Der Guide für AMDs R-Serie-Grafikkarten

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 2

Die Radeon-R-Serie im Detail



Das neue Namensschema



Starten wollen wir unsere Ausführungen mit dem neu gewählten Namensschema. Damit möchte AMD sich mehr an seine gewählte Herangehensweise bei den APUs anlehnen. Da man sich bei der HD-Serie bislang mit einer 8000-Reihe (OEM-Segment) bereits hart der 10.000er-Namensgebung nähert, war ein Schnitt sicherlich angebracht.

Bild: Der Guide für AMDs R-Serie-Grafikkarten

Es bleibt erst einmal beim "Brand" (Modellbezeichnung) Radeon für die Grafikkartensparte bei AMD. Dies war definitiv auch nicht anders zu erwarten. Das gefolgte "R" steht abermals für Radeon, und die dann angehängte Zahl ergibt die Leistungsklasse.

Im Grafikkartensegment sieht man im Allgemeinen vier grobe Leistungsklassen:
  • High-End-Segment
  • Performance-Segment
  • Mainstream-Segment
  • Low-Cost-/Low-Budget-Segment

Einordnung in die Leistungsklassen

Und auch wenn dies eine im Markt gängige Gruppenbezeichnung darstellt, so wird ganz oft das Mainstream- und Low-Budget-Segment auch in einer Gruppe zusammengefasst. Zumindest derzeit tut AMD dies ebenfalls und stellt bislang mit der R9-, R7- und R5-Reihe lediglich drei Gruppen vor. Trotzdem bleibt AMD an diesem Punkt die Option der "großen Vielfalt". Sollte Not am Mann sein und eine Zwischenstufe aus Marketing-technischen Gründen erforderlich werden, so würde sich auch relativ schnell eine R6- oder R3-Reihe kreieren lassen.

Performance innerhalb einer Gruppe

Die daraufhin angehängte Ziffernreihe lässt sich zwischenzeitlich auch sehr simpel erklären. Die erste Ziffer gibt die aktuelle Grafikkartengeneration an. Wenn also die Radeon R9 290X einen Nachfolger – sei es durch eine kleinere Herstellungstechnik oder Architektur begründet – bekäme, so würde er auf die Bezeichnung R9 390X hören. Die der Generationsnummer folgenden Ziffern sollen dem Kunden dann die Leistungsdaten innerhalb der Generation verdeutlichen. Eine R9-280-Grafikkarte ist also langsamer als eine R9-290-Grafikkarte. Die derzeit tiefste Nummernfolge findet man in der R5-Serie in Form der R5 240. Der zusätzlich angehängte Buchstabe "X" soll dann lediglich noch das Zünglein an der Waage sein und klarmachen, dass die R9 290X wiederum schneller zu Werke geht, als die R9 290.

Damit bleibt auch an diesem Punkt festzuhalten, dass AMD durch diese Erweiterungen sehr viel Marketing-Spielraum hat, um blitzschnell neue Modelle schaffen zu können. Erstmals hat AMD dies mit der R7 265 unter Beweis gestellt und schlicht eine bislang noch nicht dagewesene "5" aus dem Hut gezaubert.