesenkt.

Referenzen

Taktraten/Spannungen AMD R9 270X Takt GPU (MHz) Takt Speicher (MHz) Spannung GPU (Volt) Spannung Speicher (Volt)
Lastfreier Betrieb 300 150 0,872 1,558
Blu-ray-Wiedergabe 450 1400 0,947 1,557
Multi-Monitor-Betrieb (2 Geräte) 450 1400 0,947 1,557
Multi-Monitor-Betrieb (3 Geräte) 450 1400 0,947 1,557
ATiTool 1050 1400 1,196 1,563
Furmark-Last (maximal) 1000 – 1050 1400 1,153 – 1,196 1,569


Taktraten/Spannungen AMD Radeon HD 7870 Takt GPU (MHz) Takt Speicher (MHz) Spannung GPU (Volt) Spannung Speicher (Volt)
Lastfreier Betrieb 300 150 0,826 1,496
Blu-ray-Wiedergabe 1000 1200 0,902 1,496
Multi-Monitor-Betrieb 300 1200 0,902 1,496
ATI-Tool-Last 1000 1200 1,220 1,500
Furmark-Last 1000 1200 1,229 1,509