AMD Kaveri APUs im Test

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Vorstellung: Kaveri & Plattform


Bei den Kaveri-APUs handelt es sich um die vierte APU-Generation nach Llano, Trinity und deren Refresh Richland. Damit vertrauen auch die Kaveri-Modelle auf den nun bereits gewohnten Aufbau aus einem kombinierten Prozessor und Grafikeinheit, vereint in einem Die. Im Folgenden wollen wir diesen Aufbau kurz vorstellen und anschließend im Detail auf die jeweiligen Neuerungen eingehen.

Bild: AMD Kaveri APUs im Test


Wie üblich für AMDs APUs, befinden sich auch bei Kaveri Grafikeinheit und Prozessor in einem einzigen Die, welcher nun in einer neuen 28-nm-Fertigung bei Globalfoundries entsteht. Daher ist das Die trotz 2,41 Milliarden Transistoren nur 245 mm² groß, was in etwa Intels Haswell Vierkern-Prozessor samt "Iris Pro" Grafikeinheit entspricht.

Weiterhin befinden sich in diesem Die auch der Speichercontroller, der maximal DDR3-2133 unterstützt, die Anbindung von Displays sowie ein PCI-Express-Interface zur Verbindung mit dem Chipsatz und einer dedizierten Grafikeinheit. Kaveri unterstützt dabei PCI-Express 3.0, während die bisherigen APUs mit PCIe 2.0 auskommen mussten. Dies ist auch ein Grund, weshalb AMD mit Kaveri den Sockel FM2+ einführt, der auch zu älteren APUs kompatibel ist. Umgekehrt funktioniert Kaveri aber nicht im FM2-Sockel.

Bild: AMD Kaveri APUs im Test


Auf den ersten Blick sieht dennoch vieles so aus wie bei Trinity oder Richland. Im Detail hat sich jedoch einiges geändert. So basieren nun die (maximal zwei) Prozessormodule nicht mehr auf der Piledriver-Architektur (Bulldozer v2), sondern auf dem Nachfolger Steamroller – mehr dazu später. Auch die Grafeinheit bekommt eine neue Architektur spendiert und setzt nun auf GCN (Graphics Core Next) auf, während die Vorgänger noch mit der alten VLIW4-Architektur auskommen mussten. GCN hatte AMD erstmals mit den Radeon-HD-7900-Grafikchips vorgestellt. Beides verspricht also eine deutlich bessere Leistung bei gleichem Takt.

Wie bisher auch, soll Kaveri zusammen mit der FM2+-Plattform dabei nicht nur im Desktop-Segment zum Einsatz kommen, sondern auch im mobilen Bereich. Aus diesem Grund wird es wieder eine Vielzahl an unterschiedlichen Ablegern mit einem weiten Effizienzspektrum geben. Die Energieeffizienz könnte dabei dank 28-nm-Fertigung gegenüber den 32-nm-Vorgängern deutlich besser ausfallen. Allerdings liegt dies nicht an einem besonderen Taktverteilungsnetz, auch Resonant Clock-Mesh genannt, auch wenn dies mancherorts erwähnt wird. Dieses Netz ist bisher nur eine Forschungsstudie und wird noch nicht in finalen Produkten eingesetzt – weder in Trinity, Richland noch in Kaveri, wie uns AMD bestätigte.

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